atomstopp und Klimastreik: Die gehen gut zusammen!

Klimaschutz und Atomkraft? Geht gar nicht!

Am 29. November 2019, dem 4. Earth Strike Day, gemeinsam mit atomstopp in Linz ein deutliches Zeichen setzen für Klimagerechtigkeit ohne Atomkraft. Wer will mit uns geh’n? Treffpunkt: ab 12:45h bei den Löwen am Hauptbahnhof.

„Die Atomindustrie setzt sich anlässlich der Klimadebatte ein Tarnkapperl auf und will plötzlich zum Klimaretter werden. Das ist reine Image-Politur, denn sie ist vielmehr Teil des Problems, denn der Lösung! In unsrer neuesten Radiosendung atomstopp im Freien Radio Freistadt beleuchten wir anhand des World Nuclear Industry Status Reports WNISR, was die Atomkraft wirklich kann, weltweit – oder besser gesagt: eben nicht! Ein ganz wesentlicher Punkt dabei ist: Die Atomkraft kann unser Klima nicht retten! Wir müssen jetzt auftreten, um diesem tendenziösen Schwindel Einhalt zu gebieten – noch bevor jemand daran zu glauben beginnt!“, alarmieren Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Warum dennoch weltweit das Bild vorherrscht, ohne Atomkraft ginge gar nichts, liegt an einer gut vernetzten Propaganda-Struktur. Mit schöngedrehten Statistiken und Prognosen wird die Performance der Atomkraft zu einem Erfolgsmodell hochgelogen. Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA, die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM, unzählige Lobbyisten-Vereine, flankiert von den nationalen Atomenergie-Behörden der AKW-betreibenden Staaten: Das alles sind geschickte Heilsredner einer Industrie, die es zu gerademal 4,4% Anteil an der weltweiten Energieversorgung bringt. Eine Erörterung, wie mit diesem Potenzial der Klimawandel eingebremst werden sollte, bleiben die Propagandisten freilich schuldig“, stellen Schweiger und Egger fest.

„Horrende Kosten, die ohne öffentliche Subventionen noch nie zu stemmen waren, jahrzehntelange Bauzeiten, Umweltzerstörung vom Uranabbau bis zur hochradioaktiv strahlenden Hinterlassenschaft, vertuschte Verstöße während der Betriebsdauer – und diese soll dann noch ungeniert nach Ablauf der vorgesehenen Laufzeit verlängert werden. Von raumgreifenden Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima ganz abgesehen… Das ist die wahre, desaströse Bilanz der Atomkraft und damit ist nur ein weiteres Gefährdungs-Szenario eröffnet, das unseren Planeten bedroht. Dagegen auf die Straße zu gehen lohnt sich allemal!“, machen Schweiger und Egger abschließend klar.

Hinweis: atomstopp empfiehlt: KLIMAVOLKSBEGEHREN UNTERSCHREIBEN!

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Antiatom-Urgesteine Mathilde Halla und Fritz Witzany ausgezeichnet

Diesjähriger Sonne & Freiheit-Anerkennungs-Preis geht an Halla und Witzany für ihr Lebenswerk

Eine ehrenvolle Auszeichnung, verliehen vom tschechisch-österreichischen Verein ‚Sonne & Freiheit’, durften kürzlich Mathilde Halla aus Linz/Urfahr und Fritz Witzany aus St. Florian für ihr Lebenswerk entgegen nehmen. Besonders bemerkenswert dabei ist wohl, dass hier zwei wesentliche Speerspitzen im Aktivismus gegen das AKW Temelin von einer ausdrücklich grenzüberschreitenden Initiative gewürdigt werden. Überreicht wurde der Preis – Windkraft-Aktien – durch Sonne & Freiheit-Obmann Bernhard Riepl im südböhmischen Ort Sacherles.

„Mathilde und Fritz sind Urgesteine der österreichischen Antiatombewegung, haben sich als wesentliche, umtriebige Kräfte im Zwentendorf-Widerstand verdient gemacht und sind auch dafür mitverantwortlich, dass kein weiteres AKW, nämlich in St. Pantaleon, etwa 30 km von Linz entfernt, gebaut wurde. Mit diesen Erfolgen damals in den späten 1970ern etablierten sie die ‚ÖO Plattform gegen Atomgefahr‘ als Drehscheibe der wachsenden Antiatom-Bewegung, Mathilde gründete die ‚Mütter gegen Atomgefahr‘. Das hartnäckige Weiterkämpfen für eine atomkraftfreie Zukunft wurde ausgeweitet. Gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, grenznahe AKW sowie Zwischen- und Endlager für Atommüll wurden laute Proteste organisiert. Es folgten nationale und internationale Vernetzungen, die bis heute wichtige Grundlagen für unsere Arbeit darstellen!“, freuen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich, die auf dieser soliden Basis das Antiatom-Engagement weitertragen.

„Bis heute sind sowohl Mathilde als auch Fritz aktiv, die mittlerweile vielfach enkelbereicherten Familien werden konsequent in Aktivitäten miteinbezogen. Besonders unverzichtbar sind die beiden klarerweise, wenn es um die Aufbereitung und Vermittlung der geschichtlichen Entwicklungen geht – wie etwa für unsere Ausstellung ‚Zwentendorf.40‘ oder den Dokumentarfilm ‚Atomlos durch die Macht‘. Mit Freude stellen sie sich dann zur Verfügung, um mit Erzählungen, Reflektionen und wertvollen Hinweisen zum reichen Archiv auch für jüngere Generationen begreiflich zu machen, was mit Widerstand und konstruktiver Bürgerbeteiligung erreicht werden kann!“, bestätigen Schweiger und Egger die berechtigte Würdigung für das immer noch andauernde Lebenswerk abschließend.

Hinweise zur Spurensuche in der österreichischen Antiatom-Bewegung:

→ Die Ausstellung ‚Zwentendorf.40 – Widerstand für die Zukunft‘ darf gern kostenlos ausgeborgt werden
→ Der Film ‚Atomlos durch die Macht‘ von Markus Kaiser-Mühlecker ist verfügbar über Education Group Medien, Klimabündnis OÖ oder per Direktverleih für Kinos bei KM Film

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Temelin-Turbine zwingt AKW erneut zum Stillstand

Schwankende Außentemperaturen machen dem in die Jahre gekommenen AKW schwer zu schaffen. Währenddessen bereitet der Betreiber CEZ drastische Laufzeitverlängerungen vor. Die österreichische Bundesregierung ist dringend aufgefordert, von der tschechischen Republik eine – wie vom Europäischen Gerichthof kürzlich als zwingend erkannte Umweltverträglichkeitsprüfung – zu verlangen!

„Einmal mehr musste heute der Block I des AKW Temelin notabgeschaltet werden, Grund dafür waren offensichtlich Turbinenschwingungen. Das ist nicht neu, Probleme mit der Turbine begleiten die Geschichte des tschechischen Atommeilers seit seiner Zündung“, erinnern Gabriele Schweiger und Roland Egger an zahlreiche Notabschaltungen auf Grund von Turbinenvibrationen.

„Dass diese immer wiederkehrenden Schwierigkeiten auf grundsätzliche Konstruktionsschwächen hinweisen, konnte nie von der Hand gewiesen werden. Beim heutigen Zwischenfall mutmaßen die Techniker allerdings, die unverhältnismäßigen Turbinenschwingungen seien auf Grund von Schwankungen der Außentemperatur zustande gekommen. Befremdlich, denn signifikante Temperaturunterschiede innerhalb kurzer Zeit sind in unseren Breiten wohl keine Seltenheit, technische Komponenten in Risiko-Anlagen müssen entsprechend ausgelegt sein!“, kritisieren Schweiger und Egger.

„Besonders im Hinblick auf die Klimaveränderung, die zweifelsfrei immer extremere Wetterbedingungen hervorrufen wird, stellt sich die Frage einer generellen Neubewertung! Gerade jetzt, wo der Temelin-Betreiber CEZ nach dem bevorstehenden Ablauf der ursprünglichen Betriebsgenehmigung drastische Laufzeitverlängerung auf mindestens 60 Jahre vorbereitet, muss und kann gehandelt werden: Der Europäische Gerichtshof kam kürzlich zu dem Urteil, dass Laufzeitverlängerungen alter AKW einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden müssen. Es ist also dringend notwendig, dass die österreichische Bundesregierung auf Basis dieser Präzedenz-Rechtsprechung umgehend ein Verfahren einfordert!“, verlangen Schweiger und Egger abschließend.

Rückfragehinweis:

Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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atomstopp: Klimawandel darf kein Türöffner für Renaissance der Atomkraft werden

Weltweiter Klimastreik-Tag – die Anti-Atom-Bewegung ist mit dabei

„Abertausende, vor allem junge Menschen, werden heute wieder im Zeichen des Klimaschutzes durch die Straßen ziehen, weltweit in schier unüberschaubar vielen Städten auf der ganzen Erde. Auch in Linz – atomstopp wird hier mit dabei sein. „Unter dem Motto atomstopp_for future wollen wir uns solidarisch erklären mit der völlig zu Recht aufgeweckten, besorgten Jugend, die gegen eine viel zu laxe Klimapolitik aufbegehrt. Das Versäumnis der Regierenden, zukunftstaugliche Maßnahmen gegen den immer rascher fortschreitenden, vom ungebremsten Wirtschaftswachstum verursachten Klimawandel zu setzen, ist nicht entschuldbar. Die Proteste dagegen verdienen jede Unterstützung und die werden wir einbringen!“, kündigen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich an.

 

„Es ist aber ist nicht nur die Solidarität, die uns antreibt, es gibt auch noch einen anderen Grund: Absurderweise versucht nämlich ausgerechnet die Atomindustrie, sich als Klimaretter ins Spiel zu bringen. Doch das propagierte Potenzial der Atomkraft als Lösung gegen die Klimazerstörung basiert auf falschen, verlogenen Versprechungen. Wir fühlen uns verpflichtet, das Wissen um diese Lügen der Atomlobby in den Diskurs einzubringen. Es muss von vornherein verhindert werden, dass jugendliche Aktivist_innen, für die Erfahrungen wie der Kampf gegen Zwentendorf oder der SuperGAU in Tschernobyl bestenfalls Einträge im Geschichte-Lehrbuch sind, auf Propaganda der Atomwirtschaft hereinfallen könnten! Atomkraft ist kein Klimaretter, AKW als KLIMASCHUTZ? NEIN DANKE! Unsere Pappschilder stehen bereit, die Flugzettel mit einem kurzgefassten Argumentarium auch. Der Marsch kann beginnen!“, versichern Schweiger und Egger abschließend.

Hier kann unsere laufende Petition unterzeichnet werden – AKW als KLIMASCHUTZ? NEIN DANKE!

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Antiatom-Politik bei manchen Parteien offenbar keine Chefsache

ÖVP, SPÖ und NEOS scheitern an 3-Minuten-Challenge

Schon traditionell ersucht atomstopp wahlwerbende Parteien ihre Anti-Atom-Position darzustellen. Bei vergangenen Wahlen war es kein Thema, von allen umfassende Stellungnahmen zu erhalten. Die heurige Herausforderung allerdings – die Stellungnahme persönlich von den Spitzenkandidat_innen und per Video – war für manche Parteien unüberwindbar: Trotz Inaussichtstellung, sich um das Anliegen zu kümmern, konnten sich die Listenersten von SPÖ und NEOS zu keiner Videobotschaft durchringen, die neue ÖVP hat auf die Anfrage von atomstopp gleich gar nicht erst reagiert.
„Bei KPÖ, Wandel, der Liste JETZT, der FPÖ und den Grünen wurden von den Spitzenkandidaten persönlich Videobotschaften übermittelt. ÖVP, SPÖ und NEOS scheiterten allerdings an der 3-Minuten-Challenge. Und das ist bedauerlich“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Der Schluss liegt nahe, dass Antiatom-Politik für ÖVP, SPÖ und NEOS offenbar keine Chefsache ist, sondern Personal mit der schriftlichen Beantwortung der Anfragen betraut wird. Es kann also bezweifelt werden, dass deren Spitzenkandidat_innen sich selber mit dem Antiatom-Thema auch nur im entferntesten beschäftigt haben“, so Schweiger und Egger weiter.

„Es wundert somit nicht, wenn der europäische Atomausstieg nicht vom Fleck kommt, wenn es immer noch keine europaweit einheitliche Haftpflichtversicherung für Atomanlagen gibt, die europäische Atomindustrie weiterhin über EURATOM kräftig unterstützt wird. Denn um diese heiße Eisen anzurühren, ist Chefkompetenz gefragt, muss Gesicht gezeigt werden. Wir appellieren dringend an alle wahlwerbenden Spitzenkandidat_innen, sich persönlich und ernsthaft für eine ambitionierte Antiatom-Politik einzusetzen. Und zwar jetzt!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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