{"id":840,"date":"2014-04-15T10:04:20","date_gmt":"2014-04-15T08:04:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=840"},"modified":"2014-04-15T10:04:20","modified_gmt":"2014-04-15T08:04:20","slug":"atomstopp-einladung-fur-besonders-atom-engagierte-europaische-regierungschefs-zu-einem-lokalaugenschein-nach-tschernobyl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=840","title":{"rendered":"atomstopp: Einladung f\u00fcr besonders atom-engagierte europ\u00e4ische Regierungschefs zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl"},"content":{"rendered":"<p><em> Premierminister Viktor Orb\u00e1n, David Cameron und Bohuslav Sobotka sollen Aktivist_innen von atomstopp begleiten.<\/em><\/p>\n<p>In einem Offenen Brief laden die Aktivist_innen von atomstopp_oberoesterreich besonders atom-engagierte europ\u00e4ische Regierungschefs ein, gemeinsam zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl zu reisen, sich vor Ort ein Bild vom atomaren Irrsinn zu machen und sich \u00fcber die auf weitere hunderte Jahre unabsehbaren Folgen zu informieren.  \u201eUnd dann steht es den Regierungschefs frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Gro\u00dfbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals \u00fcber Kopf ihre H\u00e4user und Wohnungen verlassen m\u00fcssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und fl\u00fcchten. Fl\u00fcchten, vor der t\u00f6dliche  n Strahl  ung. Wer auf Atomkraft setzt, muss sich auch mit dem schlimmsten aller Szenarien auseinandersetzen!\u201c, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\nRoland Egger + 43 680 23 93 019<br \/>\nGabriele Schweiger + 43 680 33 33 625<\/p>\n<p>EINLADUNG nach TSCHERNOBYL &#8211; Viktor Orb\u00e1n, David Cameron und Bohuslav Sobotka<\/p>\n<p>Sehr geehrte Herren Premierminister,<\/p>\n<p>in manchen Staaten der Europ\u00e4ischen Union setzt Umdenken ein: Atomkraft wird zunehmend als \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Irrsinn erkannt.   Nicht nur der Neubau, sondern selbst der laufende Betrieb von Atomreaktoren ist oft wirtschaftlich nicht darstellbar. Gro\u00dfe Energieversorger wie E.ON und RWE in Deutschland ziehen die Notbremse und steigen fr\u00fcher als geplant aus der Atomkraft aus. Viele Projekte in Europa lassen sich nicht realisieren, weil sich niemand findet, der in Atomkraft investiert. Nicht etwa aus \u00f6kologischen oder ethischen Gr\u00fcnden, nein, vielmehr wegen ganz n\u00fcchtern ermittelter Unwirtschaftlichkeit. Dass ausgerechnet in den von Ihnen regierten Staaten die \u00f6konomischen Uhren anders gehen sollten, ist nicht anzunehmen und die vorl\u00e4ufige Absage des Ausbaus von Temelin wohl ein schlagender Beweis daf\u00fcr.  Die Fakten sind erdr\u00fcckend: viele Kosten werden auf die Allgemeinheit abgew\u00e4lzt und Atomkraft entpuppt sich somit als die am h\u00f6chsten subventionierte Energieform in Europa. Wer bezahlt die Suche nach einem f\u00fcr die Lagerung der hochradioaktiven Abf\u00e4lle geeigneten Lager? Wer bezahlt die Sicherung der Transporte von abgebrannten Brennst\u00e4ben? Wer zahlt bei einem Supergau? Die Atomkonzerne? Jene Konzerne, die fr\u00fcher mit der Produktion von Atomstrom Gewinne realisierten? Mit ihren l\u00e4cherlich, ja verschwindenden Haftungssummen? Nein: Der allgemeine Staatshaushalt wird zur Kassa gebeten, die Steuerzahler_innen also. Und im Fall eines Supergaus auch die Bev\u00f6lkerung von Nachbarstaaten, die Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n<p>Noch ein Beweis gef\u00e4llig? TSCHERNOBYL und die FOLGEN \u2026 auch fast drei Dekaden nach dem Supergau &#8211; UNABSEHBAR.   Immer noch flie\u00dfen Milliarden Euro in die Sicherung des havarierten Atomreaktors. Alleine der neue Sarkophag wird 2,3 Milliarden Euro kosten! Die Ukraine ist auf internationale Unterst\u00fctzung angewiesen. Der Sarkophag soll die n\u00e4chsten 100 Jahre die Menschheit vor den t\u00f6dlichen Strahlen sch\u00fctzen. Und dann?<\/p>\n<p>Dann \u2013 oder schon fr\u00fcher &#8211; wird ein neuer Sarkophag gebaut werden, f\u00fcr die n\u00e4chsten 100 Jahre: es werden Menschen sich damit auseinandersetzen m\u00fcssen, die heute noch nicht geboren sind. Denen wird eine Hypothek hinterlassen. Diese Menschen werden weiter die Rechnung f\u00fcr den atomaren Irrsinn zahlen! Und sie werden weiter auch die Folgen sp\u00fcren: erh\u00f6hte radioaktive Belastung in weiten Teilen Europas! Unabsehbare negative Auswirkungen auf die Gesundheit!<\/p>\n<p>Sehr geehrte Herren Premierminister! Schaut man in Ihre L\u00e4nder \u2013 nach Ungarn, nach Gro\u00dfbritannien, nach Tschechien \u2013 hat man den Eindruck, das alles r\u00fchrt Sie wenig.<br \/>\nVielleicht ist TSCHERNOBYL einfach zu weit weg, nicht in ihrem Blickfeld, wenn Sie dar\u00fcber fantasieren, die Atomkraft in Ihren L\u00e4ndern auszubauen.<\/p>\n<p>Vertreter_innen von atomstopp werden Anfang Mai nach TSCHERNOBYL reisen, sich ein Bild vor Ort machen, die Folgen des atomaren Irrsinns hautnah betrachten. Wir laden Sie ein \u2013 sehr geehrte Herren Premierminister \u2013 begleiten Sie uns auf dieser Reise nach TSCHERNOBYL. Lassen Sie uns gemeinsam vor verlassenen Gegenden stehen und \u00fcber die \u201eSegnungen\u201c der Atomkraft philosophieren&#8230;   Und dann steht es Ihnen frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Gro\u00dfbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals \u00fcber Kopf ihre H\u00e4user und Wohnungen verlassen m\u00fcssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und fl\u00fcchten. Fl\u00fcchten, vor der t\u00f6dlichen Strahlung. Wollen Sie sich wirklich pers\u00f6nlich f\u00fcr die Schaffung eines derartigen Risikopotenzials in Ihren Heimatl\u00e4ndern verantwortlich machen? Trauen Sie tats\u00e4chlich denjenigen, die, wie zuvor auch in Russland oder Japan ihren politischen Wegbereitern versichert hatten, alles sei ganz harmlos und gefahrenfrei?<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass Sie bei Ihrer Entscheidung f\u00fcr den Ausbau der Atomkraft auch das schlimmste denkbare Szenario ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen: den Supergau.   Die Details unserer Reise lassen wir Ihnen pers\u00f6nlich zukommen. Wir werden es hoch sch\u00e4tzen, wenn Sie sich mit uns diesem Lokalaugenschein stellen!<\/p>\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Roland Egger<br \/>\nGabriele Schweiger<br \/>\nSprecher von atomstopp_oberoesterreich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Premierminister Viktor Orb\u00e1n, David Cameron und Bohuslav Sobotka sollen Aktivist_innen von atomstopp begleiten. 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