Aviso-atomstopp-Aktion: Atomkonzern CEZ haftet nur für 0,28% des Schadens bei SuperGAU in Temelin.

TSCHERNOBYL – FUKUSHIMA mahnen …

Fotoaktion morgen Montag, 28. Jänner, vor Eingang Vienna International Centre, Wien, Wagramer Str. 5, 1220 Wien – 14 bis 15 Uhr –
Aktivist_innen mit Strahlenschutzanzügen und Schildern: FUKUSHIMA – Wer haftet? TSCHERNOBYL – Wer zahlt? TEMELIN – Wer haftet? MOCHOVCE – Wer zahlt?

Anlässlich des morgen beginnenden dreitägigen IAEA-Expertentreffens „Decommissioning and Remediation after a Nuclear Accident“ in Wien macht atomstopp_oberoesterreich auf die lächerlich geringe finanzielle Abdeckung bei Atomunfällen aufmerksam.

„Der TEMELIN-Betreiber CEZ muss laut tschechischem Gesetz lediglich eine Haftpflichtversicherung von rund 80 Millionen Euro abschließen und auch im schlim msten Fall wird der Konzern nur mit 320 Millionen Euro haften! In Anbetracht der Unsummen, die man aufgrund der Schäden durch TSCHERNOBYL oder FUKUSHIMA errechnet hat, ist das absolut lächerlich! „, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Schätzungen der EU-Kommission und von Versicherungsunternehmen für einen SuperGAU in Europa reichen von 114 Milliarden Euro bis zu 8 300 Milliarden Euro (zitiert in Studie: Berechnung einer risikoadäquaten Versicherungsprämie zur Deckung der Haftpflichtrisiken, die aus dem Betrieb von Kernkraftwerken resultieren – Eine Studie im Auftrag des Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. )

„Wenn man vom „günstigsten“ Schadensfall ausgeht und annimmt, dass der SuperGAU in TEMELIN „nur“ einen Schaden von 114 Milliarden Euro verursacht und das in Relation setzt mit der Haftung von 320 Millionen Euro durch den Atomkonzern CEZ, sieht man, welchen lächerlichen Bruchteil der Schadensverursacher selber trägt: nämlich nur 0,28%. Den Rest – nämlich 99,72% des Schadens – trägt die Allgemeinheit. Und das gilt auch für einen SuperGAU in MOCHOVCE! Auch wenn es der IAEA als Atomlobby-Agentur schwerfällt, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, angemessene Haftpflichtversicherungen für Atomanlagen zu forcieren! „, so Egger und Schweiger.

„Wir begrüßen es absolut, dass EU-Energiekommissar Oettinger als Folge der AKW-Stresstests angekündigt hat, sich europaweit für eine einheitliche und höhere Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke einzusetzen! In Anbetracht des Ausbaus von TEMELIN und MOCHOVCE muss seine Initiative unverzüglich gestartet werden! Wir erwarten uns auch, dass sich die österreichische Bundesregierung in Brüssel dafür einsetzt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Konsequente Antiatom-Politik in OÖ als Auftrag für Bundesregierung!

EURATOM-Forschungsprogramm muss dem europaweiten Atomausstieg angepasst werden!

„Wir freuen uns sehr, dass sich der oberösterreichische Landtag in seiner jüngsten Antiatom-Resolution nicht nur ganz klar gegen den Ausbau des Atomkraftwerks Temelin ausspricht, sondern auch von der Bundesregierung verlangt, dass der EURATOM-Vertrag zum Atomausstiegsvertrag gemacht wird!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_obreoesterreich.

Die oberösterreichische Antiatom-Resolution sollte Wissenschaftsminister Töchterle bei den derzeitigen Verhandlungen zum EURATOM-Forschungsprogramm den Rücken stärken. Bis Mitte des Jahres 2013 soll klar sein, in welche Richtung die Atomforschung für die Jahre 2014 bis 2018 laufen wird.

„Derzeit schaut es leider so aus, dass die Atomlobbyisten stärker wären, denn auch beim besten Willen kann man im Vorschlag der EU-Kommission zur Atomforschung keinen Hinweis auf einen europaweiten Atomausstieg erkennen. Im Gegenteil: Für Forschungsarbeiten an „neuartigen“ Reaktortypen, steht mit 145 Millionen Euro jährlich ein doppelt so hohes Budget zur Verfügung wie für Strahlenschutz und Kernspaltung gemeinsam!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Es soll zukünftig aber nicht an „neuartigen“ Reaktortypen geforscht werden: Die EURATOM-Forschung sollte sich ausschließlich mit der Abwrackung der Atomkraftwerke und der Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle auseinandersetzen – beides sind Jahrhundertaufgaben, die noch Generationen nach uns beschäftigen werden! Je früher Europa aus der Atomkraft aussteigt, umso besser für alle!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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atomstopp zu Temelin-Ausbau: Tschechische Atomlobbyisten müssen volle Haftung für Atomunfall übernehmen!

Atomkonzern CEZ haftet nur mit 8 Milliarden Kronen – PKW der Temelin-Mitarbeiter_innen sind besser versichert!

„Nachdem das tschechische Umweltministerium grünes Licht für den Ausbau Temelins gegeben hat, ist es höchst an der Zeit, dass den tschechischen Atomlobbyisten klar gemacht wird, dass sie die volle Haftung für einen Atomunfall zu übernehmen haben! Es ist nicht akzeptabel, dass der Atomkonzern CEZ nur mit 8 Milliarden Kronen haftet, also mit maximal 320 Millionen Euro!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Spätestens seit dem Mehrfach-SuperGAU von FUKUSHIMA sollte auch den Atomlobbyisten in Tschechien klar sein, dass bei einem Atomunfall mit Schäden von meh reren hundert Milliarden Euro zu rechnen ist!

Autos auf dem Parkplatz vor dem AKW Temelin sind besser versichert als das Atomkraftwerk selbst

Es ist an Absurdität nicht zu übertreffen: Die Autos auf dem Parkplatz vor dem AKW Temelin sind jedenfalls besser haftpflichtversichert als das Atomkraftwerk selbst. Eine Standardhaftpflichtversicherung für PKW in Tschechien umfasst üblicherweise 35 Millionen Kronen, kann jedoch auch auf 100 Millionen Kronen angehoben werden. Geht man von 100 PKW aus, die von den Temelin-Mitarbeiter_innen auf dem Parkplatz abgestellt werden, sind diese insgesamt mit bis zu 10 Milliarden Kronen versichert!

„Wer glühend für den Ausbau der Atomkraft ist, für den soll auch die volle Haftung für den Atomunfall selbstverständlich sein! Wir begrüßen es sehr, dass EU-Energiekommissar Oettinger als Konsequenz der AKW-Stresstest angekündigt hat, den Haftungsrahmen für die Atomkonzerne bedeutend anheben zu wollen! Damit werden auch die Versicherungsprämien steigen und ebenso der Strompreis! Es ist nur recht und billig, wenn Atomkonzerne die Kosten für ihren Irrsinn selber tragen müssen und nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Tschechische Atomlobbyisten geben grünes Licht für atomaren Rückschritt!

Erschreckend: Denn sie wissen nicht, was sie in Temelin bauen werden!

„Die Entscheidung des tschechischen Umweltministeriums, dem Temelin-Ausbau zuzustimmen und damit grünes Licht zu geben für einen Rückschritt in die atomare Vergangenheit, ist bedauerlich und erschreckend zugleich. Die Entscheidung des tschechischen Umweltministeriums wird nämlich zu einem Zeitpunkt getroffen, zu dem überhaupt nicht klar ist, was in Temelin gebaut werden soll!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.

„Mit dem heutigen Tag hat der Temelin-Betreiber den Persilschein für den Ausbau Temelins in der Tasche. Und er hat den Persilschein in der Tasche, einen weiteren Beitrag für die atomare Gefährdung Mitteleuropas leisten zu dürfen! Die tschechischen Atomlobbyisten scheinen sich vorerst durchgesetzt zu haben! Ob der Ausbau Temelins jedoch wirtschaftlich tragbar ist, steht auf einem anderen Papier. Renommierte tschechische Beratungsunternehmen warnen im Zusammenhang mit dem Temelin-Ausbau, weil er einer Casino-Zockerei gleichkomme! Atomlobbyisten scheinen damit aber kein Problem zu haben, spielen sie ja auch sonst schon mit dem Leben der Bevölkerung!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: IAEA geht offenbar von langem AUS für 47 japanische Atomreaktoren aus!

Weltweit „offiziell“ nur mehr 390 Atomreaktoren in Betrieb

Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) deklarierte per 1. Jänner 2013 47 japanische Atomreaktoren mit dem Status „Long-Term Shutdown“. Offenbar geht man bei der IAEA davon aus, dass es Jahre dauern wird, bis diese japanischen Atomreaktoren wieder ans Netz gehen. „Diese klare IAEA-Einstufung der 47 japanischen Atomreaktoren, die nach dem Mehrfach-SuperGAU von FUKUSHIMA zu Sicherheitsüberprüfungen vom Netz genommen wurden, ist wohl als ein Indiz auf erhebliche Sicherheitsmängel bei den japanischen Atomreaktoren zu verstehen! Und zwar auf solche Sicherheitsmängel, die eben nicht kurzfristig zu beheben sind!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Dieser Schritt der IAEA ist wohl auch insofern alarmierend und bemerkenswert, hat doch die neugewählte japanische Regierung bereits klar gemacht, dass man nicht vorhabe, aus der Atomenergie auszusteigen. Von ursprünglich 56 japanischen Atomreaktoren sind aber zur Zeit nur 2 Atomreaktoren in Betrieb und nur 7 weitere Atomreaktoren sind vielleicht reaktivierbar, die restlichen 47 werden wohl auf Jahre ausfallen!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Offiziell sind derzeit also nur noch 390 Atomreaktoren in Betrieb – so wenig wie Mitte der 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts! Die von einigen Fanatikern vielbeschworene Atomrenaissance hat also einen gewaltigen Rückschlag erlitten!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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