atomstopp: Willkommen in Absurdistan! Tschechien will Atomkraft ausbauen und weiß nicht, wohin mit dem Abfall! 

Morgen, 23. Juli 2016: allsommerlicher Protestmarsch Pacejov-Manovice (Kreis Klatovy, Tschechien) mit atomstopp

„Es ist selbstverständlich, dass wir unseren tschechischen Kolleg_innen und vor allem den bedrohten Bewohner_innen mit der Teilnahme an ihrem allsommerlichen Protestmarsch gegen die Errichtung eines Endlagers für die hochradioaktiven Abfälle unsere Solidarität ausdrücken. Das Problem „Endlagerung“ ist unlösbar! Die Gemeinden in Tschechien wehren sich vehementest dagegen, auch nur als potenzielle Endlagerstandorte geführt zu werden“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Das tut den virtuellen Ausbauplänen in Tschechien aber keinen Abbruch, hat doch der Atomkonzern CEZ erst kürzlich den Antrag auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung zum Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany gestellt. Willkommen in Absurdistan! Ohne zu wissen, wohin mit dem jetzt schon produzierten Atommüll, phantasiert man über einen weiteren Ausbau!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Bevor nicht geklärt ist, wo der hochradioaktive Abfall für eine Million Jahre sicher gelagert werden soll, dürfte es logischerweise keine Betriebsbewilligung für jedweden Atomreaktor geben! Aber Logik und Atomkraft sind offenbar Begriffe, die ganz und gar nicht zusammengehen“, so Egger und Schweiger abschließend.

Start der allsommerlichen Protestaktion: 13:30 Uhr am Bahnhof in Pacejov
Kundgebung ab 15:00 Uhr auf der Drachenwiese in Manovice, ab 19:00 Uhr Abendprogramm

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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atomstopp: Konzeptlose tschechische Suche nach Langerort für Jahrtausende strahlenden radioaktiven Abfall

Neuerliche Teilnahme von atomstopp an allsommerlicher Protestaktion in Pacejov (Kreis Klatovy, CZ) am Samstag, 23. Juli

„Tschechische Umweltorganisationen wundern sich zurecht über die Ankündigung des tschechischen Industrieministers Jan Mladek, dass an fünf von sieben potenziellen tschechischen Endlagerstandorten, die weiteren Untersuchungen eingestellt werden und man sich vorerst nur auf die Standorte Horka (im Kreis Vysocina) und Kravi hora (im Kreis Zdra) beschränken will. Die Untersuchungen an den anderen fünf Standorten werden unter anderem auch wegen des Bürgerprotests in den dortigen Gemeinden eingestellt“, erklären Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Dass den Ankündigungen des jetzigen Industrieministers allerdings nur bedingt zu trauen ist und die fünf anderen potenziellen Endlagerstandorte sich nur in vager Hoffnung und Sicherheit wiegen können, dass bei ihnen kein Endlager für die hochradioaktiven Abfälle entsteht, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: mit jedem neuen tschechischen Industrieminister änderte sich das Konzept im Umgang mit hochradioaktiven Abfall, ohne darauf Bedacht zu nehmen, dass eine geologisch gesicherte Lagerung auf eine Million Jahre gewährleistet sein muss.

„Wir werden uns jedenfalls auch heuer wieder – wie schon in den Jahren zuvor – am allsommerlichen Protestmarsch von Pacejov nach Manovice (Kreis Klatovy) beteiligen und so unsere Solidarität mit der Bevölkerung ausdrücken, die sich seit Jahren vehementest gegen die Errichtung eines atomaren Endlagers wehrt. Und dass dieser Widerstand von der Politik wahr genommen wird und auch der Standort Pacejov – zumindest vorerst – von der Liste der potenziellen Standorte genommen wurde, ist erfreulich und bestärkend!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Zwischenfall im AKW Paks – Österreich atomkraftfrei genügt nicht!

Was tut die österreichische Bundesregierung konkret gegen Atomkraft?

„Noch ist uns keine offizielle Stellungnahme des österreichischen Umweltbundesamtes zum heute gemeldeten Zwischenfall im ungarischen Atomkraftwerk Paks bekannt. Die Entfernung zur österreichischen Grenze beträgt für einen eventuell schweren Atomunfall wenig beruhigende 150 Kilometer. Schon 2003 war das heute über als 30 Jahre alte AKW russischer Bauart an einem schweren Störfall vorbeigeschrammt und mehrere Jahre danach aus Sicherheitsgründen außer Betrieb. Seit dem Wiederanfahren bedient man sich, Experten zufolge, von staatlicher Seite einer veralteten Sicherheitsargumentation. Dabei haben selbst hauseigene Ingenieure Zweifel an der Stabilität der Sicherheitssysteme!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.

„Das wirft für uns vor allem einmal mehr die Frage auf: Was tut die österreichische Bundesregierung konkret gegen Atomkraft? Dass Österreich atomkraftfrei ist, nützt im Ernstfall genau gar nichts, angesichts der in Europa immer noch blühenden Atomfantastereien!“, so Schweiger und Egger weiter. Zu sehr habe EURATOM, die Europäische Atomgemeinschaft aus dem Jahr 1957, die Union noch im Würgegriff, leiste für Atomstaaten ungeheuerliche Privilegierungen und stehe somit einer Energiewende massiv im Wege.

Ohne die Zerschlagung dieses Atomfördervereins EURATOM wird es nie ein atomkraftfreies Europa geben können, sind sich Schweiger und Egger sicher. „Um die Energiewende erfolgreich mitzubauen, braucht es beherzte und gezielte Schritte, die an den Grundfesten einer überholten Technologie wie der Atomkraft rüttelt! Der Adressat dafür muss Brüssel sein, in Allianz mit allen atomkraftfreien Staaten in Europa und solchen wie Deutschland, die den Ausstieg besiegelt haben, kann es gelingen, den EURATOM-Vertrag aus dem Weg zu räumen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Hinweis zur laufenden Mitmachaktion: unter post@atomstopp.at könnte vorfrankierte Postkarten an Umweltminister Rupprechter, Außenminister Kurz sowie an Bundeskanzler Kern bestellt werden – mit der Frage, ICH WILL WISSEN: WAS TUN SIE KONKRET GEGEN ATOMKRAFT!

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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atomstopp: Tschechischer Premierminister Sobotka bei Bundeskanzler Kern

Antiatom-Mission, die zweite – Freitag, 24. Juni

„Nachdem Umweltminister Rupprechter es bei seinem Arbeitsbesuch Mitte Juni in Tschechien verabsäumt hat, wegen der Gefahrzeitverlängerung des Atomreaktors I in Dukovany Protest einzulegen, ist es nun wohl an Bundeskanzler Kern, auf die drohende Gefahr durch die Atomreaktoren in Dukovany hinzuweisen. Bei den Blöcken II, III und IV darf nicht einfach eine unbefristete Lizenz ausgestellt werden, eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung nach ESPOO-Konvention ist ein MUSS, bevor über eine Gefahrzeitverlängerung entschieden wird!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Reaktorblöcke von Dukovany zählen nach Analysen von Experten zu den gefährlichsten Atomreaktoren Europas, unter anderem weil es kein Vollcontainment gibt und auch die Kühlwasserzufuhr bedenklich ist. Für die Reaktorblöcke II, III und IV läuft Ende 2017 die Genehmigung aus. Erst kürzlich wurde bekannt, dass bei den Schweißnähten im Atomkraftwerk Dukovany geschlampt wurde. Umfangreiche Kontrollarbeiten sind deshalb auch für das nächste Jahr angesetzt. Jeder Reaktor wird rund 3 Monate still stehen und damit länger als bei jeder routinemäßigen Überprüfung.

„Wir appellieren an Bundeskanzler Kern bei seinem tschechischen Amtskollegen Sobotka eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung zu verlangen und die Sicherheitsprobleme offen anzusprechen. Es darf nicht sein, dass man aus diplomatischer Höflichkeit und wegen der zu pflegenden nachbarschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen grundlegende Sicherheitsprobleme in den tschechischen Atomkraftwerken einfach unter den Tisch kehrt! Dafür haben die Österreicher_innen sicherlich kein Verständnis!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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atomstopp: Umweltminister Rupprechter auf Antiatom-Mission in Prag

  Nein zu Gefahrzeitverlängerung von Dukovany und Forderung nach Behebung aller offenen Sicherheitsdefizite in Temelin

„Wenn Umweltminister Rupprechter morgen nach Prag fährt, erwarten wir uns, dass er seinen Arbeitsbesuch in Tschechien für eine Antiatom-Mission nutzt. Er muss klarstellen, dass Österreich mit der Gefahrzeitverlängerung von Block 1 des Atomkraftwerks Dukovany nicht einverstanden ist und er als österreichischer Umweltminister auf EU-Ebene alles unternehmen wird, um zu verhindern, dass auch die anderen drei Blöcke ohne vorangehender umfassender Umweltverträglichkeitsprüfung auf unbestimmte Zeit in Betrieb sein sollen“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich an die Adresse von Umweltminister Rupprechter.

„Wer glaubt, dass alle Sicherheitsdefizite im AKW Temelin ausgeräumt wären, irrt leider. Das Melker Abkommen datiert aus 2001 und ist heute – 15 Jahre später – immer noch nicht vollständig umgesetzt. Offenbar wurde der Zweck des Abkommens in ein andauerndes Dialogforum zur Beruhigung der Bevölkerung umgewandelt. Umweltminister Rupprechter ist im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung gut beraten, auf die umgehende Behebung aller offenen Sicherheitsdefizite zu drängen, andernfalls ist das AKW Temelin stillzulegen“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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