atomstopp: Österreichische Atom-Duldungsstarre oder schon Akzeptanz für Atomkraft?

EU-Beschluss für freie Pro-Atomkraft-Wahl Alarmsignal für weitere Nutzung der Atomkraft in Europa

„Im Rahmen des EU-Gipfels wurde diese Woche eine Einigung zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 beschlossen. Darin wird es Staaten dezidiert zugestanden, Atomkraft in ihrem Energieportfolio beibehalten zu dürfen. Auch, oder gerade im Hinblick auf Klimaschutz! Was als Alarmsignal für die weitere Nutzung der Atomkraft in Europa verstanden werden muss, ruft bei der österreichischen Spitzenpolitik nur Achselzucken hervor? Oder wie ist es zu verstehen, dass kein allgemeiner Aufschrei zu hören war – Koalitionsverhandlungen hin oder her? Beschäftigung der Parteien mit sich selbst – hin oder her? Ist es Duldungsstarre oder gar schon offene Akzeptanz für Atomkraft, dass von der österreichischen Politik an dieser Stelle kein vehementer Aufschrei sondern, dem Vernehmen nach, sogar Lob zu hören ist?“, fragen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich

„Konkret lautet die Formulierung im Kompromisspapier: ‘Some Member States have indicated that they use nuclear energy as part of their national energy mix.’ Es ist schon klar, dass laut EU-Recht der Energiemix jedes EU-Staates nationale Angelegenheit ist – und dass es dabei egal, ob dadurch die Nachbarstaaten einer radioaktiven Gefährdung ausgesetzt werden. Aber das hat mit einem GREEN DEAL nicht zu tun! Einer zukunftstauglichen Energiewende steht dieser Passus diametral entgegen!“, so Schweiger und Egger, die deshalb an alle Fraktionen im österreichischen Nationalrat die folgenden Anfragen stellen:

Wie bewerten Sie den europäischen Kompromiss, dass Atomkraft als Zugeständnis an
EU-Mitgliedsstaaten weiter Teil im Energiemix sein soll?
Tragen Sie diese Entscheidung mit?
Und wenn nicht: Wie werden Sie dagegen vorgehen?

„Wir sind gespannt, auf die Erklärungen! Alle Antworten – bzw. natürlich auch Nichtbeantwortungen – werden selbstverständlich auch veröffentlicht. Gerade in Zeiten, wo es um entscheidende Weichenstellung der Energiezukunft geht, haben die Bürger_innen ein Recht auf Stellungnahmen der Parteien“, so Schweiger und Egger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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Atomkraft als grüne Energie ist nachhaltiger Fehler!

Von der Leyen und Michel lassen Chance auf echten Green Deal im Keim ersticken

„Das klägliche Einknicken vor der Atomlobby beim gestrigen Klimakompromiss kann nur als Katastrophe und absolut jenseitiger Einstand für Kommissions-Präsidentin Ursula Von der Leyen und Rats-Präsident Charles Michel bezeichnet werden. Ausgerechnet den EU-feindlichen Atomphantasten der Visegrad-Staaten derart auf den Leim zu gehen und das dann noch als Erfolg zu feiern, lässt für die gerade erst begonnene EU-Amtsperiode das Schlimmste befürchten“, betonen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die gestrige Einigung zu Klimazielen bis 2050 in Brüssel.

„Die Einstufung von Atomkraft als grüne Energie wird sich als nachhaltiger Fehler herausstellen, egal wie die Atomstaaten mit dem neuen Persilschein weiterverfahren: Der ausnehmend teure und vollkommen unwirtschaftliche Neubau von AKW dauert lang und ist auf abenteuerliche Finanzierungsmodelle angewiesen – auf diese Weise werden hohe Summen an Steuergeldern auf Jahrzehnte gebunden. Setzen Frankreich, Tschechien & Co andrerseits auf Laufzeitverlängerung alter Reaktoren, wird neben der Klimakrise gleich noch ein zweites Bedrohungsszenario eröffnet, weil mit jedem Jahr das Risiko schwerer Unfälle drastisch ansteigt“, warnen Schweiger und Egger.

„Kapital- und Zeitvergeudung, atomverstopfte Netze, Energiewende vertagt, Gefahr verlängert – das sind die fatalen Ergebnisse des gestrigen Gipfels. Statt auf eine visionäre, zukunftsfähige Ausgestaltung der europäischen Energieversorgung zu setzen, lassen sich EU-Kommission- und Rat unter Von der Leyen und Michel von Bremsern erpressen und auf Stillstand einbetonieren. Die Chance auf einen Green Deal, der den Namen verdient, haben beide damit im Keim ersticken lassen!“, so Schweiger und Egger abschießend.

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Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Atomkraft als Klimaschutz völlig untauglich!

EU-Kommission will Atomkraft als Klimaschutz empfehlen – Österreich kann die Verankerung dieses Vorschlags im morgigen Wettbewerbsrat effektiv verhindern!

„Es ist nur konsequent und deshalb unterstützenswert, wenn Österreich das künftige EURATOM-Programm blockieren will: Atomkraft sei klimaneutral, heißt es darin und mit den Klimazielen vereinbar. Die EU-Kommission verkennt damit die Fakten völlig: Atomenergie ist nicht nur zu dreckig, sondern auch zu teuer und viel zu langsam – und somit ein ganz und gar untaugliches Mittel, um dem Klimawandel beizukommen. Offensichtlich entstammt dieser Vorstoß 1:1 dem Propaganda-Schema diverser Atomlobbyisten, denn mit logischen, wissenschaftlichen Argumenten lässt sich die Bewertung auf keinen Fall belegen“, erklären Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich im Bezug auf den derzeit laufenden EU-Wettbewerbsrat, wo am Freitag auch das EURATOM-Programm ab 2021 auf der Agenda steht.

„Der hanebüchene Vorschlag der Kommission, Atomkraft als Klimaretter zu empfehlen, befeuert geradezu die Atomphantasten Europas, ihre Ausbaupläne weiterzuspinnen. Bereits Anfang dieser Woche hatte der tschechische Industrieminister Havlicek verlautet, der Bau eines neuen Blockes in Dukovany als Fahrplan in eine emissionsfreie Energiewirtschaft wäre ganz im Sinne der Europäischen Kommission. Hier zeigt sich deutlich, welchen Schaden so ein Signal anrichtet: Nicht nur Finanzmittel werden mit solchen Spekulationen gebunden, sondern auch wertvolle Zeit wird verplempert, in der rasch realisierbare Maßnahmen für einen effizienten Klimaschutz umgesetzt werden könnten. Das ist völlig unverantwortlich, die Kommission macht sich so doppelt schuldig“, zeigen sich Schweiger und Egger entrüstet.

„Wir fordern deshalb die Bundesregierung dringend auf, in dieser Frage hart zu bleiben, den vorliegenden Textentwurf abzuweisen und somit die Verankerung dieses Vorschlags effektiv zu verhindern!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp und Klimastreik: Die gehen gut zusammen!

Klimaschutz und Atomkraft? Geht gar nicht!

Am 29. November 2019, dem 4. Earth Strike Day, gemeinsam mit atomstopp in Linz ein deutliches Zeichen setzen für Klimagerechtigkeit ohne Atomkraft. Wer will mit uns geh’n? Treffpunkt: ab 12:45h bei den Löwen am Hauptbahnhof.

„Die Atomindustrie setzt sich anlässlich der Klimadebatte ein Tarnkapperl auf und will plötzlich zum Klimaretter werden. Das ist reine Image-Politur, denn sie ist vielmehr Teil des Problems, denn der Lösung! In unsrer neuesten Radiosendung atomstopp im Freien Radio Freistadt beleuchten wir anhand des World Nuclear Industry Status Reports WNISR, was die Atomkraft wirklich kann, weltweit – oder besser gesagt: eben nicht! Ein ganz wesentlicher Punkt dabei ist: Die Atomkraft kann unser Klima nicht retten! Wir müssen jetzt auftreten, um diesem tendenziösen Schwindel Einhalt zu gebieten – noch bevor jemand daran zu glauben beginnt!“, alarmieren Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Warum dennoch weltweit das Bild vorherrscht, ohne Atomkraft ginge gar nichts, liegt an einer gut vernetzten Propaganda-Struktur. Mit schöngedrehten Statistiken und Prognosen wird die Performance der Atomkraft zu einem Erfolgsmodell hochgelogen. Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA, die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM, unzählige Lobbyisten-Vereine, flankiert von den nationalen Atomenergie-Behörden der AKW-betreibenden Staaten: Das alles sind geschickte Heilsredner einer Industrie, die es zu gerademal 4,4% Anteil an der weltweiten Energieversorgung bringt. Eine Erörterung, wie mit diesem Potenzial der Klimawandel eingebremst werden sollte, bleiben die Propagandisten freilich schuldig“, stellen Schweiger und Egger fest.

„Horrende Kosten, die ohne öffentliche Subventionen noch nie zu stemmen waren, jahrzehntelange Bauzeiten, Umweltzerstörung vom Uranabbau bis zur hochradioaktiv strahlenden Hinterlassenschaft, vertuschte Verstöße während der Betriebsdauer – und diese soll dann noch ungeniert nach Ablauf der vorgesehenen Laufzeit verlängert werden. Von raumgreifenden Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima ganz abgesehen… Das ist die wahre, desaströse Bilanz der Atomkraft und damit ist nur ein weiteres Gefährdungs-Szenario eröffnet, das unseren Planeten bedroht. Dagegen auf die Straße zu gehen lohnt sich allemal!“, machen Schweiger und Egger abschließend klar.

Hinweis: atomstopp empfiehlt: KLIMAVOLKSBEGEHREN UNTERSCHREIBEN!

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atomstopp: Antiatom-Urgesteine Mathilde Halla und Fritz Witzany ausgezeichnet

Diesjähriger Sonne & Freiheit-Anerkennungs-Preis geht an Halla und Witzany für ihr Lebenswerk

Eine ehrenvolle Auszeichnung, verliehen vom tschechisch-österreichischen Verein ‚Sonne & Freiheit’, durften kürzlich Mathilde Halla aus Linz/Urfahr und Fritz Witzany aus St. Florian für ihr Lebenswerk entgegen nehmen. Besonders bemerkenswert dabei ist wohl, dass hier zwei wesentliche Speerspitzen im Aktivismus gegen das AKW Temelin von einer ausdrücklich grenzüberschreitenden Initiative gewürdigt werden. Überreicht wurde der Preis – Windkraft-Aktien – durch Sonne & Freiheit-Obmann Bernhard Riepl im südböhmischen Ort Sacherles.

„Mathilde und Fritz sind Urgesteine der österreichischen Antiatombewegung, haben sich als wesentliche, umtriebige Kräfte im Zwentendorf-Widerstand verdient gemacht und sind auch dafür mitverantwortlich, dass kein weiteres AKW, nämlich in St. Pantaleon, etwa 30 km von Linz entfernt, gebaut wurde. Mit diesen Erfolgen damals in den späten 1970ern etablierten sie die ‚ÖO Plattform gegen Atomgefahr‘ als Drehscheibe der wachsenden Antiatom-Bewegung, Mathilde gründete die ‚Mütter gegen Atomgefahr‘. Das hartnäckige Weiterkämpfen für eine atomkraftfreie Zukunft wurde ausgeweitet. Gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, grenznahe AKW sowie Zwischen- und Endlager für Atommüll wurden laute Proteste organisiert. Es folgten nationale und internationale Vernetzungen, die bis heute wichtige Grundlagen für unsere Arbeit darstellen!“, freuen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich, die auf dieser soliden Basis das Antiatom-Engagement weitertragen.

„Bis heute sind sowohl Mathilde als auch Fritz aktiv, die mittlerweile vielfach enkelbereicherten Familien werden konsequent in Aktivitäten miteinbezogen. Besonders unverzichtbar sind die beiden klarerweise, wenn es um die Aufbereitung und Vermittlung der geschichtlichen Entwicklungen geht – wie etwa für unsere Ausstellung ‚Zwentendorf.40‘ oder den Dokumentarfilm ‚Atomlos durch die Macht‘. Mit Freude stellen sie sich dann zur Verfügung, um mit Erzählungen, Reflektionen und wertvollen Hinweisen zum reichen Archiv auch für jüngere Generationen begreiflich zu machen, was mit Widerstand und konstruktiver Bürgerbeteiligung erreicht werden kann!“, bestätigen Schweiger und Egger die berechtigte Würdigung für das immer noch andauernde Lebenswerk abschließend.

Hinweise zur Spurensuche in der österreichischen Antiatom-Bewegung:

→ Die Ausstellung ‚Zwentendorf.40 – Widerstand für die Zukunft‘ darf gern kostenlos ausgeborgt werden
→ Der Film ‚Atomlos durch die Macht‘ von Markus Kaiser-Mühlecker ist verfügbar über Education Group Medien, Klimabündnis OÖ oder per Direktverleih für Kinos bei KM Film

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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