atomstopp: AKW Mochovce in Krisensituation nicht beherrschbar

Intervention durch BM Rupprechter auf lakonisches Schulterzucken der slowakischen Regierung gefordert!

„Ein Alarmsignal der Sonderklasse, das sich die slowakische Regierung im Bezug auf Krisenmanagement im AKW Mochovce leistet: Anhand einer Evaluierung, die von einem sturmbedingten Zusammenbruch der Infrastruktur ausgeht, wurde festgestellt, dass die Situation unterm Strich nicht beherrschbar wäre und wohl völlig entgleiten würde!“, sind Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf den kürzlich durchgesickerten Faktenbericht empört.

„Tschechische NGO-Kolleg_innen machten uns darauf aufmerksam, dass am 1. 12. 2016 in der slowakischen Tageszeitung >Dennik N< über untragbare Missstände im Katastrophenmanagement rund um Mochovce berichtet worden war. In der Übersetzung ist sinngemäß die Rede von: nicht vorhandenen Koordinierungsplänen für einen Notfalleinsatz, von einem 7/24 Bereitschaftsdienst der ebenso unterbesetzt wie unterbezahlt ist, von unzureichenden Ersatzstromquellen, von nicht existenten Kommunikationsstrukturen! Dazu fehle noch eine taugliche Strahlenauswertung, von einem gesicherten Frühwarnsystem ganz zu schweigen! Kurzum: An einen Schutz der Bevölkerung, an eine geordnete Evakuierung ist nicht zu denken. Dennoch zucken die Verantwortlichen in der slowakischen Regierung dazu offensichtlich nur lakonisch mit den Schultern – und segnen den haarsträubenden Bericht einfach als Status quo ab!“, so Schweiger und Egger weiter.

Das AKW Mochovce liegt etwa 120km von Bratislava entfernt – und somit auch bedrohlich nahe zur österreichischen Grenze. Es gilt seit Jahren als eines der gefährlichsten Atomkraftwerke weltweit, das Design stammt aus den Neunzehnsiebzigerjahren, einer Zeit also, wo Sicherheitskultur in Atomanlagen kein großes Thema war. Die zwei laufenden Reaktoren verfügen über keine Schutzhülle, ebenso die beiden Reaktoren 3&4, die derzeit auf Grundlage von Jahrzehnte alten Baugenehmigungen errichtet werden.

„Umweltminister Andrä Rupprechter ist dringendst gefordert, bei seinem Amtskollegen Lászlo Solymos zu intervenieren! Es darf keinesfalls hingenommen werden, dass in unserer unmittelbaren Nähe eine Ausprägung von Katastrophenschutz geduldet wird, die diesen Namen nicht verdient! Ein AKW wie Mochovce zu betreiben und auszubauen ist schon Affront genug, dass aber allein jederzeit erwartbare Wetterbedingungen schon zum unbeherrschbaren Horrorszenario für die Bevölkerung führen würden, muss umgehend gestoppt werden.“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

 

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atomstopp: Trotz ‚Nein‘ der Schweizer_innen ist der Atomausstieg auf Schiene

Kampagne für Haftpflicht für AKW-Betreiber auch für die Schweiz!

„Auch wenn die Schweizer_innen heute für einen Atomausstieg zum ‚St- Nimmerleins-Tag‘ gestimmt haben – die Diskussion, um die Abschaltung aller Reaktoren terminlich zu fixieren, ist unumstößlich eingeleitet!“, reagieren Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich auf das ‚Nein‘ zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie in der Schweiz.

Bundesrat und Regierung hatten nach Fukushima zwar ein Auslaufen der Atomkraft in der Schweiz beschlossen, jedoch ohne konkretes Ausstiegsdatum. Schon im Vorfeld des Referendums hatten Stimmen aus Parteien, die diesem Beschluss die Mehrheit gebracht hatten, ihre Meinungsänderung angedeutet. So hieß es beispielsweise aus der CVP >Es war ein Fehler, auf Abstellregeln zu verzichten, das hat der Abstimmungskampf gezeigt… Wenn das Volk knapp Nein sagt zur Initiative, müssen wir dem Rechnung tragen<.

„Wir werden auf jeden Fall bei unserer Kampagne ‚Haftung für Atomkraftwerksbetreiber‘ nun auch die schweizerischen Antiatomkolleginnen einbinden! Denn, auch wenn unsere Petition an das Europäische Parlament gerichtet ist und die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied auszuschließen scheint, so wäre die Betroffenheit bei einem mögliche Unfall in einem schweizerischen AKW durchaus eine europäische! In der Schweiz läuft mit Beznau I immerhin das älteste AKW weltweit und die Anfälligkeit für schwere Unfälle steigt mit dem Alter der Meiler drastisch an.“, so Schweiger und Egger weiter.

Die Petition ‚Atomkraft: Haftung für Schäden muss endlich Pflicht der Betreiber werden!‘ kann hier ganz einfach online unterzeichnet werden 

„Gerade die Wirtschaftlichkeit von Atomreaktoren spielt in der Schweiz eine wesentliche Rolle. Gelingt es, den Kostenfaktor Haftpflichtversicherung zu forcieren, so wird die fehlende Kostenwahrheit und damit einhergehend das Hasardspiel besser sichtbar! Wir zählen darauf, dass diese Überlegung gerade in der ökonomisch tickenden Schweiz zum Thema werden kann!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weiter Hinweise:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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atomstopp: Schweiz stimmt über nationale Energiezukunft ab

 

Ende für Atomabhängigkeitsfalle greifbar!


„Mit großer Spannung schauen wir diesen Sonntag auf unser westliches Nachbarland, wenn die schweizerische Bevölkerung aufgerufen ist, über ihre Energiezukunft abzustimmen. Aus Sicht von atomstopp wäre es ein wichtiges und für ganz Europa signalgebendes Zeichen, wenn die ‚Initiative für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie‘ das nötige Votum erreicht. Gewinnt die ‚Atomausstiegs-Initiative‘, so gewinnt auch die Schweiz selber, weil sich die Wirtschaft endlich aus der Atomabhängigkeitsfalle befreien kann!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Will man das Energiekonzept erfolgreich auf Erneuerbare umstellen, so braucht es natürlich Anreize. Schließlich wurde auch die Atomenergie ausschließlich auf Grund jahrzehntelanger, offen er und verdeckter Höchstsubventionierung so groß, wie sie heute ist.“, werfen Schweiger und Egger ein.

„Es kann für einen wirtschaftlich optimal aufgestellten Staat wie die Schweiz kein Problem darstellen, eine früher oder später sowieso nötige Energiewende zügig umzusetzen! Sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft brauchen dafür aber klare, ultimative Ansagen, um entsprechend stimuliert zu werden. Eine halbherzige, wie von Bundesrat und Regierung beschlossene Abkehr von der Atomkraft ohne konkrete Abschaltungsdaten ist hierfür jedoch genau gar nicht geeignet!“, kritisieren Schweiger und Egger die derzeitige Energiestrategie.

Die Schweizerische Energiestrategie 2050 enthält neben des Fehlens konkreter Abschalttermine auch ein weiteres befremdliches Detail. So ist die Erlaubnis für verlängerten Weiterbetrieb von Atomanlagen definiert mit ’solange sie sicher sind‘.

„Das heißt im Umkehrschluss, ein Meiler darf laufen, bis er sich als unsicher erweist! Diese Taktik ist Hasard in Reinkultur und das glatte Gegenteil einer glaubwürdigen, verantwortungsvollen politischen Positionierung! Bundesrat und Regierung entlarven sich mit diesem Konsens als Handlanger einer Industrie, die es gewohnt ist, auf hoher Risikostufe zu agieren! Nicht auszudenken, wohin ein Ausreizen der Sicherheitsmargen bei einem alten AKW führen kann!“, warnen Schweiger und Egger.

„Wir wünschen unseren Kolleg_innen viel Erfolg für das weittragende Referendum, denn die Schweizerischen Bürgerinnen und Bürger können am Sonntag zweierlei entscheiden: Einerseits ob sie noch über Jahrzehnte hinweg mit der ständig wachsenden Gefahr eines Reaktorunfalls leben wollen. Und andrerseits wird das Ergebnis richtungsweisend sein, ob die Schweiz zu den ersten gehören wird, die eine neue Energiezukunft zu denken und zu realisieren bereit sind – oder zu den letzten, die noch verbissen am Atomtropf hängenbleiben!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hin weise:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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atomstopp: Sicherheitsfragen im AKW Temelin aus Melker Abkommen immer noch ungelöst

Nationalratspräsident Kopf muss bei tschechischem Außenminister Zaoralek intervenieren

„Wenn morgen, Donnerstag, der zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf den tschechischen Außenminister Lubomir Zaoralek zu einem Gespräch trifft, ist das eine sehr passende Gelegenheit, auf die bis dato offene Behebung der Sicherheitsmängel im AKW Temelin zu drängen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Tschechien sicherte am 29. November 2001 zu, dem AKW Temelin erst dann den kommerziellen Betrieb zu erlauben, wenn alle offenen Fragen geklärt sind.

„Herr Kopf war im Jahr 2007 Umweltsprecher der ÖVP und Teil jener Interparlamentarischen Kommission, die sich mit den offenen Sicherheitsfragen intensiv auseinandersetzte. Herr Kopf weiß, dass es immer noch – auch 15 Jahre nach Abschluss des Melker Abkommens – Fragen gibt, die Tschechien nicht beantworten kann oder beantworten will, etwa, wenn es um die baulichen Mängel der hochenergetischen Leitungen auf der 28,8m-Bühne geht oder um die Erdbebengefährdung am Standort“, so Schweiger und Egger weiter.

„Dass Tschechien nun überlegt, ein Endlager für den hochradioaktiven Abfall am Standort Temelin zu errichten, verschärft die Sicherheitsfrage zusätzlich. Wir erwarten uns, dass Nationalratspräsident Kopf beim tschechischen Außenminister interveniert und hinsichtlich der offenen Sicherheitsfragen auf eine rasche und lückenlose Behebung drängt“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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atomstopp: Monatliches Informationsmagazin zum europaweiten Atomausstieg

Freies Radio Freistadt unterstützt Antiatombewegung damit enorm!

„Schon seit mehr als zwei Jahren haben wir die wunderbare Möglichkeit, im Freien Radio Freistadt Aktuelles und Wissenswertes zum europaweiten Atomausstieg in unserem monatlichen Informationsmagazin atomstopp auf Sendung zu bringen!“, freuen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Jeden vierten Dienstag im Monat um 17:00 Uhr sind die Obfrau der Freistädter Mütter gegen Atomgefahr und der Obmann von atomstopp_atomkraftfrei leben! aus Linz live auf Sendung und halten mit sorgfältig aufbereiteten Fakten, Neuigkeiten und interessante m Hintergrundwissen ihre Hörer_innen am Laufenden. Die dreiviertelstündige Sendung wird vom Freien Radio Freistadt zudem am darauffolgenden Freitag um 10:00 Uhr sowie am Sonntag um 14:00 Uhr wiederholt. Die Sendung kann außerdem als Livestream im Internet mitverfolgt werden und natürlich stehen auch alle Ausgaben bereits kurz nach der Liveausstrahlung im Archiv zum Nachhören und als Download zur Verfügung.

„In unserem aktuellen Magazin mit dem Titel ‚Zukunftsmusik der Atomindustrie – eine alte Endlosleier‘ dreht sich alles um die sich ewig wiederholenden Versprechen der Atomphantasten – die sie dann doch immer wieder brechen.“, kündigen Schweiger und Egger an und laden alle Interessierten ein, eine der Zu- und Nachhöroptionen mal auszuprobieren.

„Auf der Archivseite kann man auch bequem per Stichworteingabe ganz gezielt nach bestimmten Themenbereichen suchen. Abhandlungen zu speziellen Aspekten de r Atomgefahr sind ebenso zu finden wie Reportagen über unsere politischen Aktivitäten. Auch Liveaufnahmen mit Stimmungsberichten von interessanten Aktionen und Veranstaltungen gibt es beim Stöbern zu finden und immer wieder auch Liveschaltungen mit Studiogästen. Anregungen, Fragen und überhaupt jede Form von Feedback nehmen wir gern unter post@atomstopp.at entgegen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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