Atomstromimport-Verbot ist Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der österreichischen Bundesregierung Solidaritätskundgebung am Montag, 16. Jänner – ab 11 Uhr – Ballhausplatz, Wien

„Wenn die Bundesregierung mit ihrem Antiatom-Engagement ernst genommen werden will, muss sie einem österreichischen Atomstromimport-Verbot zustimmen!“, so Roland Egger, Obmann von atomstopp_atomkraftfrei leben!, Gabriele Schweiger, Obfrau von Mütter gegen Atomgefahr und Manfred Doppler, Sprecher von Anti Atom Komitee vor dem morgigen Atomstromgipfel im Bundeskanzleramt von Vertreter_innen von GLOBAL 2000 und Greenpeace mit der Bundesregierung.

„Um klar an die Bundesregierung zu signalisieren, dass die Forderung nach einem Atomstromimport-Verbot auch von oberösterreichischen Antiatom-Or ganisationen unterstützt wird, werden wir mit GLOBAL 2000 und Greenpeace auf dem Ballhausplatz ab 11 Uhr unsere Solidarität demonstrieren! Mit einem Atomstromimport-Verbot wird sich die Wirtschaftlichkeit von Atomprojekten – wie etwa der Ausbau des AKW Temelin – schlagartig verschlechtern! Möglicherweise sogar so weit verschlechtern, dass man überhaupt vom Ausbau Abstand nimmt! Solange Atomstrom nach Österreich importiert werden darf, macht sich die österreichische Bundesregierung mitschuldig am Festhalten an europäischen Atomausplänen!“, so Egger, Schweiger und Doppler abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Manfred Doppler + 43 664 450 50 15

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atomstopp, Mütter gegen Atomgefahr, Anti Atom Komitee: Österreichisches Atomstromimport-Verbot als Meilenstein für den europäischen Atomausstieg!

Atomstromgipfel am 16. Jänner wird Gradmesser für die Ehrlichkeit der Bundesregierung hinsichtlich ihrer Bemühungen um einen europäischen Atomausstieg sein

„Wir sind mit GLOBAL 2000 und Greenpeace auf einer Linie und unterstützen die Forderung nach einem österreichischen Atomstromimport-Verbot uneingeschränkt! Wir sehen darin einen Meilenstein für den europäischen Atomausstieg: Atomstrom, der keinen Abnehmer findet, verliert die Berechtigung produziert zu werden und die Wirtschaftlichkeit von AKW-Ausbauplänen wie etwa in Tschechien oder der Slowakei erfährt dadurch einen entscheidenden Dämpfer!“, so Roland Egger, Obmann von atomstopp_atomkraftfrei leben!, Gabriele Schweiger, Obfrau von Mütter gegen Atomgefahr und Manfred Doppler, Sprecher von Anti Atom Komitee in einer ersten Reaktion auf die heutige Pressekonferenz zum Atomstromcheck von GLOBAL 2000 und Greenpeace.

„Tschechische Medien machen sich lustig, dass Österreich, das Paradeland des AKW-Widerstands, ungeniert Atomstrom importiert und erst für das Jahr 2015 irgendwie in Aussicht stellt, den Atomstromimport „bewältigen“ zu können. Schlagzeilen in tschechischen Medien wie: „Atomstrom retten Österreich“ ramponieren die ehrlichen Bemühungen und das Engagement von Antiatom-Organisationen gegen grenznahe Atomkraftwerke!“, zeigen sich Egger, Schweiger und Doppler von der österreichischen Bundesregierung enttäuscht ob ihrer bisherigen zögerlichen Haltung, Atomstrom aus dem österreichischen Netz nachhaltig zu verbannen.

„Ein österreichisches Atomstromimport-Verbot, das so rasch wie mö glich umgesetzt wird, ist das Gebot der Stunde und essentiell für eine glaubwürdige österreichische Antiatom-Politik! Solange Atomstrom ungehindert zum Betreiben von Pumpspeicherkraftwerken verwendet wird, solange die österreichischen Energieversorger ungeniert mit Atomstrom handeln, solange muss sich die österreichische Antiatom-Politik den Vorwurf einer eingeschränkten Glaubwürdigkeit gefallen lassen: Auf die grenznahen Atomanlagen zu schimpfen, gleichzeitig aber den Strom aus diesen Atomanlagen fleißig nach Österreich zu importieren, mutet wirklich seltsam an. Es ist eine geradezu lächerliche Vorstellung der Bundesregierung, wenn sie meint, dass Österreich erst 2015 auf Atomstrom verzichten könne. Österreichs Atomausstieg muss unverzüglich umgesetzt werden! Der Atomstromgipfel am 16. Jänner wird ein Gradmesser für die Ehrlichkeit der Bundesregierung hinsichtlich ihres Antiatom-Engagements und des europäischen Atomausstiegs sein!“, so Egger, Schweiger und Doppler abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Manfred Doppler + 43 664 450 50 15

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atomstopp: Tschechischer Industrieminister schraubt Atomeuphorie des Landes zurück

Atomreaktoren Temelin und Dukovany wurden unter anderem Regime errichtet, wirtschaftliche Situation ist zu beachten, ohne Staatshilfen wird es nicht gehen.

Der tschechische Industrieminister Martin Kuba lässt in einem heutigen Interview mit der regierungsnahen Zeitung PRAVO mit bemerkenswerten Aussagen aufhorchen. Auf die Frage, ob er die geplante Erhöhung des Atomstromanteils in Tschechien auf mehr als 80% für realistisch hält, meint Martin Kuba: „Für mich selbst muss ich sagen, dass ich diesen Anteil des Atomstroms am Energiemix zu hoch finde. Für den Bau solch vieler Atomreaktoren sind riesengroße Investitionsmittel notwendig, die CEZ verdienen muss. Es geht nicht darum, dass wir aufs Papier schreiben, es werden so und so viel Prozent sein. Es ist notwendig zuzugeben, dass die gute wirtschaftliche Situation unserer Atomkraftwerke daraus resultiert, dass sie noch im vorigen Regime und unter anderen Investitionsbedingungen errichtet wurden.“

Und der Generaldirektor des tschechischen Atomkonzerns CEZ gibt in der Freitags-Ausgabe (16. Dezember) der Tageszeitung Mlada Fronta DNES (MFDNES) unumwunden zu, dass mit der Regierung über Staatshilfen beim Ausbau des AKW Temelin verhandelt wird, denn so der CEZ-Generaldirektor Daniel Benes: „Ich kenne nämlich kein Atomprojekt auf der Welt, das ohne jegliche Staatsunterstützung gebaut wird!“

„Es ist schön, dass man nun auch in Tschechien den Rechenstift zückt und anerkennt, dass die Wirtschaftlichkeit der heutigen Atomkraftwerke eng mit dem damaligen kommunistischen Regime zusammenhängt und dass in einer freien Marktwirtschaft der Spielraum für eine hochriskante Ostblocktechnologie einfach enger un d enger wird! Dass man aber gleichzeitig nach Staatshilfen für den Ausbau von Temelin schreit, ist ziemlich unerträglich! Die gleichen CEZ-Manager nämlich, die eingestehen müssen, den Ausbau von Temelin nur mit Subventionen aus Steuergeldern bewerkstelligen zu können, argumentieren dann wieder mit der „billigen“ Atomkraft!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die heutigen tschechischen Presseberichte.

„Der Atomeuphorie in Tschechien wird jedenfalls durch die wirtschaftliche Situation ein Dämpfer erteilt. Entscheidend ist jetzt, dass Österreich gegenüber Tschechien klarstellt: Wir werden euren Atomstrom nicht abkaufen! Damit verschärft sich die Wirtschaftlichkeit des Temelin-Ausbaus nochmals und möglicherweise bedeutet das ein vorzeitiges AUS für den Temelin-Ausbau! Wir appellieren jedenfalls an unsere Bundesregierung ein wasserdichtes Atomstromimport-Verbot durchzusetzen – auch als österreichischen Alleingang!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp zur Energy Road Map 2050: Ewig die alte Leier von der „billigen“ Atomkraft

Atomkraftwerke sind massivst unterversichert

„EU-Kommissar Günther Oettinger mag es wenden, wie er will: das heute von ihm vorgestellte Papier „Energy Roadmap 2050″ unterstreicht mit dem Verweis auf neue Reaktortechnologien, mit denen die Atomindustrie das Sicherheits- und Abfall“problem“ in den Griff bekommen kann und damit wohl zur „Beruhigung“ der Bevölkerung beitragen kann, einmal mehr, dass man in der EU-Kommission durchaus immer noch ein Faible für die Atomenergie hat!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.

„Dass in dem Papier aber die ewig gleiche Leier von der „billigen“ Atomkraft bemüht wird und argumentiert wird, dass die Atomkraft zu niedrig en Strompreisen beiträgt, ist ein starkes Stück!“, so Egger und Schweiger weiter und: „Die europäische Atomindustrie genießt Sonderrechte! Der Wettbewerb wird bewusst ausgeschaltet, von den Milliardenförderungen über den EURATOM-Vertrag ganz zu schweigen!“

Gerade die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat gezeigt, wer die Kosten für die Atomkraft und deren Auswirkungen zu tragen hat: die Bevölkerung. Die Schadenssumme von mehr als 300 Milliarden Euro kann die Betreibergesellschaft TEPCO nicht finanzieren, also werden die Kosten einfach der Allgemeinheit aufgelastet.

„Atomkraftwerke sind massivst unterversichert: in Tschechien haftet der Betreiber von Temelin und Dukovany mit einem Tausendstel der Schadenssumme von Fukushima! Wären die Betreiber von Atomkraftwerken verpflichtet, das Risiko eines Atomunfalls auch nur annähernd zu versichern, würde die Kilowattstunde Atomstrom &uum l;ber 2 Euro kosten!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die österreichische Bundesregierung kann jetzt ihr Antiatom-Engagement in Brüssel unter Beweis stellen und Initiativen für Chancengleichheit aller Energieträger starten. Der Beginn kann mit einer Initiative zur 100%-Versicherung aller potenziellen Schäden durch die Atomindustrie begonnen werden. Damit kommt man bei dem von der Bundesregierung propagierten europäischen Atomausstieg einen ganz entscheidenden Schritt voran und beendet die ewig alte Leier von der „billigen“ Atomkraft!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Tschechien verordnet sich bei neuem Energiekonzept weitere Überarbeitung

Völlig überzogener Atomausbau nicht haltbar – Neues Energiekonzept nicht vor 2013 – Atomstromimport-Verbot in Österreich muss kommen!

„Auf die Schockmeldung im August, dass im neuen staatlichen Energiekonzept der tschechischen Republik bis zu 14 neue Atomreaktoren geplant seien und sich der Atomstromanteil von derzeit rund 30% auf fast 90% erhöhen sollte, folgt nun das Eingeständnis, dass das Energiekonzept wohl schlecht durchgerechnet wurde und unter anderem auch der Nachweis für den großen Energiebedarf in Tschechien fehlt. In Tschechien regte sich auch massiver Widerstand von Industrieseite gegen den massiven Ausbau der Atomenergie!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf heutige Meldungen in der tschechischen Wirtschaftstageszeitung Hospodarske Noviny.

„Das neue Energiekonzept für Tschechien wird voraussichtlich erst im Jahr 2013 und nicht wie geplant schon heuer beschlossen werden. Und das lässt hoffen und bietet die Chance, Überzeugungsarbeit für ein Tschechien ohne Atomkraft zu leisten! Wir werden jedenfalls unsere eigene Bundesregierung nicht aus ihrer Pflicht entlassen: Mit einem wasserdichten österreichischen Atomstromimport-Verbot muss klargestellt werden, dass Österreich gewiss nicht zu den Abnehmern des tschechischen Atomstroms gehören wird!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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