atomstopp: Einladung für besonders atom-engagierte europäische Regierungschefs zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl

Premierminister Viktor Orbán, David Cameron und Bohuslav Sobotka sollen Aktivist_innen von atomstopp begleiten.

In einem Offenen Brief laden die Aktivist_innen von atomstopp_oberoesterreich besonders atom-engagierte europäische Regierungschefs ein, gemeinsam zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl zu reisen, sich vor Ort ein Bild vom atomaren Irrsinn zu machen und sich über die auf weitere hunderte Jahre unabsehbaren Folgen zu informieren. „Und dann steht es den Regierungschefs frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Großbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals über Kopf ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und flüchten. Flüchten, vor der tödliche n Strahl ung. Wer auf Atomkraft setzt, muss sich auch mit dem schlimmsten aller Szenarien auseinandersetzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

EINLADUNG nach TSCHERNOBYL – Viktor Orbán, David Cameron und Bohuslav Sobotka

Sehr geehrte Herren Premierminister,

in manchen Staaten der Europäischen Union setzt Umdenken ein: Atomkraft wird zunehmend als ökologischer und ökonomischer Irrsinn erkannt. Nicht nur der Neubau, sondern selbst der laufende Betrieb von Atomreaktoren ist oft wirtschaftlich nicht darstellbar. Große Energieversorger wie E.ON und RWE in Deutschland ziehen die Notbremse und steigen früher als geplant aus der Atomkraft aus. Viele Projekte in Europa lassen sich nicht realisieren, weil sich niemand findet, der in Atomkraft investiert. Nicht etwa aus ökologischen oder ethischen Gründen, nein, vielmehr wegen ganz nüchtern ermittelter Unwirtschaftlichkeit. Dass ausgerechnet in den von Ihnen regierten Staaten die ökonomischen Uhren anders gehen sollten, ist nicht anzunehmen und die vorläufige Absage des Ausbaus von Temelin wohl ein schlagender Beweis dafür. Die Fakten sind erdrückend: viele Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt und Atomkraft entpuppt sich somit als die am höchsten subventionierte Energieform in Europa. Wer bezahlt die Suche nach einem für die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle geeigneten Lager? Wer bezahlt die Sicherung der Transporte von abgebrannten Brennstäben? Wer zahlt bei einem Supergau? Die Atomkonzerne? Jene Konzerne, die früher mit der Produktion von Atomstrom Gewinne realisierten? Mit ihren lächerlich, ja verschwindenden Haftungssummen? Nein: Der allgemeine Staatshaushalt wird zur Kassa gebeten, die Steuerzahler_innen also. Und im Fall eines Supergaus auch die Bevölkerung von Nachbarstaaten, die Europäische Union.

Noch ein Beweis gefällig? TSCHERNOBYL und die FOLGEN … auch fast drei Dekaden nach dem Supergau – UNABSEHBAR. Immer noch fließen Milliarden Euro in die Sicherung des havarierten Atomreaktors. Alleine der neue Sarkophag wird 2,3 Milliarden Euro kosten! Die Ukraine ist auf internationale Unterstützung angewiesen. Der Sarkophag soll die nächsten 100 Jahre die Menschheit vor den tödlichen Strahlen schützen. Und dann?

Dann – oder schon früher – wird ein neuer Sarkophag gebaut werden, für die nächsten 100 Jahre: es werden Menschen sich damit auseinandersetzen müssen, die heute noch nicht geboren sind. Denen wird eine Hypothek hinterlassen. Diese Menschen werden weiter die Rechnung für den atomaren Irrsinn zahlen! Und sie werden weiter auch die Folgen spüren: erhöhte radioaktive Belastung in weiten Teilen Europas! Unabsehbare negative Auswirkungen auf die Gesundheit!

Sehr geehrte Herren Premierminister! Schaut man in Ihre Länder – nach Ungarn, nach Großbritannien, nach Tschechien – hat man den Eindruck, das alles rührt Sie wenig.
Vielleicht ist TSCHERNOBYL einfach zu weit weg, nicht in ihrem Blickfeld, wenn Sie darüber fantasieren, die Atomkraft in Ihren Ländern auszubauen.

Vertreter_innen von atomstopp werden Anfang Mai nach TSCHERNOBYL reisen, sich ein Bild vor Ort machen, die Folgen des atomaren Irrsinns hautnah betrachten. Wir laden Sie ein – sehr geehrte Herren Premierminister – begleiten Sie uns auf dieser Reise nach TSCHERNOBYL. Lassen Sie uns gemeinsam vor verlassenen Gegenden stehen und über die „Segnungen“ der Atomkraft philosophieren… Und dann steht es Ihnen frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Großbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals über Kopf ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und flüchten. Flüchten, vor der tödlichen Strahlung. Wollen Sie sich wirklich persönlich für die Schaffung eines derartigen Risikopotenzials in Ihren Heimatländern verantwortlich machen? Trauen Sie tatsächlich denjenigen, die, wie zuvor auch in Russland oder Japan ihren politischen Wegbereitern versichert hatten, alles sei ganz harmlos und gefahrenfrei?

Wir sind überzeugt, dass Sie bei Ihrer Entscheidung für den Ausbau der Atomkraft auch das schlimmste denkbare Szenario berücksichtigen müssen: den Supergau. Die Details unserer Reise lassen wir Ihnen persönlich zukommen. Wir werden es hoch schätzen, wenn Sie sich mit uns diesem Lokalaugenschein stellen!

Mit besten Grüßen

Roland Egger
Gabriele Schweiger
Sprecher von atomstopp_oberoesterreich

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atomstopp: Großbritannien mit Vorstoß für Atomsubvention isoliert!

Temelin-Ausbau auf unbekannte Zeit vom Tisch

„Mit großer Freude registrieren wir, dass das Ausschreibungsverfahren für den Ausbau von Temelin heute offiziell durch den Atomstromkonzern CEZ beendet wurde! Nachdem gestern die tschechische Regierung klar gemacht hat, dass es keine staatliche Subventionen für den Ausbau geben wird, folgte heute die logische Konsequenz: der Ausbau von Temelin ist vorerst abgesagt!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger die guten Nachrichten aus Tschechien.

„Mit diesem eindeutigen Bekenntnis der tschechischen Regierung, staatliche Subventionen für Atomstrom nicht genehmigen zu wollen, steht Großbritannien nun völlig isoliert innerhalb der Europäischen Union. Wir sind überzeugt, dass die Prager Entscheidung Auswirkungen auf das Prüfverfahren der EU-Kommission zu  den von  Großbritannien überlegten Atomsubventionen haben wird! Es war ja keine willkürliche Entscheidung, die zu einem Nein zu Strompreisgarantien geführt hat, sondern fundierte, volkswirtschaftlich orientierte Überlegungen. Das Kabinett Sobotka entlastet somit zweifach: einmal werden die tschechischen Bürger_innen vor völlig überzogenen Strompreisen bewahrt und zum anderen stärkt es damit der Europäischen Kommission den Rücken, sich gegen das Ansuchen aus Großbritannien auf Umgehung des Wettbewerbsrechts auszusprechen. Atomkraft rechnet sich nicht, ohne staatliche Unterstützung können keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden. Es ist höchst an der Zeit, den atomaren Irrsinn zu beenden! Wir gratulieren der tschechischen Regierung jedenfalls zu ihrem klaren Schritt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Atomares Abschiedsgeschenk der ablösebereiten EU-Kommission

Appell an die Kandidat_innen zur EU-Wahl: Setzen Sie sich mit voller Kraft für ein atomkraftfreies Europa ein!

„Die Atomfantasten in Europa wird dieses Abschiedsgeschenk der EU-Kommission wohl freuen: `Die Erneuerbaren Energien sind eh schon lange und gut genug gefördert worden! So gut, dass sie sich zügig Richtung Marktreife entwickeln und schon auf halbem Weg dafür sorgen, dass sich Atomkraft nicht mehr rechnet! Wo kämen wir denn da hin? Zu einem atomkraftfreien Europa gar?` Das galt es zu verhindern. Und eine ablösebereite EU-Kommission macht sich willfährig zum Handlanger der Atomlobby. Dazu sagen wir: Nein danke!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich die heutige Entscheidung der EU-Kommission zur Neuregelung des Beihilfen-Rechts.

„Sieht man sich die divergierenden Reaktionen auf die Entscheidung an, zeigt sich ganz klar, wem mit dieser Richtlinie ein Gefallen getan wurde, nämlich den atomaren Großkonzernen, die mit aller Kraft an einer zentralistischen Energiewirtschaft festhalten und ihre Aktionäre bedienen wollen und auf keinen Fall eine ehrliche Energiewende als Vision haben! Wir appellieren daher an die Kandidat_innen zur EU-Wahl: Setzen Sie sich mit voller Kraft für ein atomkraftfreies Europa ein! Wir brauchen ein starkes EU-Parlament, das auf der Seite der Bürger_innen steht und unsere Interessen vertritt! Ein nachhaltiges Europa kann auf die Gefahren der Atomkraft spielend verzichten! Ohne weitere Förderung der Atomkraft nähern wir uns diesem Ziel sehr rasch!“, so Egger und Schweiger abschließend.

ONLINE-Appell an Kandidat_innen zur EU-Wahl: Für ein atomkraftfreies Europa

Weitere Informationen:
Roland Egger  +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Atomsubvention für britischen Atomreaktor Hinkley Point C aus österreichischer Sicht indiskutabel

Europaweiten Atomausstieg voranbringen – EURATOM auflösen

„Die österreichische Bundesregierung wird mit ihrer ablehnenden Stellungnahme zu den Atomsubventionen für den britischen Atomreaktor Hinkley Point C seiner Antiatom-Rolle gerecht. Nichts anderes haben sich die Österreicherinnen und Österreicher von ihrer Regierung erwartet!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Mit dem heutigen Ende der einmonatigen Konsultation zu den Atomsubventionen sollte die österreichische Regierung aber nicht die Hände in den Schoß legen, sondern intensiv an Mehrheiten für eine klare Ablehnung der britischen Atomsubvention arbeiten und ihre Bemühungen um einen europaweiten Atomausstieg verstärken!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wer den europaweiten Atomausstieg will und gegen zusätzliche Beihilfen für Atomkraft auftritt, darf seine Augen aber nicht davor verschließen, dass eben genau die vorrangige Förderung der Atomindustrie im EURATOM-Vertrag als Zielsetzung festgeschrieben steht, sich alle Mitgliedsstaaten – also auch Österreich! – dazu bekennen! Solange Jahr für Jahr Millionen Euro in die Atomforschung fließen, stehen die Zeichen für einen Atomausstieg schlecht! EURATOM aufzulösen wäre das richtige Signal für ein Europa, das der Atomkraft konsequent abschwört und auf die Kraft der Erneuerbaren Energien sowie auf Energieeffizienz und Einsparpotenziale setzt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Foto: Beim gestrigen Linz-Marathon setzten atomstopp_Läufer_innen ein deutliches Signal für den europaweiten Atomausstieg. Weitere Fotos unter:
Linz-Marathon 2014

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp mit mehr als 70 Läufer_innen beim Linz-Marathon am 6. April: Für den europaweiten Atomausstieg!

ONLINE-Appell an Kandidat_innen zur EU-Wahl bis 25. Mai

„Wir freuen uns, dass beim Linz-Marathon ein kräftiges Zeichen für den europaweiten Atomausstieg gesetzt wird: mehr als 70 Läufer_innen werden im Zeichen der bekannten Anti-Atom-Sonne an den Start gehen und die verschiedenen Laufdistanzen absolvieren!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Folgen aus dem Mehrfach-Supergau von FUKUSHIMA sind bis heute völlig unabsehbar. Dauernde Meldungen über austretende Radioaktivität, über Pannen und die unübersehbare Hilflosigkeit des FUKUSHIMA-Betreibers sind besorgniserregend! „Doch selbst die Katastrophe von FUKUSHIMA hat in Europa manche Atomfantasten nicht in ihre Schranken gewiesen: der tschechische Premierminister Sobotka spekuliert immer noch mit einem Ausbau des AKW Temelin, der britische Premierminister Cameron will gar Staats-Subventionen für den Neubau eines Atomreaktors in Hinkley Point bewilligen und der russische Präsident Putin will in Ungarn den Neubau von Atomreaktoren finanzieren!“, sind Egger und Schweiger empört.

„Es ist wichtig, sich europaweit für den Atomausstieg zu engagieren. Bis zur EU-Wahl am 25. Mai ist es möglich, einen Appell an die österreichischen Kandidat_innen für das Europäische Parlament zu richten und einzufordern, dass keine Subventionen für den Neubau und die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren zulässig werden, dass die Betreiber von Atomreaktoren umfassend für jeden potenziellen Schaden haftbar und entsprechend versichert sein müssen und dass der Atomförderverein EURATOM aufgelöst werden muss!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Der ONLINE-Appell an die Kandidat_innen zum Europäischen Parlament ist unter: ONLINE-Appell – Europaweiten Atomausstieg voranbringen! freigeschaltet.

Weitere Informationen
Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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