Antiatom Organisationen OÖ: Atomausbau in Tschechien völlig unrealistisch!

Präsentationen und Videostreams der Nuclear Energy Conference NEC 2015 vom 19. Mai in Linz ONLINE!

„“Das Rauschen im Blätterwald aufgrund einer fantasievollen Bemerkung zum Ausbau der Atomkraft des tschechischen Premierministers Bohuslav Sobotka erreichte in den letzten Tagen ungeahnte Sturmmeldungen. Mit großer Verwunderung wird das zur Kenntnis genommen. Vor einem Jahr wurde in der Tschechischen Republik der geplante Ausbau um zwei Reaktoren am Standort Temelin wegen UNFINANZIERBARKEIT abgesagt. Wie sollen nun – ein Jahr später – VIER Atomreaktoren in der Tschechischen Republik finanzierbar sein? Diese Frage stellt sich manchen Weltuntergangspropheten offenbar gar nicht und das ist einigermaßen bedauerlich.““, so die Sprecher der oberösterreichischen Antiatom Organisation atomstopp_atomkraftfrei leben!, Anti Atom Komitee und Mütter gegen Atomgefahr Freistadt.

„Von diesen oberösterreichischen Antiatom-Organisationen wurde vor einer Woche eine international besetzte Konferenz in Linz ausgerichtet, bei der ein utopisch/realistischer Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft Europas ohne Atomkraft geworfen wurde. Ausgewiesene Expert_innen aus der Schweiz, aus Frankreich, aus Deutschland, aus Tschechien, aus Österreich, aus Polen und aus Großbritannien zeichneten dabei Wege aus der atomaren Sackgasse auf. 140 Teilnehmer_innen aus 12 Nationen haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, aus erster Hand Informationen von Antiatom-Aktivist_innen zu erhalten und Anregungen zu bekommen, damit aus der Utopie eines atomkraftfreien Europas Realität wird.““, so die Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Präsentationen und Videostreams der Veranstaltung sind auf www.nec2015.eu abrufbar.

Weitere Informationen:
Roland Egger atomstopp_atomkraft frei leben! +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger Mütter gegen Atomgefahr Freistadt +43 680 33 33 625
Manfred Doppler Anti Atom Komitee +43 664 450 50 15

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Anti Atom Organisationen OÖ: Nuclear Energy Conference in Linz am Dienstag, 19. Mai ab 9:30 Uhr

Presselounge um 12:30 Uhr – Redoutensäle, Promenadenhof sowie Bildreihe der oberösterreichischen Malerin Birgit Schweiger

„“Wir freuen uns, am kommenden Dienstag bei der Nuclear Energy Conference in Linz, Anti Atom Engagierte aus 12 Nationen begrüßen zu dürfen! Der europaweite Atomausstieg und ausgewählte Länderperspektiven werden an diesem Tag im zentralen Blickpunkt liegen! Ausgewiesene Energie-Expert_innen aus Polen, Tschechien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz werden ihre Sicht zum Atomausstieg darlegen!““, so die Organisatoren der Nuclear Energy Conference die Anti Atom Organisationen Oberösterreichs, atomstopp_atomkraftfrei leben!, das Anti Atom Komitee und Mütter gegen Atomgefahr Freistadt.

Um 12:30 Uhr wird es für Medienvertreter_i nnen als Abschluss des Vormittagsblocks der Konferenz die Möglichkeit geben, Interviews mit den Referent_innen zu führen. 

Als besonderes Highlight: Die oberösterreichische Malerin Birgit Schweiger setzt eine ganz besondere Bildreihe ins Blickfeld der Konferenz: YENERGY – das ergibt sich aus Youth und Energy. Die Künstlerin reflektiert in diesem Zyklus die Beziehung junger Menschen zu Objekten erneuerbarer Energien, in all ihren Erscheinungsformen, ihren Möglichkeiten: majestätisch, bedrohlich… oder auch hässlich? – und schön? Die Ausstellung bleibt im Foyer der Redoutensäle noch bis 22. Mai. weitere Informationen https://sites.google.com/site/biiirgitschweiger/yenergy-2013

Weitere Informationen:
Roland Egger atomstopp_atomkraftfrei leben! +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger Mütter gegen Atomgefahr Freistadt +43 680 33 33 625
Manfred Doppler Anti Atom Komitee +43 664 450 50 15

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Antiatom Organisationen OÖ: Nuclear Energy Conference 2015 in Linz im Zeichen des europäischen Atomausstiegs

Dienstag, 19. Mai, Redoutensäle, Promenadenhof, Linz – ab 9:30 Uhr

„“Mehr als 150 Teilnehmer_innen der diesjährigen Nuclear Energy Conference in Linz können sich auf hochkarätige Expert_innen freuen, die einen Blick in eine europäische Zukunft ohne Atomkraft werfen werden!““, so die Organisatoren der Konferenz, die oberösterreichischen Antiatom Organisationen atomstopp_atomkraftfrei leben, Anti Atom Komitee und Mütter gegen Atomgefahr Freistadt.

Am 19. Mai 2015 wird die Nuclear Energy Conference in den Linzer Redoutensälen auf der Promenade über die Bühne gehen wird. Teilnehmer_innen aus vielen europäischen Ländern werden anreisen, um sich die elementare Frage, wie die Energiezukunft Europas ohne Atomkraft gestaltet wird, von hochkarätigen Expert_innen aus Deutschland , England, Frankreich, Tschechien, Polen und der Schweiz aus der jeweiligen Perspektive der verschieden Länder analysieren zu lassen.

Die international besetzte Konferenz ist eine Folge-Veranstaltung der Nuclear Energy Conference 2014 in Prag, bei der es um die wirtschaftlichen Grenzen der Atomenergie ging.

„“Unter dem Titel: Europa ohne Atomkraft. Wie schaut die Energiezukunft Europas aus? werden wir einen utopisch/realistischen Blick auf bereits erfolgte, auf die möglichen und auf die nötigen Schritte für einen europäischen Atomausstieg wagen, auf Szenarien also, die zu einer gelingenden, atomkraftfreien Energieversorgung in Europa führen.““, so die Veranstalter der Konferenz.

Die Informationen im Detail:

Als Keynote-Speaker für die Konferenz konnte Franz Alt, Solarpionier, Sachbuchautor und Journalist, gewonnen werden. Er wird zum Thema „Auf der Sonnenseite: Wie uns die Energiewende zu Gewinnern macht, referieren. 

Landesra t Rudi Anschober wird sich angesichts der laufenden Diskussion um die Subventionierung des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C, seine These erörtern: Das Ende für die Atomsubventionen wird den europaweiten Atomausstieg einleiten.

Patricia Lorenz, langjährige Antiatom-Aktivistin bei GLOBAL 2000 und Friends of the Earth Europe präsentiert die Studie „2030 – Europa ohne Atomkraft“. 

Der Franzose Yves Marignac (WISE Paris) wird auf die Frage eingehen, wie die Atomnation Nr. 1 aus seiner atomaren Sackgasse herausfinden kann. 

Der Brite Antony Froggatt (Mitautor des jährlichen erscheinenden World Nuclear Industry Status Reports) wird aufzeigen, ob Großbritannien überhaupt neue Atomreaktoren braucht. 

Der Tscheche Edvard Sequens vom Verein CALLA erläutert die Versäumnisse in der tschechischen Energiepolitik. 

Claudia Kunz, Referentin für Energiewirtschaft bei der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (Berlin) zeigt, wie s ich der deutsche Atomausstieg gestalten wird und einen Blick auf die Zeit danach werfen. 

Sabine von Stockar von der Schweizerischen Energiestiftung verfolgt die Vision des Schweizerischen Atomausstiegs und wird näher darauf eingehen, welche Schritte die Schweiz politisch, rechtlich und investitionstechnisch nehmen müsste, damit der Atomausstieg gelingt. 

Dariusz Swzed aus Polen schließlich wird sich dem Aspekt der Energiedemokratisierung in Polen widmen und politische, soziale und ökonomische Aspekte näher erläutern. 

Weitere Informationen:
Roland Egger – atomstopp_atomkraftfrei leben! – 0680 23 93 019
Gabriele Schweiger – Mütter gegen Atomgefahr Freistadt – 0680 33 33 625
Manfred Doppler – Anti Atom Komitee – 0664 450 50 15

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Nuclear Energy Conference 2015

Linz ist am 19. Mai Treffpunkt internationaler Energie-Expert_innen

„Europa ohne Atomkraft. Wie schaut die Energiezukunft Europas aus?“ Unter diesem utopisch/realistischen Titel wird im Rahmen der banner_1Nuclear Energy Conference 2015, am 19. Mai in den Linzer Redoutensälen ein Blick in die nahe Zukunft einer gesicherten und nachhaltigen europäischen Energieversorgung gewagt. Welche Entwicklungen stehen Europa ins Haus, um dieser elementaren Anforderung gerecht werden zu können? Welche Szenarien gibt es für ausgewählte Länder?

Nach einem Impulsreferat von Solarpionier und Sachbuchautor Franz Alt „“Auf der Sonnenseite – Wie uns die Energiewende zu Gewinnern macht““ wird eine hochkarätig besetzte Riege an Expert_innen aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Deutschland, Tschechien und der Schweiz über die notwendigen Schritte berichten, dass ein Europa ohne Atomkraft keine bloße Utopie bleibt, sondern Realität wird!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch wird auf Grund des begrenzten Platzangebots um Anmeldung bis 11. Mai ersucht unter office@anti.atom.at.

Nähere Informationen zum Programmablauf sowie zu den Referent_innen sind zu finden auf www.nec2015.eu. Die Veranstalter der Konferenz sind die oberösterreichischen Antiatomorganisationen atomstopp_atomkraftfrei leben!, das Anti Atom Komitee sowie die Mütter gegen Atomgefahr.

Für Rückfragen:
Gabriele Schweiger 0680 33 33 625
Roland Egger 0680 23 93 019
Manfred Doppler 0664 450 50 15

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atomstopp: Hinkley Point C-Entscheidung im Schutze des Atomfördervertrags EURATOM

 Österreichische Bundesregierung braucht einen Plan B

„Die heutige Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union zum Beschluss der EU-Kommission millardenschwere Beihilfen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C zu erlauben, zeigt deutlich, dass der EURATOM-Vertrag als Begründung herhalten und möglicherweise jede Wettbewerbsverzerrung schlagen wird. Es ist unfassbar, dass der Atomfördervertrag aus den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts bei einer Entscheidung der EU-Kommission im 21. Jahrhundert noch eine Bedeutung hat!“, zeigen Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

„All jene, die glauben Österreich als erklärtes Antiatom-Land hätte einen Einfluss bei einem Atomförderverein wie EURATOM müssen zumindest heute zugeben, dass die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM von Anfang an ein Fehler war: EURATOM fördert die Atomindustrie, EURATOM schützt die Atomindustrie und somit ist EURATOM ein Sicherheitsrisiko!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die österreichische Bundesregierung wird nun Klage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Europäischen Gericht einbringen können. Wir erwarten uns, dass sie das auch unverzüglich tun wird! Gleichzeitig braucht Österreich aber auch einen Plan B, wenn die Klage wegen EURATOM abgewiesen wird: Jede_r Österreicher_in darf mit ihren_seinen Steuergeldern den atomaren Irrsinn mitfinanzieren. Ein Ausstieg Österreichs aus EURATOM ist mehr denn je gerechtfertigt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Anmerkung: Passagen mit EURATOM-Bezug aus dem heute veröffentlichen Beschluss der EU-Kommission im Amtsblatt der Europäischen Union – siehe unten.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

(369) Die Kommission räumte jedoch ein, dass die Maßnahme mit dem Euratom-Vertrag in Einklang stehe.

(370) Wie die Kommission in vorangegangenen Entscheidungen ( 1 ) anerkannt hat, ist es Ziel des Euratom-Vertrags, die „Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie, um umfangreiche Energiequellen bereitzustellen“, zu schaffen. Dieses Ziel wird in Artikel 1 des Euratom-Vertrags aufgegriffen, wonach „es Aufgabe der Gemeinschaft ist, durch die Schaffung der für die schnelle Bildung und Entwicklung von Kernindustrien erforderlichen Voraussetzungen für die Hebung der Lebenshaltung in den Mitgliedstaaten (…) beizutragen“.

(371) Auf dieser Grundlage wird durch den Euratom-Vertrag die Europäische Atomgemeinschaft gegründet, der die notwendigen Instrumente und Aufgaben zugewiesen wurden, um diese Ziele zu erreichen. Die Kommission muss gewährleisten, dass die Bestimmungen dieses Vertrags angewandt werden.

(372) In Artikel 2 Buchstabe c Euratom-Vertrag heißt es, die Mitgliedstaaten hätten „die Investitionen zu erleichtern und, insbesondere durch Förderung der Initiative der Unternehmen, die Schaffung der wesentlichen Anlagen sicherzustellen, die für die Entwicklung der Kernenergie in der Gemeinschaft notwendig sind“. Artikel 40 des Vertrags bestimmt, dass die Gemeinschaft hinweisende Programme veröffentlichen soll, um „Investitionen anzuregen“, „insbesondere hinsichtlich der Ziele für die Erzeugung“.

(373) Nach Einschätzung der Kommission, der insbesondere Kapazitätsprognosen und die Rolle, die die Stromversorgung durch das Kraftwerk HPC nach Aufnahme des Betriebs spielen wird, zugrunde liegen, trägt die Maßnahme zu langfristiger Versorgungssicherheit bei.

(374) Die Kommission kommt somit zu dem Ergebnis, dass auf die Förderung der Kernkraft ausgerichtete Beihilfemaßnahmen ein Ziel von gemeinsamem Interesse verfolgen und gleichzeitig einen Beitrag zu Zielen Diversifizierung und Versorgungssicherheit leisten können.

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