atomstopp: Gefahrzeitverlängerung von AKW Dukovany besorgniserregend!

 Bundespräsident Fischer darf es beim Staatsbesuch in Tschechien nicht bei diplomatischen Floskeln belassen

„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB die Gefahrzeit für das Atomkraftwerk Dukovany für weitere 10 Jahre verlängert hat, ohne dass eine international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen wurde, ist aus unserer Sicht besorgniserregend. Gerade das AKW Dukovany machte in den vergangenen Monaten international Schlagzeilen als bekannt wurde, dass bei der Kontrolle der Schweißnähte der Schlendrian Programm war.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Bundespräsident Fischer wird morgen zu seinem letzten Staatsbesuch in die Tschechische Republik aufbrechen und wir gehen davon aus, dass er die guten Beziehungen zwischen Wien und Prag loben und gleichzeitig festhalten wird, dass Österreich und die Tschechische Republik unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Nutzung der Atomenergie haben.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Uns genügt es aber längst nicht, dass Bundespräsident Fischer sich in diplomatischen Ansagen übt. Vielmehr erwarten wir, dass er unsere Besorgnis zur Gefahrzeitverlängerung des AKW Dukovany zum Ausdruck bringt und darüber hinaus in Prag darauf hinweist, dass das Einhalten international üblicher Regeln bei Umweltverträglichkeitsprüfungen zur Stärkung der nachbarschaftlichen Beziehungen ganz besonders beitragen kann.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Von einem österreichischen Bundespräsidenten erwarten wir uns, dass er die Anliegen von Umweltorganisationen ernst nimmt und auch als Korrektiv auftritt, wenn die eigene Bundesregierung säumig ist: Unbestritten ist nämlich, dass die österreichische Bundesregierung im Fall der Gefahrzeitverlängerung von Dukovany energisch und entschieden auftreten könnte, es jedoch verabsäumt, auf international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: PINC 2016 – Wenn sich die EU-Kommission die Zukunft der Atomenergie rosarot ausmalt!

Fernab jeder Realität ganz im Zeichen des Atomfördervereins EURATOM

„“Wer erwartet, dass die EU-Kommission einen kritischen Blick auf die Zukunft der Atomenergie in Europa wirft, hat wohl vergessen, dass mit dem Atomförderverein EURATOM eben genau das nicht möglich ist. Die Atomenergie ist zu fördern, der rasche Aufbau einer starken Atomenergie in Europa zu sichern. Das ist das Programm der EU-Kommission und wer wissen möchte, wie es ausschaut, wenn sich die EU-Kommission die Zukunft der Atomenergie rosarot ausmalt, muss nur einen Blick in das heute veröffentlichte PINC 2016, das Nuclear Illustrative Programme, werfen, das aufgrund der Vorgaben des EURATOM-Vertrags eine immer wieder notgedrungen optimistische Sichtweise widerspiegelt““, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„“Dass dieser rosarote Blick keineswegs der für die Atomlobby harten Realität standhält, hat sich schon herumgesprochen. Die Atomkraft ist nicht wirtschaftlich überlebensfähig, ohne massive staatliche Subventionen, ohne den Atomförderverein EURATOM. Wer den europaweiten Atomausstieg will, wird um die Frage nach EURATOM nicht herumkommen und je früher die öffentliche Unterstützung für EURATOM entzogen wird, umso besser!““, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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atomstopp: Tschechische Atomaufsichtsbehörde SUJB macht sich unglaubwürdig – Umweltminister Rupprechter ebenfalls

Gefahrzeitverlängerung für Dukovany inakzeptabel! 

Linz (OTS) – „Noch vor wenigen Monaten hatte SUJB-Chefin Dana Drabova selber die Kontrollarbeit im AKW Dukovany als „Schlamperei“ bezeichnet. Nun erteilt dieselbe Instanz in einem 180-Gradschwenk die unbegrenzte Genehmigung für den Weiterbetrieb des 30 Jahre alten Reaktors! Das beweist einmal mehr: Sicherheitskultur von AKW scheint für die tschechische Atomaufsichtsbehörde einen vernachlässigbaren Stellenwert zu haben. Und das ist ein Affront gegenüber der tschechischen und österreichischen Bevölkerung, die durch die Laufzeitverlängerung einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt werden!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Genauso fahrlässig wie das Agieren der tschechischen Atomaufsichtsbehörde SUJB ist jedoch auch das Schweigen von Umweltminister Rupprechter dazu! Denn nach herrschendem europäischen Recht muss auch für Laufzeitverlängerungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen – was im gegenständlichen Fall von Dukovany jedoch nicht umgesetzt wurde! Umweltminister Rupprechters Pflicht ist es nun, dagegen Einspruch zu erheben. Alles andere käme einem Gefälligkeitsdienst an der Atomlobby gleich!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Kein österreichischer Minister hat, aus welchen noch so diplomatisch gemeinten Gründen, das Recht, derartige Seilschaften zur Atomindustrie aufzubauen. Wir werden keine Ruhe geben, bis Umweltminister Rupprechter unser aller gutes Recht gebührend in Anspruch nimmt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Rückfragehinweis:
   Roland Egger + 43 680 23 93 019
   Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
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atomstopp: EURATOM-Enquete zum 60. Gründungstag der Förderung der europäischen Atomindustrie

Nationalrat muss am 17. März Mitgliedschaft Österreichs beim Atomförderverein EURATOM hinterfragen!

Linz (OTS) – Seit 1957 fördert EURATOM die europäische Atomindustrie. Österreich ist Mitglied und jede_r Österreicher_in muss mit ihren_seinen Steuergeldern am raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie mitzahlen. So steht es sinngemäß in der Präambel zum EURATOM-Vertrag. Mittlerweile ist von Aufbau aber keine Rede mehr, vielmehr geht es um das Überleben der Atomindustrie mithilfe von EURATOM.

„Dass manche in Österreich EURATOM, also den Atomförderverein, als eher unbedeutend einschätzen, verwundert. Die Entscheidung der EU-Kommission für die Milliardensubventionen des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C gründet argumentativ wesentlich auf EURATOM!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Am 17. März wird im Nationalrat über unsere Bürgerinitiative für die Abhaltung einer EURATOM-Enquete abgestimmt werden. Bei dieser Enquete sollen nach ausgewogener Argumentation alle Volksvertreter_innen sich klar deklarieren, ob sie weiterhin an Österreichs Mitgliedschaft bei EURATOM und damit an einer Förderung der Atomindustrie mit österreichischen Steuergeldern festhalten wollen. 2017 wird der 60. Gründungstag der Förderung der europäischen Atomindustrie begangen. Und dieser Anlass sollte Grund genug sein, über die fortgesetzte Förderung einer Hochrisikotechnologie nachzudenken – noch logischer und vernünftiger wäre es allerdings, wenn sich die österreichischen Politiker_innen auf der Regierungsbank für einen Ausstieg aus EURATOM entscheiden würden und damit dem Willen der Österreicher_innen Rechnung tragen, die Atomkraft zweifelsfrei ablehnen!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir appellieren an die Nationalrät_innen: Ermöglichen Sie die EURATOM-Enquete und setzen Sie sich für den Ausstieg Österreichs aus EURATOM ein!“, schließen Egger und Schweiger.

Rückfragehinweis:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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Fukushima_5, Tschernobyl_30: Ankündigung einer Fotoausstellung von Gedenktag zu Gedenktag

Ausstellungseröffnung am 10. März um 18 Uhr, Wissensturm Linz durch Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger

Heuer jähren sich die Reaktorkatastrophen von Fukushima zum fünften Mal und von Tschernobyl zum dreißigsten Mal. Das ist der Anlass für atomstopp_oberoesterreich in einer Fotoausstellung den radioaktiv verseuchten, auf Jahrhunderte unbewohnbaren Zonen Tribut zu zollen und die Folgen für die Menschen vor Augen zu führen.

 Die Ausstellungseröffnung findet am 10. März um 18 Uhr durch Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger statt, und zwar im Foyer des Wissensturms in Linz.

Die Fotos der Ausstellung wurden von Harald Steinbichl, der mehrmals in der Zone rund um Tschernobyl und auch in Fukushima war, zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung wird von 11. März bis 26. April frei zugänglich sein, werktags von 8 bis 18 Uhr.

atomstopp_oberoesterreich ist der lose Zusammenschluss der Antiatom-Organisationen atomstopp_atomkraftfrei leben! (Linz) und Mütter gegen Atomgefahr (Freistadt). Die Vereine eint das Bestreben nach einem europaweiten Atomausstieg, insbesondere das Ende der Förderung der Atomindustrie über den EURATOM-Vertrag.

Weitere Informationen:

Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

Roland Egger +43 680 23 93 019

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