atomstopp: In dieser Presseaussendung geht es nicht um EURATOM! 

Atomförderverein EURATOM unter den Top-Ten der in Deutschland von den Medien am meisten vernachlässigten Themen

„Mit unserer Kritik an der Mitgliedschaft Österreichs beim Atomförderverein EURATOM medial anzukommen, war oftmals sehr fruchtlos. Und das ist offenbar nicht nur in Österreich so, sondern auch in Deutschland. Die deutsche Initiative „Nachrichtenaufklärung“ hat kürzlich im Deutschlandfunk jene Themen vorgestellt, die medial zu kurz kommen, und das trotz ihrer Bedeutung wie etwa: Finanzierung der Atomwaffenproduktion durch deutsche Banken oder eben der EURATOM-Vertrag!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

In der Begründung der Jury zu EURATOM heißt es: >>EU und Euratom: Verpflichtet, die Kernkraft zu fördern. Der Euratom-Vertrag ist ein Fossil: Er wurde 1957 unterzeichnet und hat seitdem keinerlei Reformen erfahren. Recherchen zeigen, dass die Strukturen von Euratom ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden. Deutschland leistet nach wie vor Zahlungen an das Bündnis, dessen erklärtes Ziel ist, die Atomindustrie aufzubauen und zu entwickeln – trotz des beschlossenen Atomausstiegs. Ein klassisches Beispiel für ein langfristig relevantes, aber vernachlässigtes Thema.<<

Top-Ten der in Deutschland medial vernachlässigten Nachrichten

„Österreich ist nie in die Atomkraft eingestiegen und zahlt dennoch beim Atomförderverein EURATOM mit. EURATOM ist der Stolperstein für den europaweiten Atomausstieg. Solange die Atomindustrie mit öffentlichen Geldern versorgt wird, wird ein Ausstieg aus der Atomkraft wohl Makulatur bleiben und alle Reden unserer Politiker_innen, dass man sich „vehement gegen die Atomlobby auflehnen würde“ in gut gemeinten Ansätzen stecken bleiben!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir werden unsere Kritik fortsetzen und weiter aufzeigen, dass österreichische Steuergelder – dank EURATOM – der europäischen Atomlobby zufließen. Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft ab und dass ausgerechnet wir alle diese Technologie stützen sollen, ist eine sehr absurde Vorstellung!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

atomstopp: Mit 30 Läufer_innen beim Linz Marathon für den europaweiten Atomausstieg  

Läuferischer Fixpunkt seit 10 Jahren

„Wir freuen uns, dass auch heuer wieder Läufer_innen in allen Disziplinen am 3. April beim Linz Marathon starten werden und ein Zeichen für den europaweiten Atomausstieg setzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Seit 10 Jahren ist atomstopp mittlerweile beim Linz Marathon vertreten. Begonnen mit dem Lauf eines einzelnen Vorstandsmitglieds hat sich der Linz Marathon in der Zwischenzeit zu einem läuferischen Fixpunkt für die Unterstützer_innen des Vereins entwickelt.

„Wir werden auch heuer mit dem Motto „Österreich – Raus aus EURATOM“ an den Start gehen. Der Atomförderverein EURATOM ist ein Stolperstein für den europaweiten Atomausstieg und die Mitgliedschaft Österreichs dabei im völligen Widerspruch zur Antiatom-Einstellung der österreichischen Bevölkerung. Wer den europaweiten Atomausstieg will, muss sich für ein Ende des Atomfördervereins EURATOM einsetzen. Alles andere bleibt schöne Sonntagsrederei!“, sind Egger und Schweiger überzeugt.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

atomstopp: EURATOM will sich auch weiterhin an der Forschung neuer Reaktortypen beteiligen  

Auch mit österreichischen Steuergeldern, Herr Wissenschaftsminister Mitterlehner? Nein danke!

„Es ist schon erstaunlich, dass still und leise die Fortsetzung von Forschungen an „neuartigen“ Reaktortypen geplant wird und das Antiatom-Land in Vertretung „seines“ Wissenschaftsministers eine Zustimmung zu diesen Projekten plant.“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

Wie World Nuclear News berichten gibt es auf EU-Ebene schon die grundsätzliche Zustimmung, auch bis zum Jahr 2025 am internationalen Generation IV Forum teilzunehmen. Beteiligt am Forschungsprogramm sind 13 Staaten, für die Atomkraft eine Zukunftstechnologie darstellt (u.a. die USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, China, Japan, Russland, Südkorea, Südafrika, die Schweiz und die Europäische Union über EURATOM). Im Mittelpunkt der Forschungen steht die Entwicklung von Schnellen Brütern, die wesentlich auf der Produktion von Plutonium beruhen. Forschungsreaktoren sollen in Belgien, Rumänien, Frankreich entstehen und in einem der drei folgenden Staaten: Slowakei, Ungarn oder Tschechien.

„Manche österreichische Politiker_innen betonen ja immer, dass eine Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM wichtig sei, um die europäische Atompolitik mitbestimmen zu können. Falls Wissenschaftsminister Mitterlehner seine Zustimmung für diese atomaren Forschungen gibt, die mit dem Ziel eines europaweiten Atomausstiegs nicht vereinbar sind, zeigt er seine wahre Einstellung zur Atomkraft. Anstatt sich umfassend für ein Ende der Förderung der Atomindustrie einzusetzen und alle finanziellen Mittel in Richtung des Ausstiegs aus der Atomkraft zu setzen, gibt er seine Zustimmung für Forschungen an unerprobten Reaktortypen. Und das mit unseren österreichischen Steuergeldern, weil die Bundesregierung uns zur Mitgliedschaft beim europäischen Atomförderverein zwingt!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger weiter.

„Wir appellieren an Wissenschaftsminister Mitterlehner bei der anstehenden Entscheidung über die Fortsetzung des Forschungsprogramms klar und deutlich „Nein danke“ zu sagen. Das erwartet sich die österreichische Bevölkerung von „ihrem“ Wissenschaftsminister.“, so Egger und Schweiger abschließend.
Weitere Informationen:

Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

atomstopp: Ungarn sauer auf Österreich wegen negativer Stellungnahme zum AKW Paks 

Schulterschluss mit Atomstaaten für Hinkley Point C als kindische „Ätsch bätsch-Trotzreaktion“

Österreich legte gestern offiziell bei der EU-Kommission Beschwerde wegen des Finanzierungsmodells für die Erweiterung des ungarischen Atomkraftwerks Paks ein. Aber anstatt sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen, kündigt Ungarn trotzig an, die EU-Kommission in der gerichtlichen Auseinandersetzung wegen der Milliardensubventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C unterstützen zu wollen.

„Trotzig sagt Ungarn `Ätsch bätsch: Wenn du etwas gegen meine AKW-Finanzierung hast, dann stelle ich mich offensiv auf die Seite der Atombefürworter wie die EU-Kommission, Tschechien, die Slowakei und Rumänien, die allesamt für die Milliardensubventionen für Hinkley Point C sind.`“, zeigen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich erstaunt.

„In einem vereinten Europa sollte es kein Problem sein, fragwürdige Finanzierungsmodelle wegen allfälliger Wettbewerbsverzerrungen von der EU-Kommission hinterfragen und diskutieren zu dürfen. Ungarn sieht das bedauerlicherweise offenbar anders. Klar ist jedenfalls, dass die Atomkraft in der Europäischen Union vor harten Zeiten steht: Ohne massive Subventionen wie für Hinkley Point C in Großbritannien oder fragwürdige, möglicherweise wettbewerbsverzerrende Finanzierungsmodelle wie für Paks in Ungarn, ist das Ende der Atomindustrie besiegelt.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

atomstopp: Unglaubliche Blauäugigkeit der tschechischen AKW-Betreiber  


Rücklagen für Entsorgung von Reaktoren und Atommüll in lächerlich geringer Höhe

„Das finanzielle Debakel des tschechischen AKW-Betreibers CEZ ist angesichts der lächerlich geringen Summe an Rücklagen schon jetzt vorgezeichnet!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Wie das Internetportal iDnes.cz berichtet, belaufen sich die berechneten Rücklagen für die Stilllegung der tschechischen Atomreaktoren sowie für die Endlagerung von Atommüll auf gerade einmal 71,6 Milliarden Kronen – also weniger als 2,7 Milliarden Euro.

„Sieht man sich die aktuelle Lage in Deutschland an, die aufgrund des Atomausstiegs als Präzedenzfall gewertet werden darf, so zeigt sich, dass diese Summe nur einen kleinen Bruchteil der tatsächlichen Kosten decken wird! Selbst die in Deutschland veranschlagten 38 Milliarden Euro, das ist jetzt schon klar, werden bei weitem nicht reichen. Das Desaster ist also absehbar und die tschechischen Bürgerinnen und Bürger leben somit auf Grund der Atomkraft weit über ihre Verhältnisse – allerdings nicht nur über die eigenen, sonthumb_small_IMG_4106dern vor allem über die der nächsten Generationen. Denn diese werden bezahlen müssen, was heute an Schaden angerichtet wird!“, warnen Egger und Schweiger.

„Diese Blauäugigkeit des tschechischen Atomkonzerns CEZ birgt aber noch einen weiteren, gefährlichen Aspekt: die Betreiber der AKW werden wohl oder übel versuchen, mit Laufzeitverlängerungen so viel Profit wie möglich aus den alten Reaktoren zu pressen wie möglich. Dass dies auf Kosten der Sicherheit gehen wird, liegt auf der Hand. Deshalb muss Österreich, als europäischer Antiatomvorreiter, unbedingt mittels Umweltverträglichkeitsprüfung zur aktuell avisierten Verlängerung in Dukovany einen Riegel vor dieses Sicherheitsdumping schieben. Umweltminister Rupprechter ist dringend aufgefordert, eine gesetzeskonforme UVP von Tschechien zu verlangen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

 

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen