atomstopp: Kraftvolles Signal der Solidarität im Kampf gegen Atommüll 

Bericht vom Protestmarsch gegen Endlager im tschechischen Pacejov/Manovice

Entschlossen und zuversichtlich waren auch heuer alle Bürger_innen beim traditionellen Protestmarsch gegen den geplanten Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle in der Gegend von Pacejov/Manovice, die wegen des Atommülls aus Temelin und Dukovany ihre Heimat verlieren sollen. Etwa 200 Menschen aller Generationen waren trotz wechselhaft-feuchtem Wetter am Samstag unterwegs, um ihren ungebrochenen Widerstand gegen die Atompläne der Regierung zu demonstrieren. Mit dabei waren auch Aktivist_innen aus Bayern und aus Österreich.

„Es ist bewundernswert, mit welcher Beharrlichkeit die Menschen vor Ort sich dagegen wehren, ihren intakten ländlichen Lebensbereich für die – sozusagen – strahlende Senkgrube der Nation aufgeben zu müssen! Schon zum 14. Mal versammeln sich hier jährlich die Menschen, um sich über den aktuellen Stand der Aktivitäten der lokalen Politik gegen die Regierungsmaßnahmen zu informieren. Wir von atomstopp_oberoesterreich schätzen und unterstützen diesen kraftvollen Widerstand seit vielen Jahren und wir freuen uns, dass wir auch heuer wieder willkommen geheißen und unsere Teilnahme sowie solidarischen Redebeiträge mit Interesse und Genugtuung aufgenommen wurden!“, berichten Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich von der Aktion. 

IMG_1319„Genauso wie diese Menschen im westböhmischen Kreis Klatovy werden wir nicht aufgeben, gegen die verantwortungslosen Methoden der Atomindustrie mit ihren unabsehbaren Folgen für uns und vor allem für zukünftige Generationen zu Felde zu ziehen! Einig sind wir uns auch, dass wir einen langen Atem brauchen werden, denn die Lobby setzt auf Aushungern des Widerstands. Doch das wird nicht gelingen, denn wir sind überzeugt, dass wir im Recht sind, wenn wir die Atomkraft mitsamt ihrer ökologischen und ökonomischen Untragbarkeit bekämpfen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Solidaritätsaktion beim Protestmarsch in Pačejov/Maňovice

Atommülllager in Tschechien: politische statt technische Eignung gesucht!

„Wie seit vielen Jahren werden wir auch heuer wieder am allsommerlichen Protestmarsch gegen einen der potenziellen tschechischen Atommüllendlager-Standorte in Pačejov/Maňovice teilnehmen. Diese Bekundung unserer Solidarität wird von den standhaften Atommüllgegner_innen in Westböhmen mit Freude aufgenommen!“, informieren Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die auch in der nächsten Ausgabe ihrer monatlichen Radiosendung ‚atomstopp‘ im Freien Radio Freistadt am 25. Juli über die Protestkundgebung berichten werden.

„Völlig zu Recht wehrt sich die Bevölkerung dort mutig gegen die staatliche Idee, auf ihrem Grund und Boden ein gigantisches Tiefenlager errichten zu wollen, um den strahlenden Restmüll aus Temelin und Dukovany versenken zu können! Denn weltweit hat die Atomindustrie bisher noch kein Konzept für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen vorgelegt, das wissenschaftlich als seriösen beurteilt werden könnte! Alle bisher angedachten und angewendeten Methoden sind weit weg von einer Lösung, sind stets hilflose Versuche, dem wachsenden Problem Herr zu werden. Betroffene Menschen vor Ort würden somit zu Versuchskaninchen gemacht.“, erläutern Schweiger und Egger die ewig gleiche Methodik aller Atomstaaten.

„Die Betreiberbehörde SURAOA hat sich folglich auch längst von der Suche nach einer technisch geeigneten Lösung auf das Finden einer politisch verträglichen Abwicklung verlagert: Dort, wo der Widerstand der Bevölkerung am geringsten ist, wird das Endlager gebaut werden! Und genau diese Bedingung wollen die Menschen in Pačejov/Maňovice und nicht erfüllen! Doch Widerstand gegen die Atomlobby braucht einen langen Atem, das wissen wir nur all zu gut, deshalb unterstützen wir diese Protesthaltung seit Jahren mit unserer solidarischen Teilnahme. Und selbstverständlich lautet unsere klare Botschaft: Wo keine Lösung für den strahlenden Müll in Sicht ist, darf auch keiner mehr produziert werden.“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Österreich muss gegen Laufzeitverlängerung in Dukovany intervenieren! 

Erhöhung der Betriebsdauer ist willkürliche Erhöhung der Gefahr

„Ohne Beteiligung der Öffentlichkeit, ohne Umweltverträglichkeitsprüfung wie nach der Aarhus-Konvention vorgesehen, hat die tschechische Atomaufsichtsbehörde S UJB grünes Licht gegeben für den Weiterbetrieb des zweiten Blocks im Atomkraftwerk Dukovany. Es ist absolut unverständlich, dass vom österreichischen Umweltministerium dagegen kein Protest eingelegt wird!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.

„Dukovany II hatte bereits im Vorjahr seine geplante Leistungsdauer von 30 Jahren überschritten, mit einer vorerst zeitlich begrenzten Genehmigung wurde der Betrieb provisorisch aufrecht erhalten. Und nun erteilt SUJB ganz unverblümt sogar eine Erlaubnis zur unbegrenzten Laufzeitverlängerung! Das ist ein Hasardspiel auf Kosten der Sicherheit von Land und Leuten, denn je älter ein Atomreaktor wird, um so größer ist logischerweise die Materialermüdung und somit die Störanfälligkeit!“,  so Schweiger und Egger.

„Schon lange warnen wir davor, dass auf Grund der massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Atomindustrie Laufzeitverlängerungen in europäischen Atomkraftwerken zunehmend in Mode kommen werden. Jede leichtfertige Erhöhung der Betriebsdauer stellt immer auch eine willkürliche Erhöhung der Gefahr dar! Eine seriöse und umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung wie nach Aarhus vorgesehen, würde diese Risiken rechtzeitig ans Licht bringen und muss deshalb unbedingt vom österreichischen Umweltministerium nachgefordert werden!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Petition ‚Haftpflichtversicherung für AKW‘ mit großer Resonanz

Gemeinden leisten großartige Unterstützung!

Erfreut zeigen sich die Initiator_innen der Kampagne für eine angemessene Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke: „Im Jänner des Jahres haben wir sämtliche Gemeinden Österreichs mit Unterschriftenlisten und Bewerbungsmaterial versorgt und dazu eingeladen, die Petition zu unterstützen und bis zum 30. Juni Listen aufzulegen. Nun treffen laufend per Post oder per Email die unterzeichneten Resultate bei uns ein!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Den vielen engagierten Gemeindebediensteten, die sich persönlich um die Unterschriftenlisten gekümmert und so den Bürger_innen die Möglichkeit gegeben haben, sich an der Petition beteiligen zu können, möchten wir ausdrücklich danken! Es zeugt von hohem Verantwortungsbewusstsein und auch von Weitblick, denn im Fall einer Havarie in einem der zahlreichen AKW rund um Österreich wäre bei den lächerlichen Deckungssummen, für die Atomkonzerne derzeit aufkommen, innerhalb kürzester Zeit das Auslagern der Kosten auf die Allgemeinheit die Folge. Deshalb m üssen wir den Druck auf die Politik erhöhen, um endlich gesetzliche Rahmenbedingung zu schaffen, die diesem Hasardspiel ein Ende bereiten!“, rufen Schweiger und Egger auf.

„Auch zahlreiche Privatpersonen, Organisationen und Betriebe haben Unterschriften gesammelt, wir ersuchen alle noch im Umlauf befindlichen Listen zeitnah an uns zu übermitteln, damit wir die Aufbereitung für die Übergabe rechtzeitig finalisieren können. Die Onlinesammlung geht hingegen noch bis Herbstbeginn weiter, wir laden also herzlich ein, den Link zur Petitionsseite noch weiter zu empfehlen! Jegliche Haftung für Schäden muss endlich Pflicht der AKW-Betreiber werden, dafür wollen wir kämpfen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp und PLAGE: Traditioneller Antrittsbesuch der Antiatom-Organisation bei Bundespräsident unerwünscht?

Vorgänger Fischer stets offen für Gesprächsaustausch!

Offener Brief an Bundespräsident Prof. Dr. Alexander Van der Bellen

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

wenn Sie diese Woche zu Ihrem Amtskollegen nach Tschechien reisen, so werden Sie sicher – wie auch kürzlich in Slowenien – die äußerst verschiedenen Standpunkte in Sachen Atomkraft thematisieren. Das ist löblich, das ist auch erwartbar, alles andere wäre eines grünaffinen Bundespräsidenten nicht würdig. Aber es ist zu wenig.

Lassen Sie uns erklären: Wir haben Sie mehrfach um einen offiziellen Termin ersucht, um Ihnen unsere Erkenntnisse und Ideen für eine mutige, visionäre Antiatompolitik von Österreich aus für Europa auseinander setzen zu dürfen. Es sind die Erkenntnisse und Ideen aus unseren langjährigen Erfahrungen als Vertreter_innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich seit langem in internationaler Vernetzung mit der Frage auseinandersetzen, mit welchen Maßnahmen wir einem atomkraftfreien Europa näherkommen können.

Dass wir der Ansicht sind, dass es mit mahnenden Worten auf diplomatischer Ebene nicht abgetan sein kann, wird wohl keine Überraschung sein für Sie. Auch nicht, dass wir für die Allmacht der Atomindustrie in Europa ein klar zu identifizierendes Konstrukt verantwortlich machen, nämlich EURATOM, die Europäische Atomgemeinschaft. Sie selber haben dem Vernehmen nach unser EURATOM-Volksbegehren unterschrieben.

Bisher haben Sie unsere Gesprächsanfragen klassisch „ned amal ignoriert“. Das ist befremdlich, war doch der Austausch zwischen Staatsrepräsentanz und Antiatom-Organisationen, die das Ohr beim Volk und den Blick auf übergeordnete Ziele haben, stets ein guter. Ein Ende dieser Tradition nehmen wir äußerst ungern zur Kenntnis.

Was sicher nicht endet: Wir werden all unsere Initiativen gegen EURATOM, also gegen sozusagen den Imperativ für ein nukleares Europa, ergreifen, weiterführen, vorantreiben. Wann, wenn nicht 60 Jahre nach Gründung dieser unheilvollen Basis, wann, wenn nicht entlang des Anlassfalls BREXIT mit seinem präzedenzfälligen ersten Ausstieg eines EU-Staates auch aus EURATOM, wann also sollte eine bessere Gelegenheit kommen, um die Bereinigung überholter Strukturen beherzt und konkret in Angriff zu nehmen?

Diese Logik sollte eigentlich überzeugen. Den anstehenden Wahlkampf werden wir nutzen, um geneigte, geeignete Mitstreiter_innen in der Politik zu aktivieren – unter den wahlwerbenden Abgeordneten ebenso wie auf präsidialer Ebene.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, auch wenn die Hoffnung, Sie mit ins Boot holen zu können schon deutlich gedämpft ist, geben wir noch nicht ganz auf und freuen uns auf Ihre geschätzte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen aus Oberösterreich und Salzburg

Roland Egger
Gabriele Schweiger
atomstopp_oberoesterreich

Heinz Stockinger
Plattform gegen Atomgefahren

Für Rückfragen:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019
Heinz Stockinger 0662/643 567

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