{"id":1736,"date":"2022-01-18T13:38:53","date_gmt":"2022-01-18T11:38:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=1736"},"modified":"2022-02-28T13:40:19","modified_gmt":"2022-02-28T11:40:19","slug":"atomstopp-massive-unterversicherung-von-akw-widerspricht-der-aufnahme-von-atomkraft-in-die-taxonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=1736","title":{"rendered":"atomstopp: Massive Unterversicherung von AKW widerspricht der Aufnahme von Atomkraft in die Taxonomie"},"content":{"rendered":"<div class=\"primary-column\">\n<p class=\"reading-subtitle\"><em>Atomkraftwerke sind weltweit kategorisch und drastisch unterversichert. St\u00f6rf\u00e4lle, wie sie die Atomindustrie bereits mannigfach bis hin zu den GAUs in Fukushima oder Tschernobyl verursacht hat, haben volkswirtschaftlich ruin\u00f6se Sch\u00e4den zur Folge. Dass nun genau diese Technologie in die EU-Taxonomie, also in den Kriterienkatalog f\u00fcr f\u00f6rderungsf\u00e4higes Wirtschaften im Sinne der Nachhaltigkeit aufgenommen werden soll, stellt unter diesem Aspekt eine nicht hinnehmbare Diskrepanz dar.<\/em><\/p>\n<p>\u00bbZwar hat die Kommission in ihrem Silvester-Vorschlag f\u00fcr eine atomare Taxonomie-Verordnung einige, leider aber zahnlose Konditionen f\u00fcr Kraftwerksbetreiber eingebaut, jeglicher Anspruch auf Haftpflicht f\u00fcr AKW-Betreiber bleibt jedoch gleich ausgespart. Es sollte aber eine Mindestanforderung sein, wenn eine Energiequelle als nachhaltig bewertet werden darf, dass diese auch ausreichend versicherbar ist! Was augenscheinlich nicht der Fall ist, hat doch das franz\u00f6sische Institut f\u00fcr Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) nach der Katastrophe in Fukushima f\u00fcr einen vergleichbaren Atomunfall in Frankreich Kosten von bis zu 430 Milliarden Euro errechnet, die aktuell versicherte Schadenssumme betr\u00e4gt aber gerade mal 0,7 Milliarden! Und gerade Frankreich, mit seinen 56 Meilern ist der Treiber hinter dem Greenwashing von Atomkraft. Daf\u00fcr hat sich Pr\u00e4sident Macron unverhohlen zum Propagandisten gemacht!\u00ab, warnen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.<\/p>\n<p>\u00bbAuch kein anderer Atomstaat hat seine AKW auch nur ann\u00e4hernd ausreichenden versichert. Wir fordern deshalb: F\u00fcr den Fall, dass die Mehrheit der EU-Staaten der Aufnahme der Atomkraft in die Taxonomie zustimmt, muss die \u00d6sterreichische Bundesregierung schon jetzt, in der ihr zustehenden Stellungnahme bis zum 21. J\u00e4nner 2022 darauf bestehen, dass eine Klausel f\u00fcr eine angemessene und einheitliche Haftpflichtversicherung f\u00fcr AKW_Betreiber in die Verordnung einflie\u00dft\u00ab, k\u00fcndigen Schweiger und Egger einen dringenden Appell an die \u00d6sterreichische Bundesregierung an.<\/p>\n<p>\u00bbMit dem vorliegenden Vorschlag werden sich die nationalen Atomlobbyisten leichttun. Selbst den marodesten Meilern werden sie es verstehen, eine Berechtigung auf Laufzeitverl\u00e4ngerung zurecht zu fabulieren. Klare Zahlenvorgaben f\u00fcr angemessene Schadenssummen und daraus resultierende Haftpflichtpr\u00e4mien k\u00f6nnen hingegen nicht leichtfertig weggerechnet werden\u00ab, betonen Schweiger und Egger.<\/p>\n<p>Seit mehreren Jahren besch\u00e4ftigen sich EU-Parlament und EU-Kommission auf <a href=\"https:\/\/atomstopp.at\/haftpflicht.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Initiative von atomstopp und rund 23.500 Unterzeichner_innen<\/a> mit der Forderung nach einer ad\u00e4quaten Haftpflichtversicherung f\u00fcr AKW-Betreiber. Mit durchaus gro\u00dfem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Anliegen, wie Schweiger und Egger berichten: \u00bbSowohl Parlament als auch Kommission setzten sich eingehend damit auseinander, Studien wurden in Auftrag gegeben. Erkenntnisse daraus und bisheriger Verhandlungsstand: Die Notwendigkeit einer Verbesserung des Ist-Zustands in Sachen Schadensdeckung sei in hohem Ma\u00df unbefriedigend, es bestehe Verbesserungs- u. Handlungsbedarf.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWir sehen gerade die Taxonomie-Verordnung als geeigneten Markstein, um endlich klare Bedingungen festzuschreiben. Wie alle anderen Energieerzeuger haben auch Atomkonzerne f\u00fcr einen ausreichend versicherten Schutz f\u00fcr Umwelt und Bev\u00f6lkerung zu Sorgen. Im Sinne der Zukunftsf\u00e4higkeit muss die Absicherung potenzieller Sch\u00e4den im Rahmen eines Green Deals in die Kalkulationen aller Energieversorger eingepreist werden &#8211; Atomkraft darf hier keine Ausnahme bleiben!\u00ab, so Schweiger und Egger abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragehinweise:<br \/>\nGabriele Schweiger 0680\/33 33 625<br \/>\nRoland Egger 0680\/23 93 019<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atomkraftwerke sind weltweit kategorisch und drastisch unterversichert. 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