{"id":1650,"date":"2020-10-25T11:42:39","date_gmt":"2020-10-25T09:42:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=1650"},"modified":"2020-12-13T11:48:01","modified_gmt":"2020-12-13T09:48:01","slug":"taxonomie-verordnung-ernst-nehmen-atomkraft-entspricht-nicht-dem-aktionsplan-fuer-nachhaltiges-wirtschaften-eine-mitmachaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=1650","title":{"rendered":"Taxonomie-Verordnung ernst nehmen: Atomkraft entspricht nicht dem Aktionsplan f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften &#8211; Eine Mitmachaktion!"},"content":{"rendered":"<div class=\"primary-column\">\n<p class=\"reading-subtitle\">&#8218;Do No Significant Harm&#8216;, also keine nennenswerten Sch\u00e4den zu verursachen: Genau das kann die Atomkraft nicht. Deshalb darf sie auch keinerlei Benefit erfahren aus der Taxonomie-Verordnung im Rahmen des neuen Finanzierungsplans zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen. Die EU-Kommission muss auf die konsequente Umsetzung der Kriterien achten. Erinnern wir sie gemeinsam daran!<\/p>\n<div class=\"reading-text\">\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verordnung_(EU)_2020\/852_Taxonomie-Verordnung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Taxonomie-Verordnung<\/a> ist ein neues und wichtiges EU-Regulativ, das klar definiert, was k\u00fcnftig als nachhaltige Finanzierung gelten und somit auch besonders im Hinblick auf die Herausforderungen der Klimakrise gef\u00f6rdert werden darf. Und zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung ist wahrlich eine elementare dabei. Obwohl in der Verordnung u. a. das Kriterium des DNSH-Prinzips (&#8218;Do No Significant Harm&#8216;) verankert ist, glaubt die Atomlobby mit den \u00fcblichen, fadenscheinigen Argumenten sich als unterst\u00fctzungsw\u00fcrdig in diesen Aktionsplan hineinreklamieren zu k\u00f6nnen. Vorsicht ist geboten &#8211; um inakzeptable Nachsicht rechtzeitig zu verhindern!<\/p>\n<p>Mehrere internationale Anti-Atom-Organisationen rufen daher auf zu einer Mitmachaktion &#8211; und zwar in Form von E-Mails an zust\u00e4ndige Kommissionsmitglieder. Die Forderung: Es darf auf keinen Fall passieren, dass sich die Atomindustrie wom\u00f6glich \u00fcber irgendwelche Hintert\u00fcrchen Zugang zu Finanzmittel im Rahmen dieses Aktionsplans zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen erschleicht. Die Kommission als H\u00fcterin der Vertr\u00e4ge und verantwortlich f\u00fcr die Einhaltung der Gesetze hat f\u00fcr ein konsequentes Anwenden der Kriterien zu sorgen, muss entschieden jeden m\u00f6glichen Missbrauch durch geschickte Taktik der Atomlobby verhindern. Diese neue Legislative ist ein ma\u00dfgebliches Instrument f\u00fcr die gelingende Umsetzung des Europ\u00e4ischen Green Deals, den sich die EU-Kommission immerhin selbst\u00a0ins Programm geschrieben hat. Wir helfen da gern nach!<\/p>\n<p>atomstopp hat zu diesem Zweck einen Musterbrief gestaltet und l\u00e4dt alle besorgten B\u00fcrger_innen ein, rege davon Gebrauch zu machen! Einfach den Text ganz unten auf dieser Seite oder aus <b><a href=\"https:\/\/atomstopp.at\/downloads\/BesorgteBuerger_in-102020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Pdf<\/a><\/b> kopieren, in eine E-Mail setzen, die entsprechenden pers\u00f6nlichen Daten so wie die Anrede einf\u00fcgen. Nat\u00fcrlich sind auch eigene Formulierungen\/Erg\u00e4nzungen willkommen! Untenstehend finden sich die offiziellen Kontaktadressen speziell involvierter Mitglieder der Kommission. Am besten alle ausw\u00e4hlen und, ganz wichtig: Bitte eine cc-Kopie der E-Mail auch an <a href=\"mailto:post@atomstopp.at\">post@atomstopp.at<\/a> senden &#8211; als Belegexemplar sozusagen, damit wir den \u00dcberblick behalten und auch den beteiligten internationalen Organisationen ein Bild \u00fcber den Umfang der Mitmachaktion vermittelt k\u00f6nnen*.<\/p>\n<p>Gemeinsam sind wir stark, wir freuen uns, wenn viele von euch aktiv werden und sich beteiligen!<\/p>\n<p>Weitere Hinweise:<br \/>\nGabriele Schweiger +43 680 33 33 625<\/p>\n<p>*Selbstverst\u00e4ndlich werden im Sinne der DSGVO keinesfalls personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben!<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n<i>Kontaktadressen Kommissionsmitglieder:<\/i><\/p>\n<p>Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen<br \/>\n<a href=\"mailto:ec-president-vdl@ec.europa.eu\">ec-president-vdl@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Frans Timmermans, Vizepr\u00e4sident<br \/>\nEin europ\u00e4ischer Gr\u00fcner Deal<br \/>\n<a href=\"mailto:\">frans-timmermans-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Validis Dombrovskis, Vizepr\u00e4sident<br \/>\nEine Wirtschaft im Dienste der Menschen<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-dombrovskis-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Dubravka Suica, Vizepr\u00e4sidentin<br \/>\nDemokratie und Demografie<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-suica-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Kommissar Johannes Hahn<br \/>\nHaushalt und Verwaltung<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-hahn-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Kommissarin Mariya Gabriel<br \/>\nInnovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-gabriel-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Kommissar Paolo Gentiloni<br \/>\nWirtschaft<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-gentiloni-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Kommissarin Kadri Simson<br \/>\nEnergie<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-simson-contact@ec.europ<\/a><\/p>\n<p>Kommissar Virginijus Sinkevicius<br \/>\nUmwelt<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-sinkevicius-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>Elisa Ferreira<br \/>\nKoh\u00e4sion und Reformen<br \/>\n<a href=\"mailto:\">cab-ferreira-contact@ec.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><b>Musterbrief besorgter B\u00fcrger_innen<\/b><\/p>\n<p><i>Sehr geehrte [Namen einf\u00fcgen]<\/i><\/p>\n<p>als aktive europ\u00e4ische B\u00fcrgerin \/ aktiver europ\u00e4ischer B\u00fcrger interessiert es mich sehr, welche finanziellen Rahmenbedingungen zur Bew\u00e4ltigung der Klimakrise auf EU-Ebene gesetzt werden. Mit der Taxonomie-Verordnung besteht eine begr\u00fc\u00dfenswerte, wichtige Basis f\u00fcr nachhaltige Finanzierung. Leider musste ich erfahren, dass Lobbyisten der Nuklearindustrie aktuell massiv daran arbeiten, dass auch Investitionen in die Kernenergie als geeignet anerkannt werden sollen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit diesem Schreiben zum Ausdruck bringen, dass ich entschieden dagegen bin, Atomkraft als nachhaltig einzustufen! Atomkraft kann keinen Beitrag zu einer mittel- bzw. langfristig klimaschonenden und dennoch effizienten Energieversorgung leisten, daf\u00fcr ist sie zu langsam, zu teuer und zu gef\u00e4hrlich und alles andere als sauber:<\/p>\n<p><big><\/big><big>\u2022<\/big> Der Bau von AKW dauert Jahrzehnte &#8211; allein das widerspricht der Notwendigkeit des sofortigen Handelns, um das Klima sp\u00fcrbar zu stabilisieren. Erneuerbare Energieprojekte w\u00e4hrend dessen k\u00f6nnen in einem Bruchteil der Zeit rasch und zahlreich realisiert werden.<\/p>\n<p><big><\/big><big>\u2022<\/big> Im Gegensatz zu Erneuerbaren Energiequellen, die laufend deutlich g\u00fcnstiger werden, steigen die Kosten f\u00fcr Atomkraft stetig. Ohne staatliche Finanzhilfen konnten und k\u00f6nnen AKW nie gebaut werden. Rechnet man s\u00e4mtliche Kosten von der ersten Planung eines AKW \u00fcber Bau und Laufzeit bis hin zu R\u00fcckbau und der Endlagerung von Atomm\u00fcll ein, ergibt sich ein wirtschaftliches Desaster der Sonderklasse, das zwangsl\u00e4ufig gegenw\u00e4rtige und vor allem zuk\u00fcnftige Steuerzahler_innen zu tragen haben &#8211; von einer Haftung im Schadensfall ganz zu schweigen!<\/p>\n<p><big><\/big><big>\u2022<\/big> Die Gef\u00e4hrlichkeit von Atomkraft ist mehrfach bewiesen, Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, was der besch\u00f6nigende Begriff &#8218;vernachl\u00e4ssigbares Restrisiko&#8216; in der Realit\u00e4t bedeutet. Besonders versch\u00e4rft w\u00fcrde dieses Gef\u00e4hrdungspotenzial noch zus\u00e4tzlich durch Laufzeitverl\u00e4ngerungen eigentlich ausgedienter Atomreaktoren &#8211; und genau diese schl\u00e4gt die Atomindustrie ja als Mittel gegen den Klimawandel vor.<\/p>\n<p><big><\/big><big>\u2022<\/big> Mit der Vergiftung ganzer Landstriche bei Abbau und Aufbereitung der Roherze f\u00fcr den Brennstoff sowie durch die viele Generationen belastende Erbschaft durch hochradioaktiven Abfall verspielt die Atomkraft sowieso jeden Anspruch auf eine Qualifizierung als nachhaltig saubere Energie.<\/p>\n<p>Aus all diesen Gr\u00fcnden fordere ich Sie dringend auf, nicht den F\u00fcrsprechern der Atomkraft zu folgen und darauf zu beharren: Atomkraft entspricht nicht dem in der Taxonomie-Verordnung festgelegten &#8218;Do No Significant Harm&#8217;\/DNSH-Prinzip &#8211; also der Bedingung, keine nennenswerten Sch\u00e4den zu verursachen. Es darf auf keinen Fall passieren, dass sich die Atomindustrie \u00fcber irgendwelche Hintert\u00fcrchen Zugang zu Finanzmittel im Rahmen dieses Aktionsplans zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen erschleicht. Die neue Legislative ist ein ma\u00dfgebliches Instrument f\u00fcr die gelingende Umsetzung des Europ\u00e4ischen Green Deals. Als H\u00fcterin der Vertr\u00e4ge und verantwortlich f\u00fcr die Einhaltung der Gesetze erwarte ich von Ihnen, ein konsequentes Anwenden der Kriterien der Taxonomie-Verordnung zu sichern.<\/p>\n<p>Mit besorgten, aber dennoch hoffnungsvollen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p>[Name, PLZ, Ort, Datum einf\u00fcgen]<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8218;Do No Significant Harm&#8216;, also keine nennenswerten Sch\u00e4den zu verursachen: Genau das kann die Atomkraft nicht. 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