Tschernobyl – das 5. Katastrophenjahrzehnt beginnt

„Willkommen“ im bereits 5. Jahrzehnt der andauernden Katastrophe von Tschernobyl – so könnte man, zynischerweise, die neueste Podcastausgabe von ‚Don’t Nuke the Climate‘ zusammenfassen. Und es wird noch komplexer, in diesem 5. Jahrzehnt, denn der russiche Angriffskrieg auf die Ukraine verschlimmert die Situation zusätzlich und nachhaltig. Günter Hermeyer und Gabi Schweiger berichten dazu – unter Anderem mit der Vorstellung einer soeben erschienene Analyse von Greenpeace, die aufzeigt, wie nahe das Risiko einer nächsten, global wirkmächtigen atomaren Katastrohe droht – einerseits . Denn real katastrophal sind – andreseits – die Kostenanforderungen eines einzigen Drohnenangriffs auf das ‚New Safe Confinement‘ über dem havarieten Reaktor in Tschernobyl schon jetzt.

Aber es gibt auch positives zu berichten. Aus Norwegen zum Beispiel, wo eine Kommission der Regierung nach eingehender Begutachtung empfiehlt, lieber die Finger von Atomkraft zu lassen. Oder aus Grönland, wo sich das Parlament gegen u.A. die Schürfrechte für Uran entscheidet. Und auch der Trump-Umkehreffekt ist zu erwähnen, denn aufgrund der aktuellen fossilen Energiekrise schießt der Ausbau von Erneuerbaren Energien geradezu durch die Decke!

Hombase für diesePodcast-Serie ist wie immer das Freie Radio Freistadt, Rückmeldungen bitte gern unter mga.frf@gmail.com

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Der Uranatlas – Daten & Fakten über den Rohstoff des Atomzeitalters

Cover Uranatlas 2026 ©Tanja HoffmanVom Rohstoff Uran bis zur Atombombe, von der ausbeuterischen Erzgewinnung bis zur gefahrvollen Erzeugung von Strom aus Atomkraftwerken, über die Geschäftsinteressen, über geopolitische Machtkalküle, nicht zuletzt auch über das Totalversagen aller Akteure im Umgang mit strahlendem Müll – der URANAtlas, 2019 erstmals veröffentlicht, zeigt die komplexen Verschlingungen der Atomwirtschaft  umfang- und aufschlussreich auf. Anlässlich der 2026 erweiterten Neuauflage stellen wir  in unserem aktuellen Podcast Don’t Nuke the Climate dieses äußerst empfehlenswerte Nachschlagewerk vor.

Hinweis:
Der URANAtlas in seiner 3. Auflage ist ein Kooperationsprojekt und wird gemeinsam herausgegeben von
Nuclear Free Future Foundation 
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Umweltstiftung Greenpeace
Bund für Umwelt und Naturschutz
.ausgestrahlt
IPPNW – Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung
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Fukushima strahlt immer!

Am 10. März 2026 gemahnten die engagierten Kämpfer_innen der Wiener Plattform Atomkraftfrei! gemeinsam mit den Gewerkschafter:innen gegen Atomenergie beim Wiener Stephansplatz der Atomkatastrophe von Fukushima. Dieses Video von Jewgenij Kuschnow  ist dabei entstanden, Mütter gegen Atomgefahr waren auch vor Ort – und durften ganz spontan mit reinfunken!

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Fukushimas Warning

Mütter gegen Atomgefahr unterstützen die Petition Fukushimas Warning, gestartet von der flämischen Organisation 11Maart Beweging anlässlich des Fukushima Jahrestags. Die Forderung darin, die am 11 März in Brüssel im Rahmen einer Protestkundgebung an die Europäische Union übergeben wird:

Stop financing nuclear problems and start implementing climate solutions

Hintergrund:
Die Katastrophe von Fukushima jährt sich heuer zum 15. mal – und die japanische Regierung will AKWs, die seit 2011 auf Grund der latenten Erdbebengefährdung zu Recht abgeschaltet waren, reihenweise wieder in Betrieb nehmen. Diese Entwicklung stellt ein Paradebeispiel dar, wie realitätsverweigernd und menschenverachtend die Atomlobby ihre Interessen politisch durchzudrücken versucht.

Mehr dazu auch in unserem Podcast ‚Don’t Nuke the Climate‘ im Feber 2026, erstausgestrahlt wie immer an jedem 4. Dienstag im Monat um 15 Uhr im  Freien Radio Freistadt bei einem Gespräch mit einem der Initiator, Marc Alexander.

Don’t Nuke the Climate: Fukushimas Warning – auch zum Nachhören auf allen gängigen Podcastplattformen!

Weitere internationale Aktivitäten zum Fukushima-Bedenktag:

Wiener Plattform Atomkraftfrei
 .ausgestrahlt
IPPNW
Campact

 

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Atomverseuchte EU-Taxonomie: wie verbessern?

„Die Initiative wird den delegierten Rechtsakt der EU zur Umwelttaxonomie überprüfen, um die technischen Prüfkriterien zu aktualisieren und zu vereinfachen.“ So  lautet der Anspruch dieser EU-Konslutation, zu der die Öffentlichkeit bis 5. Dezember d. J. Stellungsnahmen einbringen konnte. Was aber, wenn das gesamte Regulativ – also die EU-Taxonomie in geltender Rechtsform selbst – in Frage zu stellen ist, da darin vorgesehen ist, Investitionen in Atomkraft  als nachhaltiges Wirtschaften geltend machen zu können? Hier unsere Eingabe – ein Versuch:

Es ist müßig, Verbesserungsvorschläge und Vereinfachungen für Prüfkriterien einer Verordnung zu diskutieren, deren grundsätzliche Ausrichtung in-sich fragwürdiger nicht sein könnte.

Mittels Taxonomie-Verordnung den ‘Green Deal’ mit einer finanziellen Orientierungshilfe, einer Art ‚Investitions-Kompass‘ auszustatten, war eine begrüßenswerte Ambition. Im zweiten Delegierten Rechtsakt zur EU-Taxonomie hat die EU-Kommission jedoch auch der Atomindustrie den prinzipiellen Zugang als Maßnahme für nachhaltiges Wirtschaften eröffnet. Damit hat sie dem Regelwerk in seiner Gesamtheit den ungustiösen Stempel der Unglaubwürdigkeit aufgedrückt. Ein historischer Fehler.

„Do-No-Significant-Harm“ – eine Bedingung, die Atomanlagen gleich in mehreren Kategorien nicht erfüllen können. Vom Abbau radioaktiver Materialien, deren Aufbereitung bis hin zur Zwischen- und Endlagerung abgebrannter Brennstoffe – nichts davon kann ohne erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt bewerkstelligt werden. Mangelnde Resilienz gegen bereits jetzt unleugbare und unumkehrbare meteorologische Auswirkungen durch den Klimawandel wie Überflutungen, Dürren, Flächenbrände reihen sich dazu und befeuern die potenziell ohnehin hohe Störanfälligkeit der sensiblen Anlagen noch zusätzlich.

Sämtliche Ausprägungen von Atomanlagen sind bekanntermaßen Technologien, die zu risikobehaftet sind, um auch nur annähernd ausreichend Haftpflicht-versicherungsfähig zu sein. Allein dieses Merkmal sollte ausschließen, dass sowohl Neubau als auch Laufzeitverlängerungen von AKW in einen Kriterienkatalog für Investitionen in wirtschaftlich nachhaltiges Handeln einbezogen werden dürfen.

—>   Wie auch die Republik Österreichisch fordern wir, die Förderwürdigkeit von Atomkraft im Rahmen der Taxonomie-Verordnung zu streichen.

 

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