atomstopp: Hinkley Point schlittert erneut in Warteschleife

Chancen auf Finanzierbarkeit immer unwahrscheinlicher

Vorsichtig erfreut zeigt sich atomstopp_oberoesterreich über die nächste, heute bekanntgegebene Verzögerung des Neubaus am AKW-Standort Hinkley Point C in Großbritannien. „Dass sich keine und wieder keine Finanzierungsmöglichkeit für den ehrgeizigen Reaktorbau finden will, macht einigermaßen optimistisch! Aber es überrascht auch nicht!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp. „Es war klar, dass es unter dem aufmerksamen Licht der Öffentlichkeit kaum möglich sein würde, entsprechend dubiose Finanzquellen auftun zu können, die an jeder Wirtschaftlichkeit vorbei Hinkley Point C ermöglichen könnten!“.

Zu sehr leidet EdF, die französische Erbauergesellschaft, unter den ernüchternden Bauentwicklungen der letzten Jahrzehnte, denn beide laufenden Projekte in Flamanville, Frankreich, und Olkiluoto, Finnland, wirken durch die mehrmaligen Zeitplan- und Kostenüberschreitungen geradezu abschreckend für jeden seriösen Investor.

„Die Zusage der britischen Regierung, Subventionen in Form überhöhter Strompreisgarantien zu gewähren, könnte aus heutiger Sicht das einzige halsbrecherische Investitionssignal bleiben – und zwar eines ohne Chancen auf Realisierung. Darüber sollten sich vor allem die heutigen und zukünftigen britischen Steuerzahler_innen freuen! “, meinen Schweiger und Egger.

„Dass die Republik Österreich gegen das Subventionierungsmodell klagt, ist würdig und recht! Wichtig ist jetzt, dass Bundesminister Rupprechter auch gegen geplante Laufzeitverlängerungen wie in Dukovany eine ähnlich kämpferische Position einleitet. Denn wer in Zeiten, wo z.B. deutsche AKW-Betreiber nicht wissen, wie der Rückbau abgeschalteter Reaktoren finanziert werden soll, wo die Reaktor-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima nach 30 bzw fünf Jahren immer noch unabsehbare Kosten verursachen – wer da noch immer auf Atomkraft setzt, gefährdet die Zukunft auf fahrlässige Weise!“, so Schweiger und Egger abschließend.

 

Weitere Informationen:

Gabriele Schweiger +43680/33 33 625

Roland Egger +43680/23 93 019

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atomstopp: Umweltminister Rupprechter wegen dubioser Vorgänge im AKW Dukovany dringend gefordert!

Unbefristete Laufzeitverlängerung trotz tausender gefälschter Schweißnahtkontrollen!

„Offensichtlich genug Gras scheint der tschechischen Atomaufsichtsbehörde in Sachen gefälschter Kontrollbilder von mehreren tausend Schweißnähten in den tschechischen Atomanlagen gewachsen. Völlig unverständlich ist, dass der Betreiber CEZ die Reparaturen von denselben Leuten vornehmen lässt, die für die Fälschungen verantwortlich waren! Laut dem renommierten Wirtschaftsmagazin E15 denkt aber die Chefin der SUJB, Dana Drabova, bereits laut darüber nach, die Laufzeit von Block 1 in Dukovany zu verlängern, und das – entgegen früherer Ankündigungen – sogar unbefristet!“, empören sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Es ist nicht tragbar, dass vom österreichischen Umweltminister Rupprechter dazu kein Sterbenswörtchen kommt! Nach geltendem europäischen Recht ist für Betriebsverlängerungen über die ursprünglich veranschlagte Lebensdauer hinaus – genau wie beim Neubau – eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig! Und das aus logischem Grund, denn je älter ein Atommeiler wird, umso höher steigt die Gefahr einer Havarie!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir fordern Bundesminister Rupprechter dringend dazu auf, Einspruch einzulegen und auf die UVP vor Erteilung der Laufzeitverlängerung im grenznahen AKW Dukovany zu bestehen. Die besorgten Österreicher_innen haben ein Recht darauf, in ihrem Sinne vertreten zu werden. Tausende Protestunterschriften dürfen nicht einfach ignoriert werden.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Die Wege zu einer europäischen Energieunion sollen atomar verseucht bleiben

Atomlobbyisten im Europäischen Parlament munter am Werk

Der Atomindustrie geht es schlecht. Ohne massive staatliche Subventionen oder Finanzierungsmodelle mit China und Russland wird heute kein Atomreaktor mehr in Europa gebaut. Verständlich, dass die Atomlobbyisten im Europäischen Parlament dem entgegenwirken wollen und lapidar in einer Entschließung „Wege zu einer europäischen Energieunion“ des Europäischen Parlaments betonen, dass „ Kernenergie in irgendeiner Weise durch EU-Finanzierungsinstrumente oder durch EU-Finanzinstitute unterstützt werden sollte (Punkt 140 des Vorschlags zur Entschließung des Europäischen Parlaments).

„Die österreichischen Vertreter_innen im Europäischen Parlament werden diesen und die anderen Punkte, die unverhohlen für die Atomenergie werben, ablehnen. Nichts anderes sind sie ihren Wähler_innen schuldig! Dieser Pro-Atom-Entschließungsantrag ist ein verzweifeltes Aufbäumen einer bedrängten Industrie!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Österreich alleine wird den Entschließungsantrag nicht verhindern können, weshalb wir unseren Appell, doch endlich Allianzen für den europaweiten Atomausstieg zu bilden, nur wiederholen können. Dass Österreich als Mitglied bei EURATOM den atomaren Irrsinn auch noch mitfinanziert, ist ein Skandal. Wer den europaweiten Atomausstieg will, muss nachhaltig sämtliche Unterstützungen für die Atomindustrie kappen! Hier liegt es in der Verantwortung der österreichischen Regierung endlich Farbe zu bekennen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Rückfragehinweis:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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atomstopp: Tschechische Atomaufsicht SUJB verschiebt Entscheidung über Gefahrzeitverlängerung für Dukovany auf März 2016

  Österreichisches Umweltministerium muss Umweltverträglichkeitsprüfung verlangen

„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB nach den alarmierenden Meldungen über die mangelhaften Schweißnähte im Atomkraftwerk Dukovany die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung auf März 2016 verschiebt, ist ein Eingeständnis, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann und das Vertrauen in den Atomkonzern wohl nachhaltig erschüttert ist“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer Reaktion auf heutige tschechische Medienberichte.

„Es liegt der Verdacht nahe, dass SUJB damit versucht, ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, bevor die gewünschte Laufzeitverlängerung der beiden älteren Reaktoren in Dukovany reibungslos über die Bühne gebracht werden kann. Um so unverständlicher ist es, dass das österreichische Umweltministerium immer noch nicht auf die Idee gekommen ist, die alarmierenden Meldungen zum Anlass zu nehmen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Gefahrzeitverlängerung von Dukovany einzufordern! Vor dem Bekanntwerden der mangelhaften Schweißnähte, bei der Übergabe von 35.000 Unterschriften für eine UVP für Dukovany im Feber 2015, meinte Umweltminister Rupprechter sogar noch diplomatisch, die tschechische Regierung würde sich grundsätzlich positiv zu einer UVP positionieren.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Zeit der Diplomatie sollte angesichts der Vorgänge in Dukovany vorbei sein. Aus unserer Sicht muss das österreichische Umweltministerium vehement für eine UVP eintreten und dazu alle ihr zustehenden Mittel einsetzen. Das ist das Mindeste, dass sich die Bevölkerung von ihrem Umweltminister erwartet!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Weitere Sicherheitsmängel muss die tschechische Atomaufsicht SUJB nun auch im Atomkraftwerk Temelin eingestehen!

Reaktionen dazu aus österreichischem Umweltministerium?

Nach gefälschten oder unvollständigen vorhandenen Dokumentationen über den Zustand der Schweißnähte in den Rohrleitungen der beiden älteren Reaktoren in Dukovany, kommen nun laut tschechischen Medienberichten ähnliche Mängel im südböhmischen AKW Temelin ans Tageslicht.

„Wir wundern uns, dass es vom österreichischen Umweltministerium keinerlei Reaktionen auf die jetzt nach und nach veröffentlichten Sicherheitsmängel gibt. Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB ihrer Kontrollfunktion in Dukovany und auch in Temelin nicht nachgekommen ist, ist offensichtlich und sollte auf europäischer Ebene Konsequenzen haben.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Sehr bedenklich ist die Tatsache, dass es sich bei Temelin um relativ neue Reaktoren handelt. „Es ist also zu befürchten, dass entweder der Alterungsprozess sich wesentlich rascher zu Buche schlägt, als bisher angenommen, oder dass schon bei der Fertigung der Schweißnähte schlampig gearbeitet wurde. Gerade dieser Verdacht steht schon länger im Raum und es wurde in den letzten Jahren mehrfach von Atomgegner_innen darauf aufmerksam gemacht.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die beunruhigenden Entwicklungen in der Sicherheitskultur der Betreiberfirma CEZ muss Umweltminister Rupprechter dringend zu Anlass nehmen, um bei der tschechischen Regierung zu intervenieren und eine umfassenden Aufklärung der Vorfällen einfordern! Es ist undenkbar, dass vor dem Hintergrund dieser Schlampereien in Tschechien, die geplante Laufzeitverlängerung im AKW Dukovany ohne eine EU-gesetzeskonforme Umweltverträglichkeitsprüfung auch nur angedacht wird!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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