{"id":376,"date":"2011-12-20T13:36:40","date_gmt":"2011-12-20T11:36:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=376"},"modified":"2011-12-20T13:36:40","modified_gmt":"2011-12-20T11:36:40","slug":"atomstopp-tschechischer-industrieminister-schraubt-atomeuphorie-des-landes-zuruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=376","title":{"rendered":"atomstopp: Tschechischer Industrieminister schraubt Atomeuphorie des Landes zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><em> Atomreaktoren Temelin und Dukovany wurden unter anderem Regime errichtet, wirtschaftliche Situation ist zu beachten, ohne Staatshilfen wird es nicht gehen. <\/em><\/p>\n<p>Der tschechische Industrieminister Martin Kuba l\u00e4sst in einem heutigen Interview mit der regierungsnahen Zeitung PRAVO mit bemerkenswerten Aussagen aufhorchen. Auf die Frage, ob er die geplante Erh\u00f6hung des Atomstromanteils in Tschechien auf mehr als 80% f\u00fcr realistisch h\u00e4lt, meint Martin Kuba: &#8222;F\u00fcr mich selbst muss ich sagen, dass ich diesen Anteil des Atomstroms am Energiemix zu hoch finde. F\u00fcr den Bau solch vieler Atomreaktoren sind riesengro\u00dfe Investitionsmittel notwendig, die CEZ verdienen muss. Es geht nicht darum, dass wir aufs Papier schreiben, es werden so und so viel Prozent sein. Es ist notwendig zuzugeben, dass die gute wirtschaftliche Situation unserer Atomkraftwerke daraus resultiert, dass sie noch im vorigen Regime und unter anderen Investitionsbedingungen errichtet wurden.&#8220;<\/p>\n<p>Und der Generaldirektor des tschechischen Atomkonzerns CEZ gibt in der Freitags-Ausgabe (16. Dezember) der Tageszeitung Mlada Fronta DNES (MFDNES) unumwunden zu, dass mit der Regierung \u00fcber Staatshilfen beim Ausbau des AKW Temelin verhandelt wird, denn so der CEZ-Generaldirektor Daniel Benes: &#8222;Ich kenne n\u00e4mlich kein Atomprojekt auf der Welt, das ohne jegliche Staatsunterst\u00fctzung gebaut wird!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es ist sch\u00f6n, dass man nun auch in Tschechien den Rechenstift z\u00fcckt und anerkennt, dass die Wirtschaftlichkeit der heutigen Atomkraftwerke eng mit dem damaligen kommunistischen Regime zusammenh\u00e4ngt und dass in einer freien Marktwirtschaft der Spielraum f\u00fcr eine hochriskante Ostblocktechnologie einfach enger un  d enger wird! Dass man aber gleichzeitig nach Staatshilfen f\u00fcr den Ausbau von Temelin schreit, ist ziemlich unertr\u00e4glich! Die gleichen CEZ-Manager n\u00e4mlich, die eingestehen m\u00fcssen, den Ausbau von Temelin nur mit Subventionen aus Steuergeldern bewerkstelligen zu k\u00f6nnen, argumentieren dann wieder mit der &#8222;billigen&#8220; Atomkraft!&#8220;, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die heutigen tschechischen Presseberichte.<\/p>\n<p>&#8222;Der Atomeuphorie in Tschechien wird jedenfalls durch die wirtschaftliche Situation ein D\u00e4mpfer erteilt. Entscheidend ist jetzt, dass \u00d6sterreich gegen\u00fcber Tschechien klarstellt: Wir werden euren Atomstrom nicht abkaufen! Damit versch\u00e4rft sich die Wirtschaftlichkeit des Temelin-Ausbaus nochmals und m\u00f6glicherweise bedeutet das ein vorzeitiges AUS f\u00fcr den Temelin-Ausbau! Wir appellieren jedenfalls an unsere Bundesregierung ein wasserdichtes Atomstromimport-Verbot durchzusetzen &#8211; auch als \u00f6sterreichischen Alleingang!&#8220;, so Egger und Schweiger abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\nRoland Egger + 43 680 23 93 019<br \/>\nGabriele Schweiger + 43 680 33 33 625<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atomreaktoren Temelin und Dukovany wurden unter anderem Regime errichtet, wirtschaftliche Situation ist zu beachten, ohne Staatshilfen wird es nicht gehen. Der tschechische Industrieminister Martin Kuba l\u00e4sst in einem heutigen Interview mit der regierungsnahen Zeitung PRAVO mit bemerkenswerten Aussagen aufhorchen. 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