ENEF – jährlicher Tanz der Atomlobbiysten mit EU-Sponsoring

EU-Energieressort fördert Nährboden für Atomindustrie

„Es wundert nicht, dass das jährlich stattfindende ENEF (The European Nuclear Energy Forum also das Europäische Forum für Atomenergie) abwechselnd zwischen zwei Austragungsorten pendelt: einerseits Prag und, so wie auch heuer, Bratislava. Die Atomeliten Europas scheinen sich hier pudelwohl zu fühlen, wissen sie sich doch bei absolut atomtreuen Gastgebern bestens aufgehoben. Dass sich dabei gerade diese Plattform auf die Fahnen heftet „…für eine breite Diskussion, frei von Tabus, über die Chancen und Risiken der Kernenergie…“ zu stehen, stimmt jedoch nachdenklich“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Bedenklich ist auch, dass sich die Generaldirektion Energie an der Ausrichtung der zweitägigen Veranstaltung am 3. Und 4. Oktober organisatorisch und finanziell beteiligt! Das ist einseitig und benachteiligt alle anderen Energieformen – ganz im Sinne von EURATOM. Die Teilnehmer_innenliste liest sich in weiten Teilen wie das Who-is-Who der europäischen Atombefürworterschaft. Man muss schon sehr blauäugig sein, um zu glauben, dass nicht genau ein Forum wie dieses ausschließlich dazu genutzt wird, der schwächelnden europäischen Atomindustrie einen willkommenen Nährboden für ihr Überleben zu bieten. “, so Schweiger und Egger weiter. „Von einer breiten Diskussion, frei von Tabus, kann wohl keine Rede sein.“

„Dieses Vorgehen ist ein Paradebeispiel, wie die Privilegierungsmaschinerie EURATOM fest im System verankert ist. Die oberste Verwaltungseinheit für Energie sollte ihrem Namen gerecht werden, frei von überholten Vorgaben und deshalb hochrangige Strategieforen ausschließlich dann fördern, wenn sie einer ausgewogenen, neutralen Diskussion zur Energiezukunft Europas geschuldet sind! Mehr als die Hälfte aller EU-Staaten verzichtet mittlerweile auf Atomenergie oder hat den Ausstieg bereits beschlossen. Dieser Verhältnismäßigkeit muss das europäische Ressort für Energiefragen Rechnung tragen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625

Roland Egger 0680/23 93 019

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Hinkley Point C Deal ist finanzielles Desaster für Großbritannien

Areva als vertrauenswürdiger Partner längst disqualifiziert!

„Ein finanzielles Spektakel der Sonderklasse spielt sich derzeit vor den Augen derer ab, die die Entwicklungen in Sachen Atomkraft in Europa kritisch beobachten. Sehenden Auges stürzt sich die Britische Regierung in ein wirtschaftliches Desaster, den Pakt mit Avera über den Bau eines neuen Atomreaktors im englischen Somerset am Standort Hinkley Point. Nicht nur wegen der unerlässlichen Subventionierungen für die Realisierung des Projekts und die damit einhergehende Belastung der britischen Steuerzahler_innen auf viele Jahrzehnte hinweg, sondern auch, weil mit Areva ein ganz besonders unsicherer Partner für das Projekt ins Boot geholt wird.“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Alle, die sich die Bilanz des französischen Erbauers – aktuell Flamanville in Frankreich und Olkiluoto 3 in Finnland – ansehen, müssen erkennen, dass bei den beiden Projekten alles, was schief gehen kann, auch schief geht: unfassbare Verteuerungen und zeitliche Verzögerungen, jede Menge Materialmängel. Areva hat sich als vertrauenswürdiger Partner längst doch disqualifiziert!“, wundern sich Schweiger und Egger. „Gerade dieser Tage wurde noch dazu bekannt, dass TVO, also der finnische Partner, gegen Areva vor Gericht zieht – eben genau aufgrund der horrenden Vorgänge. TVO vermutet sogar, dass Areva das bereits um fast ein Jahrzehnt verzögerte Olkiluoto 3 fallen lassen könnte – zugunsten neuer Prestigeobjekte wie eben Hinkley Point C.“

„Die britischen Verhandler wären also gut beraten, sehr genau darauf zu achten, ob der französische Partner Areva bei Vertragsabschluss nicht derweil im Rücken die Finger kreuzt! Besser allerdings wäre noch, vom Bauunternehmen generell Absand zu nehmen und so gar nicht erst zu riskieren, am Ende mit einer Bauruine und einem Haufen Schulden dazustehen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

 

Weiter Hinweise:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625

Roland Egger 0680/23 93 019

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Nur Umwelt- und Außenminister als Anti-Atomvertreter auf EU-Ebene

Nuklearfrage kein Thema für Kanzler Kern?

„Ernüchtert nehmen wir zur Kenntnis, dass nur die Bundesminister Andrä Rupprechter und Sebastian Kurz eine Antwort wagen auf die Frage nach Ihren jeweiligen Aktivitäten gegen die Atomkraft auf europäischer Ebene – nicht aber Bundeskanzler Christian Kern!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Mit der Postkartenaktion „ICH WILL WISSEN…“ hatte die Organisation in den vergangenen Monaten hunderten Bürger_innen die Möglichkeit geboten, persönlich nachzufragen, was die Fachminister bzw. der Regierungschef denn konkret tun würden gegen die Atomindustrie in Europa.

„Ausgerechnet Kanzler Kern ist nicht nur uns vom Verein atomstopp, sondern auch hunderten besorgten und engagierten Menschen in Österreich eine Antwort schuldig geblieben. So stellt sich natürlich die Frage: Hat Kern keine Antwort, oder will er die Frage nicht beantworten? Oder ist es gar so, dass die Nuklearfrage für Kanzler Kern kein Thema ist?“, versuchen Schweiger und Egger das Schweigen des Kanzlers zu interpretieren.

„Wir werden uns jedenfalls weiterhin um eine Aussprache mit Bundeskanzler Kern bemühen, denn eines ist zweifelsfrei klar: So sehr die Atomindustrie in Europa auch in wirtschaftlicher Bedrängnis ist, genauso privilegiert wird sie nach wie vor via EURATOM und entsprechend hohen Druck wird sie auch zukünftig für ihren Weiterbestand machen können!“, warnen Schweiger und Egger davor, zu glauben, sich aus österreichischer Sicht auf eine „G´mahde-Wiesen-Position“ zurück ziehen zu können.

Genau dazu bestehe überhaupt kein Anlass, so Schweiger und Egger: „Gerade in der nächsten Zeit wird es besonders für erklärte Anti-Atomstaaten wie Österreich besonders wichtig, sprungbereit zu bleiben und jeder Pro-Atomregung Paroli zu bieten. Die bekannten wirtschaftlichen Schwierigkeiten beim Neubau von AKW werden eine massive Welle an Laufzeitverlängerungen mit sich ziehen. Und das ist besonders gefährlich und deshalb unbedingt zu bekämpfen!“

„Alle österreichischen Vertreter_innen müssen in der Anti-Atomfrage absolut sattelfest sein und dürfen keine Gelegenheit auslassen, an der Vision einer atomkraftfreien EU mitzubauen!“, so die Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Großbritannien verharrt in milliardenteurer Atomfalle

 EU-Kommission für Atomkraft: Koste es, was es wolle.

„Die Hoffnung, dass die britische Premierministerin Theresa May die desaströse Entscheidung ihres Amtsvorgängers David Cameron revidieren und den Ausbau des Atomreaktors Hinkley Point C absagen würde, hat heute einen Dämpfer bekommen“, zeigen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung, dass man wegen Hinkley Point C weiter verhandeln wolle, enttäuscht.

„Damit verharrt Großbritannien weiterhin in der milliardenteuren Atomfalle. Hinkley Point C wird – wenn es gebaut werden sollte – der teuerste Atomreaktor der Welt und man wird für den Atomstrom wohl mehr als drei Mal so viel auslegen müssen, wie derzeit der Börsepreis ausmacht. Die britischen Stromkund_innen werden für dieses finanzielle Fiasko den Preis zahlen müssen, mit dem Segen der EU-Kommission. Denn diese EU-Kommission war es, die entgegen jeder Vernunft das OK für weitreichende Subventionen gegeben hat und damit – auch nach dem Brexit – den weiterhin in der Europäischen Union verbliebenen Atomstaaten das klare Signal gibt: Ja zu Atomkraft, koste es, was es wolle“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir sind zuversichtlich, dass die österreichische Bundesregierung – so wie gegen die Subventionen für Hinkley Point C – jeden Atomstaat vor dem Europäischen Gericht verklagen wird, sollte man glauben, Atomreaktoren mit wettbewerbsverzerrenden Subventionen bauen zu wollen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

atomstopp: Antiatom-Unterstützung durch Bundespräsidentschaftskandidat Ing. Hofer abgesagt?

Bundespräsident war bisher immer wichtiger Fürsprecher gegen Atomkraft

„Eine unschöne Ansage: über tschechische Medien mussten wir erfahren, dass Bundespräsidentschaftskandidat Ing. Norbert Hofer sich als Bundespräsident in Sachen Atomkraft in Nachbarländern zurückhalten wird und dass sich darum die Minister kümmern sollten, nicht aber der Bundespräsident“, zeigen sich die Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, Roland Egger und Gabriele Schweiger, erstaunt.

„Es ist befremdlich, dass sich ausgerechnet ein Kandidat zur Präsidentschaftswahl in dieser Frage derart heraus halten will. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer war uns immer einen verlässlichen Partner, der bei Staatsbesuchen unermüdlich auf das Atomthema hinwies. Die Abkehr von dieser Praxis wäre schwer verständlich und könnte als völlig falsches Eingeständnis gewertet werden! Unserer Ansicht nach ist es geradezu auch erste Pflicht eines Bundespräsidenten, mit aller gebotenen Diplomatie und feinem Fingerspitzengefühl auf allen möglichen Ebenen einzuwirken, dass die Nutzung der Atomkraft ein Ende findet, in Europa, weltweit“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wer, wenn nicht der Bundespräsident, sollte bei all seinen Staatsbesuchen ganz klar definierte österreichische Positionen repräsentieren? Österreich hat immerhin das Nein zur Atomkraft in der Verfassung stehen – weil rechtzeitig erkannt wurde, dass Atomkraft ein nicht beherrschbares Sicherheitsrisiko darstellt. Deshalb lehnen wir auch jede Relativierungen Richtung „sichere Atomkraftwerke“ entschieden ab. Wer sich argumentativ auf „sichere AKW“ einlässt, lässt sich auf eine Allianz mit der Atomindustrie ein. Das kann nie und nimmer österreichische Position werde.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar