{"id":50,"date":"2011-04-04T23:28:20","date_gmt":"2011-04-04T21:28:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?page_id=50"},"modified":"2011-04-06T13:18:31","modified_gmt":"2011-04-06T11:18:31","slug":"spielfilme","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?page_id=50","title":{"rendered":"#  SPIELFILME"},"content":{"rendered":"<p>1. RASPAD<\/p>\n<p>Raspad &#8211; (das hei\u00dft \u00fcbersetzt. Kollaps, Zerfall) titelt sich der 1990 fertiggestellte Film von Michail Belikow. Belikow arbeitete mit seinem Filmteam im Winter und Fr\u00fchjahr 1986 in Kiew, w\u00e4hrend der Super-GAU in Tschernobyl geschah und verlor dort viele Kollegen, Verwandte und Freunde. Er beschloss &#8211; unter teilweise lebensbedrohlichen Bedingungen &#8211; sofort mit den Dreharbeiten f\u00fcr den Spielfilm Raspad zu beginnen.<\/p>\n<p>Sowjetische Strahlung ist die beste der Welt; Kiew im April 1986. Der Journalist Shurawljow wird von dem Reaktorunfall in Tschernobyl \u00fcberrascht, der sich eine Autostunde von ihm entfernt ereignet hat. W\u00e4hrend das Land dem radioaktiven Fallout \u00fcberlassen wird, herrscht nach innen Denkverbot und nach au\u00dfen Nachrichtensperre. Der Journalist bem\u00fcht sich, Nebel und L\u00fcgen in beide Richtungen zu zersto\u00dfen und dringt dabei bis in den Kern der Katastrophe vor. Er scheitert, nicht zuletzt an sich selbst. In Aufarbeitung der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vermittelt dieser Film in eindrucksvollen Bildern die nachfolgenden irreparablen Umweltver\u00e4nderungen und appelliert gleichzeitig an die Notwendigkeit gesellschaftlicher Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Kommentar mga: historische Aufnahmen genial vermischt mit Eindr\u00fccken vom gesellschaftlichen Bild der Zeit verarbeitet er zu einem skurrilen, verst\u00f6renden Spielfilm.<\/p>\n<p>2. ALEXEI TO IZUMI ALEXEJ UND DER BRUNNEN (VHS)<\/p>\n<p>Budische, ein kleines Dorf in der Republik Wei\u00dfrussland. Durch den Reaktorunfall in Tschernobyl wurde es radioaktiv verstrahlt. Nur 55 \u00e4ltere Menschen und ein junger Mann namens Alexej sind geblieben &#8211; weil das Dorf ihre Heimat ist, und weil es dort eine hundert Jahre alte Quelle gibt. Ihr kristallklares Wasser, das der Verseuchung nach dem nuklearen Unfall entging, ist eine wichtige Grundlage f\u00fcr das Leben im Dorf. F\u00fcr viele ist die Quelle sogar der Mittelpunkt ihres Lebens.<br \/>\nJapan, 104 Min. Motohashi Seiichi,<\/p>\n<p>Kommentar des Regisseurs: Ich habe das Dorf Budische schon w\u00e4hrend der Dreharbeiten zu Nadjas Village (1998) drei Mal besucht. Schon damals faszinierte mich der Brunnen, aber er passte nicht in den Film und seine Geschichte. Also beschloss ich, einen weiteren Film in der Region zu drehen. Es war sehr einfach, die Quelle als Mittelpunkt des Lebens dieser erdverbundenen Leute auszumachen. Ich versuchte mir vorzustellen, wie anders mein Leben in Tokyo w\u00e4re, wenn mein Haus eine Quelle h\u00e4tte. Ich f\u00fchlte so etwas wie Neid. Nach den Terroranschl\u00e4gen in New York, als diese Super-Wolkenkratzer binnen Sekunden einst\u00fcrzten, haben wir alle, glaube ich, unseren Sinn daf\u00fcr verloren, wohin wir geh\u00f6ren. Wir wissen, dass wir an gef\u00e4hrlichen Orten leben; nicht so die Einwohner von Budische sie stehen auf festem Boden. (Seiichi Motohashi)<\/p>\n<p>3.  DIE R\u00c4TTIN<\/p>\n<p>Verfilmung des gleichnamigen Romans von G\u00fcnter Grass   Deutschland, 1.30min  VHS<br \/>\nRegie: Martin Buchhorn Darsteller Matthias Habich, Peter Radtke, Sunnyi Melles und Kataharina Thalbach als Stimme der R\u00e4ttin<\/p>\n<p>Die Ostsee steht durch die Massive Vermehrung von Quallen kurz vor dem Umkippen. Gleichzeitig gibt es eine weltweite Rattenplage, die immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe annimmt. Die Frau des Videok\u00fcnstlers Marcus Frank macht eine Expedition, um das Quallen-Problem beurteilen zu k\u00f6nnen, doch eigentlich ist sie mit ihrer rein weiblichen Schiffscrew auf der Suche nach der versunkenen Stadt Vineta, der Stadt der Frauen. Eine Ratte, die Marcus zu Weihnachten bekam, erz\u00e4hlt vom Untergang der Menschen und den Aufstieg der Ratten, die selbst durch Atombomben nicht aufzuhalten sind.<\/p>\n<p>4. SILKWOOD<\/p>\n<p>USA 1983, 131 min  Regie:  Mike Nichols  Darsteller Meryl Streep, Kurt Russell, Cher<\/p>\n<p>Karen (Meryl Streep) arbeitet in einer Plutonium-Fabrik. Nach einem Strahlenunfall geht sie der Sache auf den Grund und st\u00f6\u00dft auf einen Skandal. Karen als engagierte Gewerkschafterin bittet um Aufkl\u00e4rung. Allerdings st\u00f6\u00dft sie auf erbitterten Widerstand von Seiten der Firma, die die Vorf\u00e4lle verharmlost und den Skandal mit allen Mitteln zu vertuschen versucht. Karen wird bald zur Einzelk\u00e4mpferin im Alleingang gegen eine m\u00f6rderische Verschw\u00f6rung. Man ist gewillt, sie mundtot zu machen&#8230; Atomkraft die unsichtbare Gefahr. Ein zu sehr untersch\u00e4tztes Risiko mit vernichtenden, ungeahnten Folgen, die hier schonungslos gezeigt werden. Ein brisantes Thema, mitrei\u00dfend inszeniert und ergreifend gespielt. Der Film ist ein tiefgr\u00fcndiger, ernsthafter Beitrag zur Sicherheit in der Atom-Industrie.<\/p>\n<p>5. DAS CHINA SYNDROM<\/p>\n<p>USA, 1978   122 Min.   Regie: James Bridges<\/p>\n<p>TV-Reporterin Kimberly Wells (Jane Fonda) ist mehr f\u00fcr die &#8222;Stories mit Herz&#8220; zust\u00e4ndig. So ist es dann auch schon fast das h\u00f6chste der Gef\u00fchle, dass ihr Chef sie f\u00fcr eine Reportage \u00fcber neue Energien in das Kernkraftwerk von Ventana schickt. Zusammen mit ihrem Kameramann Richard Adams (Michael Douglas) wird sie dort allerdings Zeugin eines merkw\u00fcrdigen Zwischenfalls: Zun\u00e4chst vibriert die Erde und dann werden alle im Schalterraum so merkw\u00fcrdig hektisch. Offiziell versucht man die Sache zwar nachher als harmlosen Zwischenfall herunterzuspielen, aber nach Ansicht des Filmmaterials sind sich Kimberly und Richard sicher, dass mehr dahinter steckt.<\/p>\n<p>Sie wollen daher auch gleich mit dem Material auf Sendung gehen, Sendechef Don Jacovich (Peter Donat) verwehrt ihnen des nach Abstimmung mit der juristischen Abteilung allerdings zun\u00e4chst. Schlie\u00dflich stehen Kernkraftanlagen unter besonderem gesetzlichen Schutz und alleine das Filmen dort war schon illegal. Adams kann es nicht fassen und bringt das Filmmaterial gewaltsam in seinen Besitz &#8230; Und noch jemand ist die Sache nicht ganz geheuer: Jack Godell (Jack Lemmon), einer der Ingenieure, der mit an dem Atomkraftwerk gebaut hat, stellt Nachforschungen an und stellt fest, dass die Schwei\u00dfn\u00e4hte der Anlage offensichtlich nicht sauber verarbeitet wurden. Er bef\u00fcrchtet, es k\u00f6nne zum &#8222;China Syndrom&#8220; kommen: Bei der n\u00e4chsten Ersch\u00fctterung rei\u00dfen die N\u00e4hte, der Kern beginnt zu schmelzen und bohrt sich durch den Boden &#8211; bis nach China &#8230;<\/p>\n<p>Spannend aufbereitet und erstklassig besetzt ist diese Geschichte, die Ende der 1970er Jahre besondere Brisanz hatte und kurz nach Kinostart leider neue Aktualit\u00e4t bekam, als es im Kernkraftwerk von Harrisburg zu einem schweren Unfall kam. James Bridges&#8216; Film wurde f\u00fcr insgesamt 4 &#8222;OSCAR&#8220;s nominiert (Jane Fonda, Jack Lemmon, Drehbuch und Ausstattung) &#8211; erhielt aber keinen. Schade, da vor allem Jack Lemmon an Ausdruckskraft durchaus \u00fcberzeugen kann &#8211; besonders in der Schlusssequenz&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. RASPAD Raspad &#8211; (das hei\u00dft \u00fcbersetzt. Kollaps, Zerfall) titelt sich der 1990 fertiggestellte Film von Michail Belikow. Belikow arbeitete mit seinem Filmteam im Winter und Fr\u00fchjahr 1986 in Kiew, w\u00e4hrend der Super-GAU in Tschernobyl geschah und verlor dort viele &hellip; <a href=\"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?page_id=50\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-50","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":136,"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions\/136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}