atomstopp: Windmasterplan des Landes Oberösterreich ist Wind-Desasterplan!

Antiatomrhetorik der Masterplaner total unglaubwürdig

Absolut kein Verständnis zeigt atomstopp_oberoesterreich für die derzeitige Ausprägung des Windmasterplans für Oberösterreich. „Das ist in der aktuellen Vorlage kein Masterplan sondern ein Desasterplan!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher der Antiatomplattform. „Durch völlig überzogene Auflagen würde jeglicher Ausbau der Windkraft in Oberösterreich de facto verunmöglicht. Die Verantwortlichen versuchen offensichtlich, ihre Machtstellung zu missbrauchen, um eine Klientel realitätsferner Blockierer zu bedienen, die sich mit ebenso wunderlichen wie fadenscheinigen Argumentationen nebst falscher Zahlen einer der zukunftsfähigsten Energieformen in den Weg stellen!“.

„Wir müssen den unrühmlichen Konstrukteuren dieses Wind-Desasterplans auch jegliche Glaubwürdigkeit ihrer gern proklamierten Antiatomrhetorik absprechen. Wer der Atomindustrie ernsthaft ein Ablaufdatum verpassen will, kann sich nicht gleichzeitig einer optimierten Nutzung der Windkapazität verweigern! Der Umbau der europäischen Energiewirtschaft braucht große, komplexe Lösungen. Dass sich ausgerechnet Oberösterreich mit kleingeistiger Verhinderungspolitik dagegen zu stellen versucht, ist unerträglich!“, so Schweiger und Egger weiter.

„Offenbar wurde bei der Erstellung des Masterplans die Expertise der Windkraft-Branche völlig außen vor gelassen! Wir appellieren deshalb an die zuständigen Politiker_innen und Fachabteilungen des Landes, den Windmasterplan gründlich zu überdenken – auch im Sinne einer glaubwürdigen Antiatom-Politik des Landes Oberösterreich!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Explosion im AKW Flamanville ein weiterer Warnschuss

Versicherungssummen für AKW-Betreiber endlich anpassen!

„Wenn es auch diesmal durch Glück im Unglück im AKW Flamanville zu keinem Austritt von Radioaktivität gekommen sein sollte, so ist es doch wieder ein Warnschuss, der endlich gehört werden muss! Atomkraft birgt einfach zu viele Risiken, die vom Menschen nicht gänzlich beherrscht werden können!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die Meldungen über eine Explosion im französischen AKW, bei der mehrere Arbeiter verletzt worden sein dürften.

„Klar, jede Technologie birgt Gefahren, aber bei keiner anderen wie der Atomkraft können Zwischenfälle so nachhaltig fatale Auswirkungen haben! Allein die bekannt gewordenen Atomunfälle wie Tschernobyl und Fukushima sind der untrügliche Beweis dafür: Nur mit einem hohen Maß an Verantwortungslosigkeit ist jedes weitere Setzen auf Atomkraft noch argumentierbar. Gerade Frankreich, mit seiner großen Dichte an meist veralteten Reaktoren, stellt eine enorme Gefahr für Europa dar. Es ist zudem bezeichnend, dass kein einziges AKW in ganz Europa auch nur annähernd ausreichend versichert ist! Der Schaden fällt also immer auf gleich zwei Weisen der Allgemeinheit auf den Kopf: Einerseits werden die Lebensräume vieler Menschen zerstört und andererseits die Steuerzahler_innen dafür auch noch finanziell zur Kasse gebeten! AKW-Konzerne ersparen sich durch diese Finte Unsummen und können überhaupt nur aufgrund dieser versteckten Subventionierung überleben. Wir fordern: Haftung für Schäden muss endlich Pflicht der Betreiber werden“, so Schweiger und Egger, die abschließend noch auf ihre Petition für eine angemessene, einheitliche Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke hinweisen. Diese Petition an das Europäische Parlament kann hier ganz einfach elektronisch unterstützt werden: www.atomstopp.at/petition

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp/PLAGE: Willkommensgruß an einen konsequenten Antiatom-Bundespräsidenten

Deklarierter EURATOM-Gegner Van der Bellen kann entscheidende Impulse setzen!

„Wir freuen uns, dass mit Alexander Van der Bellen ein Atomkraftgegner ohne Wenn und Aber als österreichischer Bundespräsident nun sein Amt antritt! Es ist aus unserer Sicht von großer Bedeutung, welche Persönlichkeit die außergewöhnliche Rolle Österreichs als erklärte Antiatomnation visionär nach außen trägt. Van der Bellen ist wohl ein Atomgegner der konsequenten Art, er ist einer, in dem wir nicht nur auf moralischer, auf politischer Ebene einen Verbündeten sehen, sondern auch einer, der durch seine Expertise als Ökonom einen besonders klaren Blick auf die wirtschaftliche Unsinnigkeit und Gefährlichkeit der Atomkraftnutzung hat!“, zeigen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich zuversichtlich.

Gemeinsam mit Heinz Stockinger von der PLAGE, der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren, erinnern sie an eine gern verdrängte, aber in Wahrheit nicht länger hinnehmbare Tatsache: „2017 wird der unselige EURATOM-Vertrag 60 Jahre alt, das ist der Vertrag zur Europäischen Atomgemeinschaft, der sehr eindrücklich dokumentiert, wie es so weit kommen konnte, dass die Atomkonzerne eine derartige Vormachtstellung am europäischen Energiesektor erlangen. ‚[…] alle Voraussetzungen für eine mächtige Atomindustrie in Europa zu schaffen […]‘ , das ist das erklärte Ziel des EURATOM-Vertrages – und dieses Ziel ist definitiv erreicht worden. Dass dies letztlich nicht ‚[…] zum Wohlstand der Völker […]‘, beigetragen hat, ist mittlerweile klar. Es ist höchste Zeit, die Energiezukunft Europas neu zu definieren!“, so Schweiger, Egger und Stockinger.

Die Atomgegner_innen richten einen dringenden Appell an den frischgebackenen ersten Repräsentanten des Staates: „Herr Van der Bellen, Sie selbst haben das von uns initiierte EURATOM-Volksbegehren unterschrieben. Wir arbeiten nach wie vor daran, den Missstand zu korrigieren, dass alle EU-Staaten, egal ob sie Atomkraft in der Agenda führen oder nicht, zahlend und Mandat gebend dem Atomförderverein EURATOM angehören. Mehr noch: Wir stellen generell in Frage, dass so eine Institution in einem zeitgemäßen und zukunftsfähigen Europa überhaupt Existenzberechtigung hat! Wir wollen eine Entmachtung, eine Entprivilegierung der Atomindustrie erreichen, dazu haben wir Ideen! Und wir sind zuversichtlich, sehr bald mit Ihnen, wie schon im Frühjahr für den Fall Ihres Wahlsieges angekündigt, einen persönlichen Termin vereinbaren zu können, um geeignete Pläne zu schmieden, um in gegenseitiger Unterstützung wirkungsvolle Impulse setzen zu können – Impulse für ein atomkraftfreies Europa, für eine atomkraftfreie Erde!“, so Schweiger, Egger und Stockinger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019
Heinz Stockinger 0662/64 35 67

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Haftungspflicht für Atomkraftwerke? Fehlanzeige!

Kampagne nun auch für Gemeinden gestartet!

„1000 Unterschriften hat unsere Petition für eine angemessene und europaweit einheitliche Haftpflicht für Atomkraftwerke bereits erreicht, nun werden wohl etliche weitere hinzukommen: Exakt 2122 Kuverts haben wir mit Infomaterial und Unterschriftenlisten befüllt und an alle österreichischen Gemeinden sowie alle Wiener Bezirksämter versendet. Wir möchten damit möglichst vielen Menschen in ganz Österreich die Gelegenheit bieten, sich an der Petition beteiligen zu können!“, berichten Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

Neben der Bewerbung der elektronischen Unterzeichnungsmöglichkeit auf www.atomstopp.at/petition werden die Gemeindevertretungen in der Aussendung auch eingeladen, eing ehende Unterschriften auf Papier zu sammeln und bis Ende Juni 2017 an atomstopp zurück zu schicken. Die Petition richtet sich an das Europäische Parlament, mit der Forderung, den Druck Richtung Europäische Kommission in Sachen Haftpflicht für Atomkraftbetreiber zu erhöhen.

„Es ist unglaublich, aber auch trotz mahnender Beispiele wie Fukushima und Tschernobyl kann sich die Europäische Kommission noch immer nicht zu einer angemessenen und europaweit einheitlichen Haftpflichtversicherung durchringen. Zu groß scheint der Gegenwind durch die Atomlobby, die ihrer Klientel wohl allzu gern den unreglementierten Zustand und damit enorme finanzielle Vorteile erhalten will. AKW-Betreiber haften mit lächerlich geringen Deckungssummen, die weniger als 1% des Schadensausmaßes ausmachen. Es ist grob wettbewerbsverzerrend, dass für eine einzelne Energieform, geschützt durch den mächtigen EURATOM-Vertrag, keine seriösen Haftpflichtregelungen gelten.“, erklären Schweiger und Egger, die In itiatoren der Petition.

„Bereits 2013 hatten wir einen ersten Vorstoß gemacht und rund 15000 Unterschriften in Brüssel an die Abgeordneten Rübig und Becker als Repräsentanten des EU-Parlaments übergeben. Trotz des daraufhin beherzten Engagements des EU-Parlaments, trotz anfänglich hoher Ambitionen der Kommission konnte aber noch immer kein entscheidender Schritt erreicht werden. Grund genug für uns, eine zweite Runde zu starten! Es darf einfach nicht sein, dass ausgerechnet in so einer gewichtigen Frage die EU-Kommission kneifen kann! Die Haftung für Schäden durch Atomanlagen muss endlich Pflicht der Betreiber werden“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Atomindustrie durch marktwirtschaftliche Maßnahmen nicht beeinflussbar!

Kanzler Kern muss Raus aus EURATOM auf Schiene bringen!

„Natürlich ist es positiv zu bewerten, wenn Kanzler Kern ein Befeuern des heimischen Marktes für Erneuerbare Energien vorschlägt. Doch Österreich ist keine Insel, schon gar nicht was Subventionierungen aus Steuergeldern auf Europaebene betrifft. Denn hier heißt die Prämisse dank EURATOM ganz klar: Vorrang für Atomkraft!“, resümieren Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher der Initiative atomstopp_oberoesterreich.

„Kanzler Kern ist sich offensichtlich nicht bewusst, dass wir es beim EURATOM-Vertrag, dem Vertrag zur Europäischen Atomgemeinschaft, mit einem primärrechtlich ausgeprägten Vertrag zu tun haben, der diese eine Energieform aus dem freien Markt herausnimmt, schützt, fördert und privilegiert! Daraus resultiert, dass der Atomindustrie mit marktwirtschaftlichen Mechanismen nie beigekommen werden kann! Ein Produkt wie der Atomstrom, das auch nach 60 Jahren intensiver Förderung noch immer keine Marktreife erreicht hat, würde keiner noch so nachsichtigen Evaluierung standhalten und kann ausschließlich durch eine geschützte Wirtschaftszone weiter erzeugt werden!“, warnen Schweiger und Egger den Kanzler vor kurzsichtigem Denken.

„Wie für alle anderen 27 EU-Staaten heißt es bei EURATOM auch für Österreich: Mitzahlen anstatt mitzureden, wohin die Richtung der europäischen Energiezukunft gehen soll. Solange alle brav Mitglieder bleiben beim Atomförderverein EURATOM wird er die Finanzbeiträge und auch das Mandat von allen haben, die Atomkonzerne kräftig weiter bedienen zu können!“, so Egger und Schweiger weiter, die sich auch eine irritierende Frage stellen müssen: Ist Kanzler Kern überhaupt gegen Kernkraft? „Seit seinem Amtsantritt vor einem Dreivierteljahr versuchen wir mit ihm in Kontakt zu treten – erfolglos! Das ist sehr ungewöhnlich, denn bisher hat noch kein Regierungschef den Austausch mit Atomgegner_innen verweigert.“

„Zugegeben, die Vorstellung womöglich einen Atomkraftbefürworter als österreichischen Bundeskanzler zu haben, ist einigermaßen verstörend. Aber gerade deshalb werden wir den Versuch nicht aufgeben, eine Kommunikationsbasis zu schaffen, um Kanzler Kern von den Gefahren der Nutzung von Atomkraft zu überzeugen. Als Wirtschaftsexperte und gelernter Manager sollte er zumindest die ökonomischen Risiken der Atomkraft erkennen und daraus folgernd ein Raus aus der Europäischen Atomgemeinschaft auf Schiene bringen können!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar