atomstopp_oberoesterreich, Anti Atom Komitee: NEC2019, Linz – Internationale Expert_innentagung zur Laufzeitverlängerung von AKW

Linz/Freistadt (OTS) – Im Rahmen der bereits 6. Konferenz dieser Serie, die jährlich wechselnd mit Prag diesmal wieder in Linz stattfindet, treffen internationale Expert_innen sowie Vertreter_innen aus Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um die aktuelle, brandgefährliche Tendenz zur Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren, die eigentlich vor dem Ende ihrer designten Lebensdauer stehen, zu erörtern – und geeignete Maßnahmen dagegen zu diskutieren.

Nuclear Energy Conference 2019: LAUFZEIT . VERLÄNGERT . GEFAHR
8. Mai 2019, 9:30 bis 16:30 Uhr, Ursulinensaal Linz, Oberösterreich
Simultanübersetzung EN/CZ/DE – Programmablauf

„Laufzeit verlängert, Gefahrzeit verlängert – und: Die Gefahr wird auch erhöht. Jede technische Anlage wird durch Materialabnutzung und Alterung störanfälliger. Bei komplexen, hochsensiblen und ohnehin schon risikobehafteten technischen Systemen wie AKW kann schon das kleinste Gebrechen zur Katastrophe führen. Um diesen logisch klingenden Schluss auch wissenschaftlich zu belegen, hat Landesrat Rudi Anschober mit seiner ‚Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg‘ die erste internationale Studie zum Risiko von Laufzeitverlängerungen alter AKW in Auftrag gegeben. Erstellt wird diese von der International Nuclear Risk Assessment Group – INRAG, einer weltweit agierenden Plattform unabhängiger Wissenschafter_innen zur Erforschung und Entschärfung des nuklearen Risikos. Gleich 3 beteiligte Studienautor_innen sind als Vortragende bei der NEC2019 dabei und werden die bisherigen Ergebnisse ihrer Analysen präsentieren!“, vermelden Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

In seiner Keynote Rede wird Wolfgang Renneberg, Experte für Reaktorsicherheit aus Deutschland über die Hintergründe und Herangehensweise beim Erstellen der Studie berichten, Oda Becker und Nikolaus Müllner, beide seit Jahren mit Risikoforschungen befasst, gehen in ihren Referaten speziell auf die technischen Aspekte ein.

Status und Strategien in einzelnen europäischen Atom-Staaten sehen unterschiedlich aus. Überblick darüber geben Dalibor Strasky für Tschechien, Leo Šešerko für Slowenien, József Kóbor für Ungarn, Ulla Klötzer für Finnland und Bruno Chareyron für Frankreich.

Einen weiteren, nicht unwesentlichen Aspekt der Laufzeitverlängerung von AKW beleuchtet der Schweizer Ökonom Kaspar Müller: Er beschäftigt sich mit der desaströsen wirtschaftlichen Perspektive von Atomkraft – im Allgemeinen und beim Überschreiten des Ablaufdatums von Reaktoren im Speziellen. Last not least geht es natürlich auch darum, den fatalen Plänen der Atomindustrie adäquat entgegen zu wirken. Dazu hat Umweltaktivistin Patricia Lorenz von Global2000 und Friends of the Earth Europe auf Grund ihrer langjährigen Arbeit dazu die geeignete Expertise, um die gesetzlichen Regelungen sowie die Reihe der rechtlichen Optionen erläutern zu können.

„Wir freuen uns, mit so vielen ausgewiesenen Expert_innen ein umfassendes, dichtes Programm bei der NEC2019 bieten zu können. Die abschließende Diskussionsrunde soll ausdrücklich auch offen stehen für Publikumsfragen. Wir laden herzlich ein, sich diese Fachtagung zu einer der brisantesten Problematiken, mit der sich die Antiatombewegung derzeit konfrontiert sieht, nicht entgehen zu lassen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Hinweis: Organisiert wird die NEC2019 vom Linzer Verein atomstopp_atomkrafrtfrei leben! gemeinsam mit dem Anti Atom Komitee und den Müttern gegen Atomgefahr Freistadt und ermöglicht durch die Unterstützung des Landes OÖ im Rahmen der Anti-Atom-Offensive.

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019
Manfred Doppler 0664/450 50 15

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