atomstopp: Tschechische Atomaufsicht hat offenbar keine Kontrolle über die Sicherheit in den AKW Temelin und Dukovany

Keine Betriebsverlängerung für die Atomreaktoren in Dukovany

„Die Meldungen, die in diesen Tagen aus Tschechien kommen, sind ein Alarmsignal! Offenbar versagt gerade die tschechische Atomaufsicht SUJB auf ganzer Linie! Dass sich deren Chefin wegen schlampiger Schweißnähte, gefälschter und falsch ausgestellter Sicherheitszertifikaten „ärgert“, ist ein hilfloser Aufschrei einer Behörde, die wohl keine Kontrolle über die Sicherheit in den tschechischen Atomkraftwerken Temelin und Dukovany hat!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Wir erwarten uns, dass es keine Blanko-Betriebsverlängerung für die Atomreaktoren in Dukovany geben wird und dass auf die Forderung Österreichs eingegangen wird, vor Erteilung einer allfälligen Betriebsverlängerung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Das ist das Mindeste, das sich eine besorgte Bevölkerung in Österreich und in Tschechien erwartet! Wir fordern den österreichischen Umweltminister Rupprechter dringend auf, seine Möglichkeiten zu nutzen und der tschechischen Regierung gegenüber auf eine gesetzeskonforme Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Rückfragehinweis:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Umweltminister Rupprechter muss Allianzen für europaweiten Atomausstieg schmieden

Atomförderverein EURATOM als Stolperstein erkennen und verlassen!

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Paris hat der österreichische Umweltminister Rupprechter wieder einmal die Idee präsentiert, für die Erneuerbaren Energien einen ähnlichen Vertrag zu gründen, wie es ihn für die Atomenergie seit den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt.

„Aus unserer Sicht fällt Umweltminister Rupprechter mit einem solchem Vorschlag aber auf einen strategischen Fehler herein. Gut gemeint vielleicht, zementiert er mit einem solchen Vorschlag nur die Förderung für die Atomenergie ein. Er legitimiert die Förderung und verunmöglicht damit einen europaweiten Atomausstieg!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„EURATOM, der Atomförderverein der Europäischen Union, braucht keine zusätzliche Legitimation und Finanzhilfe. Ganz im Gegenteil: Mehr als 60 Jahre Atomförderung sind genug! Das Erbe, das Europa durch die Atomlobbyisten für die nächsten 100.000e Jahre aufgebürdet wurde und immer noch wird, ist unverantwortbar! Die logische Konsequenz gerade für einen österreichischen Umweltminister muss sein: RAUS aus EURATOM, keine weiteren Steuergelder aus Österreich für die europäische Atomlobby.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Der europaweite Atomausstieg wird mit EURATOM und der fortgesetzten Förderung der Atomlobby nicht gelingen. Umweltminister Rupprechter muss deshalb Allianzen gegen EURATOM und für den europaweiten Atomausstieg schmieden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Rückfragehinweis:
   Roland Egger +43 680 23 93 019
   Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625
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atomstopp: Schwache EU-Kommission braucht wegen Hinkley Point C-Entscheidung offenbar Unterstützung der Nuklearstaaten

  Tschechische Republik als fragwürdige Stütze für die Atomkraft

„Dass die Tschechische Republik nun der EU-Kommission wegen der Hinkley Point C-Entscheidung und der milliardenschweren Atomsubventionen den Rücken stärkt, zeigt, wie umstritten die Atomkraft in Europa ist und dass Großbritannien wohl fürchtet, den Rechtsstreit mit Österreich und Luxemburg vor dem Europäischen Gericht zu verlieren. Gleichzeitig offenbart sich auch die extreme Schwäche der EU-Kommission in dieser Frage, falls sie sich von Atomhardlinern wie Tschechien durch Einflüstern bedienen lässt“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die jüngste Ankündigung der Tschechischen Republik, beim Rechtsstreit wegen der Atomsubventionen für Hinkley Point C die EU-Kommission zu unterstützen.

Dabei ist gerade die Tschechische Republik eine fragwürdige Stütze: „Ohne massive Atomsubventionen wird es auch in Tschechien keine neuen Atomreaktoren geben. Und gerade diese Atomsubventionen will man sich offenbar über die Unterstützung der EU-Kommission beim Rechtsstreit mit Österreich und Luxemburg nun sichern.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Atomkraft spaltet – auch Europa. Bedauerlicherweise war das noch nie offensichtlicher als heute.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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Österreichs Atommüll: Nationalräte dürfen Strahlenschutz-Novelle nicht einfach durchs Parlament winken

Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei fordert: Möglichkeit des Exports und Imports von radioaktivem Abfall muss unterbunden werden!

Wien/Linz/Salzburg/Bregenz (OTS) – Kommenden Donnerstag (12. November) ist bei der Nationalratssitzung die Strahlenschutz-Novelle auf der Tagesordnung. Das derzeitige Strahlenschutzgesetz muss nach Vorgaben der Europäischen Union geändert werden und man muss auf die Endlagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle eingehen, die derzeit in Seibersdorf zwischengelagert werden.

„Es ist schon ein Armutszeugnis, dass die österreichische Politik eine Vorgabe aus Brüssel braucht, um sich mit der Endlagerung des österreichischen radioaktiven Abfalls auseinanderzusetzen. Aber wie unbefriedigend selbst das nun passiert, ist für den hehren Anspruch, den die Österreicher_innen wohl zurecht an ihre politischen Vertreter_innen stellen, eine zusätzliche Schande!“, so die Vertreter des Österreichischen Netzwerkes Atomkraftfrei (ÖNA).

Besonders kritisiert wird, dass in der Strahlenschutz-Novelle der Export der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle erlaubt wird, andererseits auch dem Import kein Riegel vorgeschoben wird. Weiters sind keinerlei Anstrengungen für die Suche nach einem österreichischen Endlager auszumachen, und es wurde auch kein Datum fixiert, bis wann die derzeit in Seibersdorf gelagerten Abfälle in ein Endlager zu verbringen sind.

„Es ist bedauerlich, dass der Umweltausschuss mehrheitlich für die Novelle gestimmt hat und nun eine Fassung der Novelle vorliegt, die weit davon entfernt ist, eine zufriedenstellende Lösung für den österreichischen Atommüll zu liefern“, sind sich die Vertreter des ÖNA einig.

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit den radioaktiven Abfällen, die in Österreich anfallen, schaut anders aus. Offenbar gefällt man sich in der Rolle des gemütlichen Zuschauens und Abwartens, was sich wohl auf europäischer und internationaler Ebene bei der Endlagersuche tut, und ob man nicht den radioaktiven Abfall einfach exportieren könnte, anstatt in Österreich selbst aktiv Vorsorge für die Lagerung der eigenen schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zu treffen! Wir appellieren deshalb eindringlich an die Parlamentarier, bei der Nationalratssitzung am 12. November die Novelle nicht einfach abzunicken, sondern zurück an den Start zu schicken und sich für ernstzunehmende Konzepte bei der Endlagerung des österreichischen Atommülls einzusetzen unter Einbindung etwa des Österreichischen Netzwerks Atomkraftfrei und des Österreichischen Ökologieinstituts!“, so das ÖNA abschließend.

Anmerkung: Das Österreichische Netzwerk Atomkraftfrei ist ein loser Zusammenschluss von Antiatom-Organisationen, wie dem Anti Atom Komitee, atomstopp_atomkraftfrei leben!, GLOBAL 2000, ISAD, Freistädter Mütter gegen Atomgefahr, Salzburger Plattform gegen Atomgefahren, SENECA, Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, Wiener Plattform Atomkraftfrei und weitere.

Rückfragen & Kontakt:

Roland Egger atomstopp_atomkraftfrei leben! +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger Freistädter Mütter gegen Atomgefahr +43 680 33 33 625
Reinhard Uhrig GLOBAL 2000 +43 699 14 2000 18
Heinz Stockinger Salzburger Plattform gegen Atomgefahren +43 662 643 567

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atomstopp: Österreichische Politiker_innen für Export von radioaktivem Abfall

Filmvorführung „Into Eternity“ am Mittwoch, 4. November in Freistadt

Wenn demnächst die Novelle des österreichischen Strahlenschutzgesetzes im Parlament diskutiert wird, muss Bezug genommen werden auf Vorgaben der Europäischen Union bei der Endlagerung der radioaktiven Abfälle, die derzeit in Seibersdorf zwischengelagert werden. Eine zufriedenstellende Lösung ist aber in weiter Ferne, denn die österreichischen Politiker_innen scheuen eine Diskussion über die Endlagerung dieser radioaktiven Abfälle!

„“Ein verantwortungsvoller Umgang mit den radioaktiven Abfällen, die in Österreich anfallen, schaut anders aus. Offenbar gefällt man sich in der Rolle des gemütlichen Zuschauens und Abwartens, was sich wohl auf europäischer und internationaler Ebene bei der Endlagersuche tut, und ob man nicht den radioakt iven Abfall einfach exportieren könnte, anstatt in Österreich selbst Vorsorge für die Lagerung der österreichischen schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zu treffen!““, kritisieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„“Gerade von österreichischen Politiker_innen würde man sich einen vorbildhaften Umgang mit der sensiblen Materie erwarten! Österreich muss als Anti-Atom-Land einen besonders klaren und verantwortungsvollen Umgang mit den radioaktiven Abfällen zeigen! Das Gegenteil scheint aber der Fall zu sein, wenn man meint, die radioaktiven Abfälle einfach in Seibersdorf bis zum St. Nimmerleinstag lagern zu können oder allenfalls in irgendein Endlager außerhalb Österreichs verbringen zu können.““, so Egger und Schweiger weiter.

„“Wir appellieren an die Parlamentarier_innen, die Novelle zum Strahlenschutzgesetz in dieser Form nicht einfach durchs Plenum zu winken, sondern sich ihrer Verantwortung zu stellen!““, so Egger un d Schweiger abschließend.

Anmerkung: In der Reihe „atomstopp_kino“ zeigt die Localbühne Freistadt am
Mittwoch, 4. November um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm „Into Eternity“, in dem die Konsequenzen der Lagerung der radioaktiven Abfälle für eine Million Jahre beleuchtet werden.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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