Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei: Offener Brief an Bundeskanzler Werner Faymann: Nach alarmierenden AKW-Stresstests nicht einfach zur Tagesordnung übergehen!

Konsequenzen aus Stresstests müssen beim Europäischen Rat am 18./19. Oktober in Brüssel eingefordert werden!

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

das Österreichische Netzwerk Atomkraftfrei appelliert an Sie, beim Europäischen Rat am Donnerstag und Freitag in Brüssel aufgrund der Ergebnisse des alarmierenden AKW-Stresstests umfangreiche Konsequenzen einzufordern!

Wie wir erfahren haben, ist lediglich geplant, beim Europäischen Rat über die AKW-Stresstests zu „berichten“, mehr aber nicht.

Herr Bundeskanzler: Wir nehmen Sie beim Wort! Von Ihnen selber stammt die Aussage: „Wir verlangen eine genaue Prüfung jedes einzelnen AK W in Europa, nicht nur einen allgemeinen Zustandsbericht“, betonte Faymann. „Man kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn man sieht, wie viele Sicherheitsaufrüstungen notwendig sind. Es ist unsere Pflicht, darauf zu verweisen, dass hier eine Vertiefung der Überprüfung notwendig ist und die Konsequenzen aus diesen Überprüfungen zu ziehen sind.“ (www.spoe.at – 2. Oktober 2012).

Wir sind völlig Ihrer Meinung: Aus den Überprüfungen der Atomkraftwerke müssen nun Konsequenzen folgen! Nach den alarmierenden Stresstests einfach zur Tagesordnung überzugehen, wäre grob fahrlässig und völlig inakzeptabel!

Treten Sie beim Europäischen Rat beherzt auf – zu unser aller Schutz vor den atomaren Gefahren!

Im Namen der unterzeichnenden Organisationen und Einzelpersonen des
Österreichischen Netzwerkes Atomkraftfrei

Roland Egger – atomstopp_atomkr aftfrei leben!, Linz
Reinhard Uhrig – GLOBAL 2000, Wien
Heinz Stockinger, Thomas Neff – PLAGE Plattform gegen Atomgefahren, Salzburg
Maria Urban, Paula Stegmüller – Wiener Plattform Atomkraftfrei, Wien
Matthias Reichl – Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, Bad Ischl
Hermann Ölberg, Leonore Golling – Arbeitsgemeinschaft für Atomkraftfreie Zukunft, Innsbruck
Bernhard Riepl – Verein Sonne+Freiheit, Budweis, Sandl
Gabriele Schweiger – Freistädter Mütter gegen Atomgefahr, Freistadt
Manfred Doppler – Anti Atom Komitee, Freistadt
Hildegard Breiner – Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, Bregenz
Gottfried Brandner – Teammitglied Waldviertler Energiestammtisch, Waidhofen an der Thaya
Irmgard Schmied – Plattform wald4tel.atomkraftfrei, Dallein

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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atomstopp: Pumpspeicherkraftwerke öffnen Tür und Tor für Atomstrom!

Kein Projektant in Oberösterreich will garantieren, dass nur mit Erneuerbaren Energien gepumpt wird!

„Große Ernüchterung machte sich gestern bei der Veröffentlichung des Stromkennzeichnungsberichts breit, wirft doch der Bericht ein bezeichnendes Bild auf die Geschäftspraktiken der österreichischen Energiehändler und ihr Verhältnis zum Bezug von Atomstrom!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Gerade bei den Pumpspeicherkraftwerken zeigt sich, dass auch nach der mancherorts als „größter Erfolg nach Zwentendorf“ bezeichneten Einigung von Umweltschutzorganisationen mit den Energiehändlern und der Bundesregierung, das Thema „Atomstromimport nach Österreich“ nur unzureichend und vordergründig gelöst wurde.

Pumpspeicherkraftwerke in OÖ werden auch mit Atomstrom betrieben

„Wir haben in den vergangenen Monaten Gespräche mit den drei Projektanten gesucht, die Pumpspeicherkraftwerke in Oberösterreich planen und wollten von ihnen wissen, mit welchem Strom sie die Pumpspeicher füllen werden. Und das Ergebnis dieser Gespräche ist bezeichnend: Keiner der Projektanten wollte uns eine Garantie abgeben, dass die Pumpspeicher ausschließlich mit Erneuerbarer Energie betrieben werden! Die Energie AG, die Verbund AG und auch die Bernegger GmbH schließen nicht aus, dass die Pumpspeicher auch mit Atomstrom gefüllt werden und damit der Atomstrom zwar in „saubere“ Wasserkraft umgewaschen aber somit dennoch an die Endkunden abgeben wird!“, sind Egger und Schweiger empört.

„Es ist für die Antiatom-Politik des Landes Oberösterreich schädlich, wenn in oberösterreichischen Pumpspeicherkraftwerken, Atomstrom sauber gewaschen wird, wo doch auf der anderen Seite, die oberösterrreichischen Politiker_innen legendär gegen jedes grenznahe Atomkraftwerk auftreten! Dass Atomstrom in die Pumpspeicherkraftwerke kommt, hat zu unterbleiben!“, so Egger und Schweiger weiter.

Politik ist gefordert!

„Wir erwarten uns, dass die Politik entsprechende Schritte setzt! Gerade Unternehmen, die mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand sind und damit im Besitz der Öffentlichkeit, also von uns allen, haben den Wunsch der Öffentlichkeit zu respektieren und umzusetzen und das Reinwaschen von Atomstrom in oberösterreichischen Pumpspeicherkraftwerken gehört sicherlich nicht dazu! 74% der Österreicher_innen wünschen sich laut Umfragen ein gänzliches Verbot von Atomstrom!“, so Egger und Schweiger.

„Ob es gängige Praxis in ganz Österreich ist, in Pumpspeicherkraftwerken den Atomstrom sauberzuwaschen, werden wir uns jedenfalls noch genau anschauen! Die Zahlen des Stromkennzeichnungsberichts deuten jedenfalls darauf hin!,“ so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Parlamentarische Bürgerinitiative gegen EURATOM liegt ONLINE auf

Europaweiter Atomausstieg darf nicht am Atomförderverein EURATOM scheitern!

„Die AKW Stresstests haben es deutlich gemacht: Ein europaweiter Atomausstieg ist das Gebot der Stunde! Jede weitere Förderung der Atomindustrie mit öffentlichen Mitteln verlängert nur die atomare Gefahr! „Die Atomkraftwerke abschalten!“, ist die einzig richtige Devise!“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich überzeugt!

Wie mächtig jedoch die Atomlobby ist und wie mit allen Mitteln ein europaweiter Atomausstieg torpediert wird, ist spätestens seit der Ablehnung des europäischen Bürgerbegehrens „Meine Stimme gegen Atomkraft!“ mit dem Verweis auf den EURATOM-Vertrag klar! “

Der EURATOM-Vertrag blockiert in seiner jetzigen Form als Atomförderverein den europäischen Atomausstieg! Eine parlamentarische Bürgerinitiative, die derzeit ONLINE unterstützt werden kann, regt die Umwandlung des EURATOM-Vertrags in einen Atomausstiegsvertrag an: Alleine die Abwrackung und Entsorgung der Atomkraftwerke und der hochradioaktiven Abfälle ist eine Jahrhundertaufgabe für EURATOM! Wir appellieren an die österreichische Bundesregierung, sich auf europäischer Ebene dafür beherzt einzusetzen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

-> parlamentarische Bürgerinitiative jetzt unterstützen!

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: EU-Kommission soll EURATOM für die Abwrackung der Atomkraftwerke einsetzen!

Europäischer Atomausstieg ist jetzt schon eine Jahrhundertaufgabe für Atombehörde!

„Anstatt Milliarden Euro in marode Atomkraftwerke zu investieren, sollte sich die EU-Kommission dafür einsetzen, dass die europäische Atombehörde EURATOM ausschließlich die sichere Abwrackung der Atomkraftwerke überwacht! Es ist völlig inakzeptabel, dass mit öffentlichen Geldern das Atomrisiko weiter verlängert wird und jeden Tag hochradioaktiver Abfall produziert wird. Niemand weiß, wie und wo dieses tödliche Erbe auf Jahrtausende hinaus gelagert werden soll! Warum also nicht sofort mit dem Ende beginnen und die Atomkraftwerke abschalten?“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich auf den fü ;r morgen angekündigten Beschluss der EU-Kommission, für die europäischen Atomkraftwerke unverbindliche Nachrüstungsempfehlungen abzugeben.

Bundeskanzler Faymanns Idee – EURATOM-Vertrag zum Atomausstiegsvertrag machen!

„Der österreichische Bundeskanzler Faymann hat nach dem Mehrfach-SuperGAU in FUKUSHIMA mit einer sehr guten Idee aufhorchen lassen: der EURATOM-Vertrag soll zu einem Atomausstiegsvertrag gemacht werden! Damit kommt man dem europäischen Atomausstieg einen entscheidenden Schritt näher! Allein die sichere Abwrackung der 132 europäischen Atomkraftwerke ist eine Jahrhundertaufgabe für die Atombehörde!“, so Egger und Schweiger weiter.

Am kommenden Donnerstag, dem 4. Oktober, ist die parlamentarische Bürgerinitiative „Weitere Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM“ auf der Tagesordnung im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen.

„Wir erwarten uns, dass Bundeskanzler Faymann sich seiner eigenen Idee, den EURATOM-Vertrag zum Atomausstiegsvertrag zu machen, erinnert und entsprechende Initiativen auf europäischer Ebene setzt – im Sinne der Sicherheit für Europa! Gelegenheit dazu wird er beim Europäischen Rat Mitte des Monats haben!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Wir unterstützen den E-Protest von GLOBAL2000 – Kein EU-Steuergeld für ukrainische AKWs

Österreich muss Veto gegen EURATOM-Millionen einlegen!

„Es ist ein Skandal, wie unverfroren sich die Atomlobby mit öffentlichen Geldern über Wasser hält! Die Ukraine will 500 Millionen Euro von EURATOM, um ihre maroden Atomkraftwerke noch weitere Jahrzehnte laufen zu lassen! Dass ausgerechnet wir mit unseren Steuergeldern diese atomare Gefährdung auch noch finanzieren sollen, ist ein Hohn!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Wir unterstützen den elektronischen Protest von GLOBAL2000 – Kein EU-Steuergeld für ukrainische Atomkraftwerke! Jede Stimme ist wichtig! Österreich muss ein Veto gegen diese EURATOM-Millionen einlegen! Andernfalls macht sich Österreich an der atomaren Gefährdung mit schuldig! Risikoreaktoren wie die ukrainischen müssen abgeschaltet und nicht mit europäischen Steuergeldern am Laufen gehalten werden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:

Roland Egger + 43 680 23 93 019

Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

 

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