atomstopp: Zwei glühende Atombefürworter rittern um tschechische Präsidentschaft!

Wirtschaftlichkeit des Temelin-Ausbaus in höchstem Maße ungewiss.

„Die Bemühungen, in Tschechien eine Versachlichung in der Atompolitik zu erreichen, haben bereits jetzt, mit dem bisherigen Stand der Präsidentschaftswahl, einen entschiedenen Rückschlag erfahren. Denn beide Kandidaten, die Ende Jänner in die Stichwahl gehen, sind glühende Atombefürworter und schon in der Vergangenheit mit einem emotionalen und fanatischen Zugang zur Atomenergie aufgefallen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Von einem Präsidentschaftskandidaten, dem amtierenden Außenminister Karel Schwarzenberg, wurden die Atomgegner_innen als „Magori“ beschimpft, als Trottel. Die Pannen im A KW Temelin bezeichnete Schwarzenberg als „Schmonzes“. Der andere Präsidentschaftskandidat, der frühere Premierminister Milos Zeman, hatte federführend das Melker Abkommen zur Nachrüstung des AKW Temelin mitverhandelt und in seinen 2005 erschienen Memoiren dazu festgestellt: „Ehrlich gesagt war es eine Vereinbarung die unseren absoluten Sieg bedeutete und gerade deswegen war es notwendig, den Gegner nicht zu erniedrigen, sondern ihm einen roten Teppich zum Rückzug hinzulegen.“

„Die Positionierung bei beiden Präsidentschaftskandidaten ist ungebrochen für Atomenergie und damit für den Ausbau des Atomkraftwerks Temelin. Bis zu den Präsidentschaftskandidaten scheint es sich noch nicht durchgesprochen zu haben, dass die Investition in den Ausbau von Temelin einer Zockerei im Casino gleichkommt und der tschechische Atomkonzern CEZ schon klargelegt hat, dass er massive staatliche Unterstützung beanspruchen wird, um den Temelin-Ausbau zu realisieren. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Aspekt der Unwirtschaftlichkeit des Temelin-Ausbaus auch die glühenden Atombefürworter Schwarzenberg und Zeman eines Besseren belehren möge. Denn für Argumente wie nachhaltige Energiewirtschaft, die unabsehbaren Folgen eines SuperGAUS und der unlösbaren Frage nach der Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle für hunderttausende Jahre sind sie ja bedauerlicherweise nicht zugänglich.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Kosten für Kaliumjodid-Aktion soll gefälligst die Atomlobby tragen!

Anfrage an Gesundheitsministerium und Apothekerkammer

„Die heute angekündigte Abholaktion für Kaliumjodid-Tabletten zeigt, wie Ernst die Gefahr einer Reaktorkatastrophe für die österreichische Bevölkerung ist und wie Ernst sie auch von der Politik genommen wird! Nicht einzusehen ist allerdings, dass die Kosten für diese Aktion die österreichischen Steuerzahler_innen tragen müssen! Wir plädieren dafür, dass diese – wie auch alle anderen Kosten, die den Österreicher_innen entstehen, weil manche Nachbarstaaten auf den atomaren Irrsinn setzen, gefälligst von der Atomlobby selber zu tragen sind!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Egger und Schweiger werden eine Anfrage an das Gesundheitsministerium und an die Apothekerkammer formulieren, um die durch diese Aktion entstandenen Kosten zu erfahren.

„Es ist völlig indiskutabel: Wir werden durch die grenznahen Atomkraftwerke bedroht und sollen dann auch noch selber für Schutz- und Vorsorgemaßnahmen aufkommen! Alle Kosten, die durch die Atomlobby verursacht werden, sind auch von dieser zu übernehmen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Atomkraft wegen Unwirtschaftlichkeit in arger Bedrängnis!

Ehemaliger CEZ-Vorstand warnt tschechische Regierung vor Subventionen für Temelin-Ausbau

„Es ist sehr erfreulich: Offenbar zücken nun auch die glühendsten Atomlobbyisten den Rechenstift und müssen zur Erkenntnis kommen, dass sich die Investition in Atomkraft nicht rechnet! Nicht anders ist der Rückzug des italienischen Energiekonzerns ENEL aus dem französischen Atom-Vorzeigeprojekt EPR zu werten! Mit ENEL verlässt ein weitere strategischer Partner das internationale Atomgeschäft, nachdem bereits im März 2012, die deutschen Energiekonzerne RWE und E.ON ihren Rückzug aus dem Bau geplanter Atomkraftwerke in Großbritannien erklärten!“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberosterreich überzeugt!

„Ob angesichts dieser jüngsten Entwicklungen, der tschechische Atomkonzern CEZ für den geplanten Neubau von zwei weiteren Atomreaktoren am Standort Temelin überhaupt noch einen strategischen Partner findet, scheint mehr als fraglich! Sogar der ehemalige CEZ-Vorstand Jaroslav Mil, fragt sich unumwunden, ob und warum die zwei weiteren Temelin-Reaktoren überhaupt gebaut werden sollten!“, so Egger und Schweiger weiter, die auf ein entsprechendes Interview im tschechischen Radio vom 3. Dezember verweisen. Der ehemalige CEZ-Vorstand meint in dem Interview, dass CEZ den Temelin-Ausbau ohne Staatshilfe schaffen muss. Wenn das nicht möglich sei, hätte es keinen Sinn, in den Temelin-Ausbau zu investieren!

„Jede Art der Subvention an die Atomkraft ist abzulehnen! Die Folgen einer möglichen Nuklearkatastrophe sollten jeder Regierung Warnung genug sein, vom unlösbaren Problem der Endlagerung ganz zu schweigen! Wir hoffen, dass sich auch in Tschechien letzten Endes die Vernunft durchsetzt und die Ausbaupläne für Temelin ad acta gelegt werden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Eine Amerikanerin in Prag – Lobbying für den Temelin-Ausbau

Hillary Clinton zu letztem Aufgebot für marode Atomindustrie in Prag

„Dass sich die scheidende amerikanische Außenministerin Hillary Clinton für den Atomkonzern Westinghouse starkmacht, der als einer der Bieter um den Temelin-Ausbau noch im Rennen ist, zeigt, dass es sich bei Atomgeschäften nicht um „normales“ Business geht! Vielmehr macht es deutlich, wie eng die Verzahnung zwischen Politik und der Atomlobby in Wirklichkeit ist und wie die Atomlobby von politischen Fürbitter_innen abhängt!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich den morgigen Prag-Besuch der amerikanischen Außenministerin.

„Hillary Clinton sollte – bei allem politischen Interesse, dass die Amerikaner den Milliardenauftrag für den Ausbau Temelins bekommen – sich aber vor Augen führen, dass sie sich zum letzten Aufgebot für eine zutiefst unwirtschaftliche Atomindustrie macht, vom ökologischen Irrsinn ganz zu schweigen!“, so Egger und Schweiger weiter.

Auch im Heimatland der amerikanischen Außenministerin ist jedenfalls Atomkraft eine aussterbende Industrie und hängt nur durch politische Unterstützung weiter am Tropf:

– Erst Bürgschaften für Atomkraftwerke in Höhe von sagenhaften 54 Milliarden Dollar waren für die US-Atomindustrie Anreiz genug, im Jahr 2012 erstmals nach 30 Jahren wieder um die Bewilligung für den Bau eines Atomreaktors anzusuchen!
– Der einzige Atomreaktor, an dem zur Zeit in den USA gebaut wird, ist Watts Bar – und an diesem Reaktor wird seit 1972 (!) gebaut, also seit 40 Jahren!
– Weil sich der Neubau von Atomreaktoren in keinster Weise rechnet, verlängert man in den USA die Laufzeiten ungeachtet des dadurch steigenden Risikos auf bis zu 60 Jahren!

„Es ist schon klar: Die Atomindustrie ringt so verzweifelt um neue Aufträge, dass die US-Atomlobby dafür sogar die amerikanische Außenministerin instrumentalisiert. Sie sollte wissen, dass ein unabhängiges tschechisches Beratungsunternehmen, den Ausbau Temelins als Casino-Zockerei bezeichnet hat. Der Temelin-Betreiber CEZ weiß das jedenfalls und wollte deshalb einen garantierten Strompreis für die nächsten 60 Jahre! Um sich wirtschaftlich zu rechnen, müsste der Temelin-Strom um € 169 pro MWh über die gesamte Laufzeit verkauft werden können. Der derzeitige Großhandelspreis liegt jedoch bei weniger als einem Drittel, nämlich bei € 50 pro MWh!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir finden es schwer enttäuschend, dass sich Hillary Clinton in ihrem letzten Aufgebot in Tschechien ausgerechnet für die Atomlobby starkmacht.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Österreichische Pumpspeicherkraftwerke für Atomstrom endlich sperren!

Betreiber gehen keine freiwillige Selbstverpflichtung ein!

„Mit großer Genugtuung wird beobachtet, dass endlich die österreichischen Pumpspeicherkraftwerke für ausländischen Atomstrom gesperrt werden und kein Grünwaschen von dreckigem Strom mehr passieren soll!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich die jüngste Entwicklung in der heimischen Energiepolitik!

Dass ein wasserdichter gesetzlicher Rahmen für den österreichischen Strommarkt nötigerweise geschaffen werden muss, resultiert aus der Unwilligkeit der heimischen Energiehändler freiwillig auf den Import von Atomstrom zu verzichten! Die Pumpspeicherkraftwerke waren bisher für manche Energiehändler in Ös terreich offenbar das ideale Tor, „billigen“ Atomstrom nach Österreich zu bringen.

Pumpspeicherkraftwerke in OÖ werden auch mit Atomstrom betrieben

„Wir haben in den vergangenen Monaten Gespräche mit den drei Projektanten gesucht, die Pumpspeicherkraftwerke in Oberösterreich planen und wollten von ihnen wissen, mit welchem Strom sie die Pumpspeicher füllen werden. Und das Ergebnis dieser Gespräche war bezeichnend: Keiner der Projektanten wollte uns eine Garantie abgeben, dass die Pumpspeicher ausschließlich mit Erneuerbarer Energie betrieben werden! Im Gegenteil: Die Energie AG, die Verbund AG und auch die Bernegger GmbH bestätigten, dass die Pumpspeicher vor allem mit dem am billigsten gehandelten Strom gefüllt werden und damit auch Atomstrom in „saubere“ Wasserkraft umgefärbt wird! Es ist davon auszugehen, dass das bisher auch gängige Praktik in anderen Bundesländern war“, so Egger und Schweiger weiter.

„Es ist für die österreichische Antiatom-Politik schädlich, wenn in österreichischen Pumpspeicherkraftwerken Atomstrom sauber gewaschen wird. Die jetzige Entwicklung, dieser Praktik gesetzlich endlich einen Riegel vorzuschieben, wird mit großer Genugtuung gesehen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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