atomstopp & Plage: EURATOM als Thema bei Webinar im EU-Parlament

Auftrag an alle Abgeordneten, im Rahmen der Zukunftskonferenz für eine europäische Energiezukunft ohne Atomkraft zu kämpfen

Die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM sichert der Atomindustrie in Europa ihr Dasein – seit 64 Jahren! Manche mögen dies vergessen oder verdrängt haben, andere sind sich dessen vielleicht gar nicht bewusst. Doch der skandalöse Privilegien-Vertrag darf nicht aus Gleichgültigkeit oder gar Unwissenheit in die Zukunft mitgeschleppt werden!

Will you still need me, will you still feed me, when I’m sixty-four? – das sollte sich die Europäische Atomgemeinschaft zurecht fragen!

Zur Debatte, ob wir den EURATOM-Vertrag noch brauchen und uns leisten wollen, haben deshalb 6 überparteiliche NGOs aus Frankreich, Dänemark, Deutschland und Österreich eine Informationsrunde für interessierte Abgeordnete des Europäischen und der nationalen Parlamente angeregt. Stattfinden wird nun ein dreisprachiges (FR|EN|DE) Webinar am 13. April 2021 von 14 bis 16 Uhr – ermöglicht und organisiert durch die französische EU-Parlamentarierin Michèle Rivasi.
Titel: EURATOM, an Obstacle to a Fast and Fair Energy Transition – Anmeldungen sind ab sofort möglich, die Teilnahme ist kostenlos und das Webinar ist öffentlich zugänglich.

»Angesichts fehlender Zukunftstauglichkeit der Atomkraft ist es schlicht ein Skandal: Seit mehr als 6 Jahrzehnten gewährleistet der EURATOM-Vertrag der europäischen Atomindustrie ihr gesichertes Dasein. Er liefert ihr die notwendigen Finanzen und Rechtsgrundlagen, reguliert jedoch gleichzeitig möglichst wenig. Trotz dieser einseitigen Privilegierung seit 64 Jahren ist kein Denken an Wirtschaftlichkeit oder gar Nachhaltigkeit in Sicht. «Will you still need me, will you still feed me, when I’m sixty four?« Mit Sicherheit: Nein danke, EURATOM!« halten Gabriele Schweiger, atomstopp_oberoesterreich und Julia Bohnert, Plage Salzburg, entschlossen fest. Gemeinsam mit Aktivist_innen der französischen Organisationen RECH, CRIIRAD, der dänischen NOAH und der deutschen BI Lüchow-Dannenberg haben sie die Informationsveranstaltung initiiert.

»In der am 9. Mai 2021 startenden ,Konferenz zur Zukunft Europas‘ sehen wir den dringenden Auftrag, die EU gemeinsam weiterzuentwickeln, unsere Staatengemeinschaft an die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft anzupassen. Eine rückwärtsgewandte Energieversorgung wie die Atomkraft hat bei so einer Zielsetzung nichts mehr verloren. Der EURATOM-Vertrag schützt und fördert eine längst überholte Energiequelle, er muss aussortiert werden!«, fordern Schweiger und Bohnert abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger ++43 680 33 33 625
Julia Bohnert ++43 662 64 35 67

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atomstopp: How to Dismantle an Atomic Lie – die atomaren Lügen zerlegen

Die Nuclear Energy Conference 2021 am 29. April von 13 bis 19 Uhr wird anlässlich der Jahrestage zu Fukushima und Tschernobyl die Lügen einer Industrie aufschlüsseln, die zeit ihres Werkens auf Utopien gebaut hat – welche längst als unrealistisch, als verfehlte Prognosen, als dreiste Anmaßungen, als fatale Selbstüberschätzung enttarnt sind. Eine Aufklärung über alte, entlarvte Tricks und neu aufpolierte Propaganda für alle, die’s schon vergessen haben oder noch gar nicht wussten!

»Mit dem Beginn der Reaktorkatastrophen in Fukushima vor 10 und in Tschernobyl vor 35 Jahren ist unzweifelhaft sichtbar geworden, was passieren kann und passieren wird, wenn Atomkraftwerke außer Kontrolle geraten. Das Eintrittsrisiko für den GAU, also den größten anzunehmenden Unfall wurde von der Atomlobby stets in einem derart verzerrten Maße dargestellt, das ethisch gesehen einfach nur unerträglich ist. Doch nicht nur in der Risikobewertung baut die Nuklearindustrie seit jeher auf Anmaßung und vertuscht dabei ihre Selbstüberschätzung gekonnt. Wir wollen das Gedenkjahr zum Anlass nehmen, bei der NEC21, der Nuclear Energy Conference 2021, alle Aspekte der Lügen auf den Bilanztisch zu bringen. Neben dem Gefahrenpotenzial sind das auch die ökonomischen Täuschungen, die bewusst gefälschten Kostenrechnungen, die überzogenen Erwartungen in Kapazität und Entwicklungsfähigkeit sowie die strukturellen Verflechtungen mit militärischen Interessen«, laden Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich ein, an der Online Konferenz teilzunehmen.

»Wie immer finden sich ausgewählte internationale Referent_innen auf unserer Programmliste. So hat bereits der Kinderarzt und Co-Vorsitzende der IPPNW Deutschland Alexander Rosen zugesagt, eine Keynote zu sprechen. Gefolgt von der bulgarischen Umweltaktivistin Albena Simeonova und Eva Stegen, Energieexpertin der Energiewerke Schönau aus Deutschland, dürfen wir auf einen echten USA-Schwerpunkt verweisen: Journalistin und Autorin der NPO Beyond Nuclear, Linda Pentz Gunter und Arnie Gundersen, Ingenieur und ehem. Manager in der Nuklearindustrie – seit den 1990er jedoch vor allem als Whistleblower gefürchtet, werden ihre atomkritischen Erfahrungen und Erkenntnisse einbringen. Neben der bei Videokonferenzen üblichen Chat-Kommunikation bieten wir nach dem Vortragsblock noch eine allgemeine Diskussionsrunde an. Wie gewohnt wird bei der NEC stets simultan auf Deutsch, Englisch und Tschechisch übersetzt, die Teilnahme ist wie immer kostenlos!«, machen Schweiger und Egger neugierig auf das Programm. Auf der Webseite www.nec2021.eu stehen bereits erste Informationen zur Verfügung, die auch laufend ergänzt werden.

»Jährlich abwechselnd mit unseren Kolleg_innen aus Tschechien organisiert, findet die Nuclear Energy Conference nun schon zum 8. Mal statt. Hier in Österreich dürfen wir dabei auf die bewährte Kooperation mit den Freistädter Müttern gegen Atomgefahr und dem Anti Atom Komitee zählen. Die internationale Konferenz wird als Online-Veranstaltung stattfinden, Anmeldungen nehmen wir ab sofort unter post@atomstopp.at entgegen«, erläutern Schweiger und Egger.

»Ganz besonders zielt diese Bilanzierung der Lügen der Atomkraft auf die ganz junge, klimabewegte Generation ab, denn genau dort versucht die Atomlobby nun mit Lösungsoptionen gegen den Klimawandel zu werben. Egal ob wieder einmal ganz neue Reaktormodelle angepriesen werden – Stichwort: jetzt wirklich ganz sicher und billig – oder die höchst riskante Variante der Laufzeitverlängerung eigentlich ausgedienter Reaktoren: Die Atomlobby wird nicht müde, ihre Produkte als Klimaretter ins Spiel zu bringen. Die Taktik dabei ist freilich alles andere als neu. Und wir sind überzeugt, dass alle, die die alte Methodik der bereits aufgedeckten falschen Versprechungen, der anmaßenden Prognosen und verlogenen Tricks der Atomlobby erst mal aufgezeigt und erläutert bekommen haben, mit Sicherheit nicht auf neu aufpolierte Propaganda hereinfallen!«, betonen Schweiger und Egger abschließend.

Hinweis: NEC21 auch Thema bei atomstopp, dem monatichen Informationsmagazin im Freien Radio Freistadt

Für Rückfragen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Atomkraft – untauglich als Maßnahme gegen den Klimawandel

Überzeugend klares Bekenntnis gegen Atomkraft als Klimaretter durch das  internationale Climate Justice Movement heute, am Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima veröffentlicht.

10 Jahre nach der Mehrfach-Kernschmelze im AKW Fukushima zeigen sich immer noch die Auswirkungen auf die Gesellschaft und ihren Lebensraum. „Eigentlich unfassbar, dass trotz solch mahnender Beweise der Unbeherrschbarkeit Atomkraft überhaupt noch forciert wird. Mehr noch: Ausgerechnet in den Maßnahmenkatalog gegen den Klimawandel will die Atomlobby ihre riskanten und unökonomischen Produkte einschleusen. Eine Unverfrorenheit sondergleichen – aber auch beispielhaft für die skrupellose Methodik der Atomindustrie“, befinden Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Besonders die Generation Fridays for Future, die sich vorbildhaft und konsequent gegen den Klimawandel einsetzt, wird zum beliebten Werbeziel der Atomlobby und mit unverhohlenen Versuchen der Vereinnahmung torpediert. Umso erfreulicher ist das heute veröffentlichte Statement der Climate Justice Bewegung, in dem sich eine umfassende und unmissverständlich klare Positionierung gegen die Nutzung von Atomkraft findet!«, zeigen sich Schweiger und Egger begeistert von diesem proaktiven Bekenntnis.

Auch Julia Bohnert von der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren begrüßt diesen entschlossenen Schritt von aktuell 90 unterzeichnenden Organisationen aus 15 Ländern: „Der pro-atomare Push der Atomlobbyisten ist derzeit enorm hoch. Die Industrie kämpft ums Überleben. Ihr Rettungsanker ist die Klassifizierung als Klimaschutz-Instrument. Atomenergie ist jedoch eine teure und langsame Hochrisikotechnologie. Wir brauchen eindeutige Positionierungen wie jene der Klimagerechtigkeitsbewegung!“, so die Aktivistin.

Bereits letztes Jahr verfasste Michael Spiekermann für Fridays for Future Österreich eine überzeugende Stellungnahme gegen Atomkraft als Lösung der Klimakrise. Spiekermann dazu: „Atomkraft ist aus zahlreichen Gründen keine Lösung für den Klimaschutz: Atomstrom ist unverhältnismäßig teuer und verursacht sehr wohl erhebliche CO2-Emissionen. Auch sind AKW zu unflexibel für das Stromsystem der Zukunft – wir brauchen Ausbau von Windkraft und Photovoltaik in Rekordtempo! Zudem stellen AKW, Atommüll und nukleare Waffen in Zeiten politischer Instabilitäten durch Klimakatastrophen ein immer größeres Risiko für die Menschheit dar. Klimagerechtigkeit sieht anders aus!“, ist der junge Klimakämpfer überzeugt.

„Gemeinsam nehmen wir gleich auch die Gelegenheit wahr, zum nächsten weltweiten Klimastreik am 19. März 2021 einzuladen! In ganz Österreich gibt es Events dazu: Die Landeshauptstädte Wien, Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck sind ebenso dabei wie Gmünd, Kufstein und Lienz. Jetzt Zeichen zu setzen ist von enormer Wichtigkeit, um den dringlichen Handlungsbedarf zu unterstreichen und sinnvolle Maßnahmen gegen die schwelende Klimakatastrophe rasch auf Schiene zu bringen. Atomkraft, soviel steht fest, kann hier keinen geeigneten Beitrag leisten!«, betonen Schweiger, Egger, Bohnert und Spiekermann abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger      ++43680/33 33 625
Julia Bohnert                ++43662/64 35 67
Michael Spiekerman   ++
Roland Egger                ++43680/23 93 019

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atomstopp: ,In Zukunft ohne EURATOM‘ offiziell als Petition im Europäischen Parlament registriert

Die erfolgreiche Registrierung der Petition ,In Zukunft ohne EURATOM‘ kann atomstopp vermelden – just am gleichen Tag, an dem auch ein Fahrplan für den mehrmals verschobenen Start der ,Konferenz zur Zukunft Europa‘ fixiert wurde.

»Es ist ein guter Tag für die überaus wichtige Weiterentwicklung der europäischen Idee: Die lange verschobene ,Konferenz zur Zukunft Europas‘ wird nun am Europatag, dem 9. Mai starten! Die Bürger_innen der EU sind in diesem Rahmen ausdrücklich eingeladen, ihre Anliegen an die Politik zu äußern. Und die ersten hunderten Unterstützer_innen von ,In Zukunft ohne EURATOM‘ sind schon mal rechtzeitig mit dabei, denn unsere Petition wurde nun endlich mit der offiziellen Registrierung durch das Europäische Parlament bestätigt!«, freuen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

Wie berichtet hat atomstopp die avisierte Zukunftskonferenz zum Anlass genommen, eines der schwerwiegendsten Relikte aus grauen, energiepolitisch bedenklichen Vorzeiten auf die Agenda zu setzen. »Der EURATOM-Vertrag mit seinen obskuren Zielformulierungen aus den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts ist ein Paradebeispiel dafür, was in Angriff zu nehmen ist, wenn es um Reformen, um das Neudenken Europas geht. Zugunsten einer einzigen, zudem veralteten Energiequelle stehen hier Privilegien im Primärrecht festgeschrieben, welche der dringend nötigen Energiewende enorm behindernd entgegenwirken. Und auch demokratiepolitisch hat der EURATOM-Vertrag schwere Mängel«, erinnern Schweiger und Egger.

»Die Abgeordneten des Europaparlaments haben auf Grund der Sonderstellung von EURATOM bei so entscheidenden Fragen wie der Nutzung der gefährlichen und teuren Atomkraft in Europa keinerlei Mitentscheidungsrecht. Umso erfreulicher ist es, dass nun sich das EU-Parlament mit der Notwendigkeit einer Zukunft ohne EURATOM auseinandersetzen wird! Es ist höchst an der Zeit, die Weichen der Energieversorgung auf Zukunftstauglichkeit zu stellen und aus den Klammern der Atomlobby zu befreien«, betonen Schweiger und Egger abschließend.

Hinweis: Die Petition ,In Zukunft ohne EURATOM‘ kann weiterhin hier unterzeichnet werden!

Für Rückfragen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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Neu: Aktuelles aus Tschechien auf www.atomstopp.at

Wie es um die bedrohlich nahen Atomkraftwerke Temelin und Dukovany samt Störfällen, Ausbauplänen und Endlagersuche in Tschechien steht, ist für die Menschen in weiten Teilen Österreichs und Bayerns sehr relevant. Es war uns daher ein Anliegen, unsere interessierten Abonnent_innen im deutschsprachigen Raum ab sofort auch über unsere Webseite und unseren Newsletter mit aktuellen Meldungen aus Tschechien versorgen zu können.

Seit dem Widerstand gegen das AKW Temelin verbindet atomstopp_atomkraftfrei leben! eine stetige Zusammenarbeit mit tschechischen Anti-Atom-NGOs. Sie versorgen uns auch regelmäßig mit Nachrichten zur aktuellen Entwicklung – wie etwa zum politischen Hickhack um die Ausbaupläne für die AKW Dukovany und Temelin oder die problematische Endlagersuche. Und auch über Protestaktionen und den gar nicht so geringen Widerspruch gegen die Atompläne in unserem Nachbarland wird berichtet.

Die vielen Medienberichte, die unsere engagierten NGO-Kolleg_innen sammeln, werden im kleinen Büro der Bürgerinitiative Umweltschutz – www.oizp.cz – zusammengefasst und übersetzt. Ausgewählte Nachrichten daraus gibt es als neuen Service jetzt auch auf der atomstopp-Webseite unter der Kategorie »Aktuelles – Aktuelles aus Tschechien« zu lesen: www.atomstopp.at/aktuelles-cz

„Es freut uns sehr, dass unsere Medienberichte dank der neuen Sektion auf der Webseite von atomstopp zu einem noch breiteren Leserkreis kommen werden. Dafür möchten wir uns bei unseren oberösterreichischen Kolleg_innen recht herzlich bedanken“, so Gabriela Reitingerova, Übersetzerin im Anti-Atom-Verein BIU/OIZP aus Budweis. Seit Ende der 90-er Jahre tätig, widmet sich die Organisation außer dem Übersetzen auch klassischen Aktionsarbeiten wie Infostände, Vorträge in Schulen, Protestaktionen und mehr.

„Ein großes Dankeschön gilt unseren Kolleg_innen von den tschechischen Partnerorganisationen für ihre wertvolle, unermüdliche Arbeit! Mit der Weitergabe der übersetzten Berichte wird die durchaus vorhandene atomkritische Haltung tschechischer Bürger_innen nicht nur sichtbarer, sondern gleichzeitig auch befeuert!“, so Anna Weinbauer und Gabriele Schweiger von atomstopp abschließend.

Weitere Informationen:
A: Gabriele Schweiger ++43680/33 33 625
CZ: Gabriela Reitingerova ++ 42603/805 799

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