atomstopp: Worauf warten wir noch, Herr Kern?

EURATOM – 60 Jahre sind genug!

„Bundeskanzler Christian Kern wirft im Rahmen seiner Rede zur Zukunft Österreichs am 11. Jänner in Wels die Frage auf ‚Worauf warten wir noch?‘ und liefert die Antwort ‚Zeit, die Dinge neu zu ordnen‘ gleich dazu. Dem können uns wir aus der Antiatombewegung nur anschließen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. 

„Viel zu lange warten wir schon, dass Österreich endlich aus EURATOM aussteigt – denn so viel ist klar: Mit einer Revision des Vertrags zur Europäischen Atomgemeinschaft, wie uns das alle bisherigen Bundesregierungen wiederholt versprochen hatten, wird es bestimmt nichts mehr werden! Bundeskanzler Kern tut gut daran, endlich einzugestehen, dass aus einem Atomförderverein heraus keine Antiatompolitik zu machen ist! Die Dinge gehören dringend neu geordnet!“, so Schweiger und Egger, die seit Jahworauf_wartenren dafür kämpfen, dass die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM ein Ende findet.

„Österreich, als erklärt atomkraftfeindliches Land muss beispielhaft vorangehen und mit einem Ausstieg aus EURATOM diese völlig veraltete Institution in Frage stellen! Wir sind überzeugt, dass dadurch eine Diskussion auf europäischer Ebene angeregt wird, die letztlich zu einem Aus für den längst überholten, nicht mehr zeitgemäßen Vertrag führen wird. Auch in anderen Staaten, wie zum Beispiel in Deutschland, wo der Atomausstieg voll im Gange ist, wird ernsthaft über so einen Schritt nachgedacht. Die Zeit ist reif, für eine Neuordnung der Dinge in Sachen zukunftsfähige Energiepolitik, nicht nur für Österreich, sondern auch für die Zukunft Europas!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: EURATOM laut Medienkritiker eines der bestverdrängten Themen

60 Jahre Fördervertrag für die Atomindustrie sind genug!

Die INA, die Initiative Nachrichtenaufklärung e.V., zeigt 2016 die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM als eines der bestverdrängten Themen in deutschen Medien auf.

„Das können wir auch für Österreich bestätigen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Die medienkritische NGO INA macht regelmäßig auf Themen und Nachrichten aufmerksam, die von den deutschen Massenmedien vernachlässigt werden. Einmal jährlich präsentiert die INA die Top Ten dieser Erkenntnisse – diesmal auf dem 2. Rang des Verschweigens, also ganz vorne mit dabei, der EURATOM-Vertrag und seine fatale Wirkung auf das energiepolitische Entwicklungspotential Europas.

„EURATOM bekommt in der Medienberichterstattung viel zu wenig Platz – und das obwohl es sich bei dieser Fördergemeinschaft um die elementare Grundlage für den europäischen Atomwahnsinn handelt“, so Schweiger und Egger, die seit vielen Jahren für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der EURATOM-Problematik kämpfen. „Wir reden gegen zunehmend taube Ohren, zuständige Politiker_innen reagieren mit genervtem Augenrollen. Und das, obwohl längst klar ist: Ohne diesen unheilvollen Vertrag gäbe es die Atomindustrie in Europa mitsamt ihrer Vormachtstellung definitiv nicht mehr!“

Große Hoffnung setzten die beiden auf das frische Jahr 2017, denn der EURATOM-Vertrag mitsamt seinen Privilegien für eine einzelne Industrieform wird heuer sagenhafte 60 Jahre alt. „Wir werden nicht aufhören, den blinden Fleck EURATOM solange zu thematisieren, bis endlich Bewegung in die Jahrzehnte lange Blockadestrategie kommt. Atomkraft hat schon bisher viel zu viel Unheil über die Welt gebracht, allein diese Folgen zu beseitigen, wird noch Generationen nach uns dauerhaft fordern! Die Europäische Union muss dringend Rahmenbedingungen schaffen, die der Atomindustrie endlich auf einen Platz verweisen, der ihr zusteht, nämlich den in den Geschichtsbüchern als antiquiert, gefährlich und völlig unzeitgemäß“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

http://www.derblindefleck.de/top-ten-der-vernachlaessigten-nachrichten-2016/

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atomstopp: AKW Mochovce in Krisensituation nicht beherrschbar

Intervention durch BM Rupprechter auf lakonisches Schulterzucken der slowakischen Regierung gefordert!

„Ein Alarmsignal der Sonderklasse, das sich die slowakische Regierung im Bezug auf Krisenmanagement im AKW Mochovce leistet: Anhand einer Evaluierung, die von einem sturmbedingten Zusammenbruch der Infrastruktur ausgeht, wurde festgestellt, dass die Situation unterm Strich nicht beherrschbar wäre und wohl völlig entgleiten würde!“, sind Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf den kürzlich durchgesickerten Faktenbericht empört.

„Tschechische NGO-Kolleg_innen machten uns darauf aufmerksam, dass am 1. 12. 2016 in der slowakischen Tageszeitung >Dennik N< über untragbare Missstände im Katastrophenmanagement rund um Mochovce berichtet worden war. In der Übersetzung ist sinngemäß die Rede von: nicht vorhandenen Koordinierungsplänen für einen Notfalleinsatz, von einem 7/24 Bereitschaftsdienst der ebenso unterbesetzt wie unterbezahlt ist, von unzureichenden Ersatzstromquellen, von nicht existenten Kommunikationsstrukturen! Dazu fehle noch eine taugliche Strahlenauswertung, von einem gesicherten Frühwarnsystem ganz zu schweigen! Kurzum: An einen Schutz der Bevölkerung, an eine geordnete Evakuierung ist nicht zu denken. Dennoch zucken die Verantwortlichen in der slowakischen Regierung dazu offensichtlich nur lakonisch mit den Schultern – und segnen den haarsträubenden Bericht einfach als Status quo ab!“, so Schweiger und Egger weiter.

Das AKW Mochovce liegt etwa 120km von Bratislava entfernt – und somit auch bedrohlich nahe zur österreichischen Grenze. Es gilt seit Jahren als eines der gefährlichsten Atomkraftwerke weltweit, das Design stammt aus den Neunzehnsiebzigerjahren, einer Zeit also, wo Sicherheitskultur in Atomanlagen kein großes Thema war. Die zwei laufenden Reaktoren verfügen über keine Schutzhülle, ebenso die beiden Reaktoren 3&4, die derzeit auf Grundlage von Jahrzehnte alten Baugenehmigungen errichtet werden.

„Umweltminister Andrä Rupprechter ist dringendst gefordert, bei seinem Amtskollegen Lászlo Solymos zu intervenieren! Es darf keinesfalls hingenommen werden, dass in unserer unmittelbaren Nähe eine Ausprägung von Katastrophenschutz geduldet wird, die diesen Namen nicht verdient! Ein AKW wie Mochovce zu betreiben und auszubauen ist schon Affront genug, dass aber allein jederzeit erwartbare Wetterbedingungen schon zum unbeherrschbaren Horrorszenario für die Bevölkerung führen würden, muss umgehend gestoppt werden.“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

 

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atomstopp: Trotz ‚Nein‘ der Schweizer_innen ist der Atomausstieg auf Schiene

Kampagne für Haftpflicht für AKW-Betreiber auch für die Schweiz!

„Auch wenn die Schweizer_innen heute für einen Atomausstieg zum ‚St- Nimmerleins-Tag‘ gestimmt haben – die Diskussion, um die Abschaltung aller Reaktoren terminlich zu fixieren, ist unumstößlich eingeleitet!“, reagieren Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich auf das ‚Nein‘ zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie in der Schweiz.

Bundesrat und Regierung hatten nach Fukushima zwar ein Auslaufen der Atomkraft in der Schweiz beschlossen, jedoch ohne konkretes Ausstiegsdatum. Schon im Vorfeld des Referendums hatten Stimmen aus Parteien, die diesem Beschluss die Mehrheit gebracht hatten, ihre Meinungsänderung angedeutet. So hieß es beispielsweise aus der CVP >Es war ein Fehler, auf Abstellregeln zu verzichten, das hat der Abstimmungskampf gezeigt… Wenn das Volk knapp Nein sagt zur Initiative, müssen wir dem Rechnung tragen<.

„Wir werden auf jeden Fall bei unserer Kampagne ‚Haftung für Atomkraftwerksbetreiber‘ nun auch die schweizerischen Antiatomkolleginnen einbinden! Denn, auch wenn unsere Petition an das Europäische Parlament gerichtet ist und die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied auszuschließen scheint, so wäre die Betroffenheit bei einem mögliche Unfall in einem schweizerischen AKW durchaus eine europäische! In der Schweiz läuft mit Beznau I immerhin das älteste AKW weltweit und die Anfälligkeit für schwere Unfälle steigt mit dem Alter der Meiler drastisch an.“, so Schweiger und Egger weiter.

Die Petition ‚Atomkraft: Haftung für Schäden muss endlich Pflicht der Betreiber werden!‘ kann hier ganz einfach online unterzeichnet werden 

„Gerade die Wirtschaftlichkeit von Atomreaktoren spielt in der Schweiz eine wesentliche Rolle. Gelingt es, den Kostenfaktor Haftpflichtversicherung zu forcieren, so wird die fehlende Kostenwahrheit und damit einhergehend das Hasardspiel besser sichtbar! Wir zählen darauf, dass diese Überlegung gerade in der ökonomisch tickenden Schweiz zum Thema werden kann!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weiter Hinweise:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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atomstopp: Schweiz stimmt über nationale Energiezukunft ab

 

Ende für Atomabhängigkeitsfalle greifbar!


„Mit großer Spannung schauen wir diesen Sonntag auf unser westliches Nachbarland, wenn die schweizerische Bevölkerung aufgerufen ist, über ihre Energiezukunft abzustimmen. Aus Sicht von atomstopp wäre es ein wichtiges und für ganz Europa signalgebendes Zeichen, wenn die ‚Initiative für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie‘ das nötige Votum erreicht. Gewinnt die ‚Atomausstiegs-Initiative‘, so gewinnt auch die Schweiz selber, weil sich die Wirtschaft endlich aus der Atomabhängigkeitsfalle befreien kann!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Will man das Energiekonzept erfolgreich auf Erneuerbare umstellen, so braucht es natürlich Anreize. Schließlich wurde auch die Atomenergie ausschließlich auf Grund jahrzehntelanger, offen er und verdeckter Höchstsubventionierung so groß, wie sie heute ist.“, werfen Schweiger und Egger ein.

„Es kann für einen wirtschaftlich optimal aufgestellten Staat wie die Schweiz kein Problem darstellen, eine früher oder später sowieso nötige Energiewende zügig umzusetzen! Sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft brauchen dafür aber klare, ultimative Ansagen, um entsprechend stimuliert zu werden. Eine halbherzige, wie von Bundesrat und Regierung beschlossene Abkehr von der Atomkraft ohne konkrete Abschaltungsdaten ist hierfür jedoch genau gar nicht geeignet!“, kritisieren Schweiger und Egger die derzeitige Energiestrategie.

Die Schweizerische Energiestrategie 2050 enthält neben des Fehlens konkreter Abschalttermine auch ein weiteres befremdliches Detail. So ist die Erlaubnis für verlängerten Weiterbetrieb von Atomanlagen definiert mit ’solange sie sicher sind‘.

„Das heißt im Umkehrschluss, ein Meiler darf laufen, bis er sich als unsicher erweist! Diese Taktik ist Hasard in Reinkultur und das glatte Gegenteil einer glaubwürdigen, verantwortungsvollen politischen Positionierung! Bundesrat und Regierung entlarven sich mit diesem Konsens als Handlanger einer Industrie, die es gewohnt ist, auf hoher Risikostufe zu agieren! Nicht auszudenken, wohin ein Ausreizen der Sicherheitsmargen bei einem alten AKW führen kann!“, warnen Schweiger und Egger.

„Wir wünschen unseren Kolleg_innen viel Erfolg für das weittragende Referendum, denn die Schweizerischen Bürgerinnen und Bürger können am Sonntag zweierlei entscheiden: Einerseits ob sie noch über Jahrzehnte hinweg mit der ständig wachsenden Gefahr eines Reaktorunfalls leben wollen. Und andrerseits wird das Ergebnis richtungsweisend sein, ob die Schweiz zu den ersten gehören wird, die eine neue Energiezukunft zu denken und zu realisieren bereit sind – oder zu den letzten, die noch verbissen am Atomtropf hängenbleiben!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hin weise:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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