{"id":502,"date":"2012-09-09T15:18:45","date_gmt":"2012-09-09T13:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=502"},"modified":"2012-09-09T15:18:45","modified_gmt":"2012-09-09T13:18:45","slug":"tschechische-regierung-macht-druck-auf-cez-neue-atomreaktoren-zu-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muettergegenatomgefahr.at\/?p=502","title":{"rendered":"Tschechische Regierung macht Druck auf CEZ, neue Atomreaktoren zu bauen!"},"content":{"rendered":"<p><em> Antiatom-Organisationen aus \u00d6sterreich und Tschechien schreiben Briefe an den tschechischen Premierminister<\/em><\/p>\n<p>Gemeinsame Presseaussendung der Antiatom-Organisationen S\u00fcdb\u00f6hmische M\u00fctter, BIU, Calla, atomstopp_atomkraftfrei leben! und M\u00fctter gegen Atomgefahr am 7. September 2012<\/p>\n<p>Weil sich der tschechische Premierminister Petr Necas und seine Regierung f\u00fcr den Ausbau der Atomenergiewirtschaft in der Tschechischen Republik einsetzen, schreiben tschechische und \u00f6sterreichische Antiatom-Organisationen &#8211; S\u00fcdb\u00f6hmische M\u00fctter, BIU, Calla, atomstopp_atomkraftfrei leben! und M\u00fctter gegen Atomgefahr &#8211; ihm jede Woche Briefe. Seit Februar dieses Jahres hat Premierminister Necas 21 Briefe und mindestens ebenso viele Begr\u00fcndungen bekommen, warum der Ausbau Temelins von den Antiatom-Organisationen abgelehnt wird. Die Texte sind auf der Internetseite <a href=\"http:\/\/dopisypremierovi.cz\/index.php?page=main&amp;lang=de\" target=\"_blank\">www.dopisypremierovi.cz<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Die Antworten des Premierministers oder seiner Mitarbeiter auf die Briefe finden sich unter dem entsprechenden Brief.<\/p>\n<p>In den Briefen \u00e4u\u00dfern die Vertreter der Antiatom-Organisationen vor allem negativ zum Bau neuer Atomreaktoren in Temelin. Das Energiekonzept der Tschechischen Republik macht aus dem Land ein atomar-fossiles Freilichtmuseum. Moderne Trends in der Energiewirtschaft, die sich in den letzten Jahren in den meisten hochentwickelten Staaten durchgesetzt haben, werden ignoriert. Weiters werden in den Briefen an den Premier jene Probleme angesprochen, die die Atomenergienutzung mit sich bringt &#8211; vom Risiko eines SuperGAUS, \u00fcber die durch den Staat eingeschr\u00e4nkte Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den im Katastrophenfall, die gesundheitlichen und sozial &#8211; \u00f6konomischen Auswirkungen ein es schweren Unfalls vor dem Hintergrund der Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima, die Wirtschaftlichkeit der Atomstromproduktion, die Problematik des abgebrannten Kernbrennstoffes und die vergebliche Endlagersuche.<\/p>\n<p>&#8222;Ein gro\u00dfes Problem des Baues eines neuen Atomkraftwerks scheint auch die \u00f6konomische R\u00fcckverg\u00fctung dieser Investition f\u00fcr Hunderte Milliarden Kronen zu sein. Die Firma CEZ ist sich \u00fcber das \u00f6konomische Risiko bewusst und verhandelt jetzt mit bei den Politikern \u00fcber Bedingungen, unter denen der Konzern bereit ist, in den Atomenergiebereich zu investieren. Wenn Temelin gebaut wird, werden wir alle seinen Bau \u00fcber den Strompreis bezahlen m\u00fcssen. Das bedeutet, dass die Atomindustrie auch nach mehr als 50 Jahren ihrer Existenz immer noch nicht im Stande ist, der Konkurrenz auf dem Markt zu standzuhalten. Auch das kritisieren wir in unseren Briefen an den Premierminister,&#8220; so die Vertreter der Antiatom-Organisationen.<\/p>\n<p>&#8222;Zu diesen Briefen inspirierte uns eine \u00e4hnliche Aktion aus den Jahren vor der Zwentendorf-Volksabstimmung im Jahr 1978, als Frau Traudy Rinderer jeden Tag Briefe an den damaligen \u00f6sterreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky geschickt hat, um ihren Protest gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Zwentendorf zu \u00e4u\u00dfern. Die gleiche Aktivit\u00e4t hat sie in den 80-iger Jahren wiederholt, als sie sich an den damaligen bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Franz-Josef Strau\u00df gewandt hat. Zu dieser Zeit hatten Massenproteste der \u00d6ffentlichkeit gegen den geplanten Bau der Wiederaufbereitungsanlage im bayerischen Wackersdorf ihren H\u00f6hepunkt. Dieser Bau wurde letztendlich gestoppt, wie auch das Atomkraftwerk in Zwentendorf nicht in Betrieb genommen,&#8220; erkl\u00e4ren die Organisatoren der &#8222;Briefkampagne&#8220;.<\/p>\n<p>Kontakte:<\/p>\n<p>Monika Machov\u00e1 Wittingerov\u00e1, S\u00fcdb\u00f6hmische M\u00fctter, jihoceske.matky@ecn.cz , tel.: +42 0 603 516 603<br \/>\nPavel Vl\u010dek, BIU, pavel.vlcek@oizp.cz , tel.: +42 0 777 006 241<br \/>\nEdvard Sequens, Calla, edvard.sequens@calla.cz, tel.: +42 0 602 282 399<br \/>\nGabi Schweiger, M\u00fctter gegen Atomgefahr, schweigab@aon.at,+43 680 33 33 625<br \/>\nRoland Egger, atomstopp_atomkraftfrei leben!, roland.egger@atomstopp.at, tel: +43 680 239 3019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antiatom-Organisationen aus \u00d6sterreich und Tschechien schreiben Briefe an den tschechischen Premierminister Gemeinsame Presseaussendung der Antiatom-Organisationen S\u00fcdb\u00f6hmische M\u00fctter, BIU, Calla, atomstopp_atomkraftfrei leben! und M\u00fctter gegen Atomgefahr am 7. 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