atomstopp: Ukraine flutet Europa mit Atomstrom

Kommissionspräsidentin Von der Leyen hat das unmoralische Angebot angenommen, erhebliche Strommengen werden seit heute Nacht über Rumänien ins europäische Netz geschleust. Der Großteil dieses ukrainischen Stroms stammt aus Atomkraftwerken, alle samt russischer Bauart.

»Dass nun ukrainischer Atomstrom die Energieversorgung Europas flutet, ist eine zynische Spiegelung der Geschichte. War es 1986 die radioaktive Strahlung aus der damaligen Sowjetrepublik, die den Anfang vom Niedergang der Atomkraft eingeläutet hat, so könnte es heute der überaus riskanten Laufzeitverlängerung alter Atomreaktoren gefährlichen Vorschub leisten. Angesichts dieser eröffneten Schleusen stellt sich vor allem die Frage: Wann wirft Deutschland das Bekenntnis zum Atomausstieg über den Haufen? Seit Wochen stichelt die oppositionelle CDU/CSU bereits in diese Richtung. AKW-Betreiber hatten sich zwar in ersten Reaktionen abwinkend gezeigt, relativieren aber mittlerweile – wohl, weil sie lukrative Chancen wittern«, geben Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich zu bedenken.

»Atomstrom für Waffen? Es war ein in jeder Hinsicht unmoralisches Angebot, das der ukrainische Präsident Selenskyj der EU gemacht hat. Für die europäische Energiezukunft verheißt die Flutung europäischer Netze mit unflexiblem Atomstrom nichts Gutes. Das ist Game Changing der üblen Sorte! Den eingeschlagenen Weg in Richtung 100% erneuerbare Energieversorgung zu verlassen, wäre ein fataler Irrtum. Die deutsche Bundesregierung ist dringend aufgefordert, sich nicht aus kurzfristigem Denken einer Reflexhandlung hinzugeben, neuen Abhängigkeiten Tür und Tor zu öffnen und darüber hinaus die Energiewende um Jahrzehnte zurückzuwerfen«, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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atomstopp: Pumpspeicher in Oberösterreich – Anlauf

Gesetzliche Vorgaben für die Verwendung von rein Erneuerbarer Energie gefordert!

Wie in eine Zeitschleife versetzt fühlt sich atomstopp bei der heutigen Ankündigung, dass nun das langgehegte Projekt eines Pumpspeicher-Kraftwerks in Oberösterreich wirklich in Umsetzung gehen soll. Die offene Frage bleibt die gleiche wie vor einem Jahrzehnt: Wo wird der Strom zum Hochpumpen des Wassers herkommen?

»Fast 10 Jahre ist es her, dass wir uns mit Vertretern der innovativen Projektantin Bernegger GmbH getroffen haben, um über das geplante, durchaus ambitionierte Pumpspeicher-Kraftwerksprojekt in Molln zu sprechen. Unsere drängende Frage damals: Woher wird der Strom genommen, der zum Hochpumpen des Wassers in ein Hochbecken nötig ist? Dass kein Atomstrom in Form von billigst auf der Börse gehandeltem Graustrom dabei ist, konnte man uns damals nicht zusichern«, so Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

»Zu einer Umsetzung des Projekts ist es seither aus diversen rechtlichen Gründen nicht gekommen. Anders jetzt – laut einer Ankündigung heute, am 24. Juni 2022, wären nun längst alle Auflagen erfüllt, alle Bedingungen geklärt, einem neuen Anlauf stehe nichts im Wege. Keine Anmerkung jedoch ist nach wie vor zur Stromherkunft zu finden. Deshalb stellt sich die Frage natürlich erneut: Mit welchen Stromkapazitäten soll die wertvolle Kraft des Wassers mittels Pumpspeicherung maximiert werden? Offiziell darf zwar kein Atomstrom mehr durch Österreichs Netze fließen, doch das ist nur die geschönte Wahrheit. Weiterhin ist es möglich und auch Usus, Strom an der internationalen Börse zu erstehen und mittels Zukaufs sauberer Zertifikate reinzuwaschen – was sich bei Billigpreislagen durchaus rechnen kann«, warnen Schweiger und Egger.

»Wenn ein Pumpspeicher-Kraftwerk tatsächlich zur Energie-Unabhängigkeit Österreichs beitragen soll, braucht es deshalb vollkommene Transparenz. Gerade jetzt, in der Phase der konkreten Suche nach Investor_innen müssen entsprechende gesetzliche Vorgaben die Verwendung von Energie aus ausschließlich erneuerbaren Quellen sicherstellen!«, fordern Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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atomstopp: Erste Absage an Atom & Gas in der Taxonomie gelungen

Die Abgeordneten in den Ausschüssen für Wirtschaft und Umwelt im Europäischen Parlament haben die Aufnahme von Atom & Gas in den Katalog für nachhaltiges Wirtschaften heute abgelehnt. Ein guter Tag für Europas Energiezukunft – und bestärkende Aussichten auf die endgültige Abstimmung im EU-Parlament Anfang Juli.

»Dass heute die Abgeordneten in den einflussreichen Ausschüssen für Wirtschaft und Umwelt mehrheitlich gegen den absurden Vorschlag der Kommission gestimmt haben, auch der Atomindustrie den Griff in die Geldkiste für nachhaltiges Wirtschaft zu gewähren, ist eine sehr erfreuliche und vor allem auch bezeichnende Entscheidung. Damit wird verdeutlicht: Atomkraft spießt sich mit Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen!«, freuen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die gute Nachricht aus Brüssel.

»Es ist schon haarsträubend genug, dass durch die europäische Atomgemeinschaft EURATOM die EU-Staaten geradezu ermuntert werden, Atomkraft zu nutzen. Doch wer glaubt, das würde sich wirtschaftlich lohnen, sollte auch kein Problem haben, die Investitionsmittel dafür selber aufzutreiben. Finanzquellen anzapfen zu wollen, die für Nachhaltigkeit, für die Entwicklung einer zukunftstauglichen Energieversorgung reserviert sind, geht aber gar nicht«, so Schweiger und Egger weiter.

»Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln, um auch in der finalen Abstimmung im Plenum die nötige Mehrheit von 353 Abgeordneten zu schaffen. Wir setzen alles daran, mit den Mitgliedern des EU-Parlaments in Kontakt zu bleiben und mit klaren Argumenten zu überzeugen. Wir stellen die E-Mail-Adressen zur Verfügung und alle, die sich beteiligen wollen, können ganz einfach unsere Shortmails und die darin vorgeschlagenen Texte auf www.atomstopp.at nutzen!«, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Grüne Atomkraft mit Sanctus des EU-Parlaments?

Die Abgeordneten des EU-Wirtschafts- und Umweltausschusses müssen den krausen Taxonomie-Vorschlag der Kommission ablehnen!

Ob Atomkraft nun tatsächlich gegen jede ökologische und ökonomische Vernunft zur grünen, nachhaltigen Energiequelle ernannt wird oder doch nicht – dazu könnten schon morgen, am 14. Juni 2022 erste wegweisende Entscheidungen fallen. In den beiden im Europäischen Parlament dafür legitimierten Ausschüssen für Wirtschaft (ECON) und Umwelt (ENVI) soll am Dienstag abgestimmt werden. Für die finale Abstimmung im gesamten Plenum Anfang Juli könnten die Ergebnisse schon weichenstellende Signale ergeben.

»Um die Angeordneten mit Argumenten zu versorgen, warum es eine ganz und gar unkluge Idee wäre, Atomkraft in den Kriterienkatalog für nachhaltiges Wirtschaften aufzunehmen, hat atomstopp bereits mehrere E-Mail-Vorschläge zur Verfügung gestellt. Interessierte können unter www.atomstopp.at alle bisherigen Statements, die jeweils einen der vielen Gründe gegen Atomkraft als grüne Energie behandeln, ganz einfach für eigene Anschreiben an die EU-Abgeordneten anwenden. Nutzen Sie diese Shortmails jetzt schon – weitere Empfehlungen folgen in den nächsten Tagen und Wochen bis zur Juli-Sitzung!«, regen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich an, den Parlamentarier_innen die Meinung der Bevölkerung zu Atomkraft eindrücklich zu vermitteln.

»Verbindliche Kriterien für nachhaltiges Wirtschaften zu definieren ist eine begrüßenswerte Maßnahme! Dieser Lenk-Effekt muss europaweit sowohl für private Investor_innen als auch für staatliche Förderungen klarstellen, was uns im Kampf gegen den Klimawandel und für eine zukunftsfähige Energieversorgung möglichst rasch weiterbringt. Dass in diese Auflistung nun nachträglich und ohne transparente Mitsprache durch Öffentlichkeit und EU-Parlament auch Atomkraft als Stromquelle hineingedrückt wird, konterkariert das eigentlich ambitionierte Regelwerk«, betonen Schweiger und Egger.

»AKWs rechnen sich nicht, egal ob Neubau oder das riskante, kostenintensive und vor allem wenig zukunftsperspektivische Laufzeitverlängern alter Meiler. Was wir brauchen ist ein klar definierter Plan für den Übertritt in ein neues Energiezeitalter: Energieeffizienz, clevere Speicher- u. Einsparungskonzepte und vor allem ein gekonnter Mix aus Erneuerbaren Energien sind gefragt! Für schwer steuerbare Quellen wie die behäbige Atomkraft ist hierbei kein Platz«, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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Atom-Förderung via EURATOM trotz Zukunftskonferenz – leider ja!

Die ‚Konferenz zur Zukunft Europas‘ ist zu Ende – auserwählte Vorschläge liegen nun auf dem Tisch. Das heikle Thema EURATOM wurde ausgespart. Aus Antiatom-Perspektive ist das Demokratie-Experiment also in der nuklearen Vergangenheit hängen geblieben – trotz der aktuell unübersehbaren Abhängigkeit Europas von atomaren Brennstoffen aus Russland.

»Mit einem Jahr Verspätung – erst im Mai 2021 gestartet und von der ursprünglichen Dauer von zwei Jahren auf nur eines halbiert – war unschwer abzusehen, dass bei der ‚Konferenz zur Zukunft Europas‘ für eine besonders komplexe Materie wie eben die Abschaffung des EURATOM-Vertrags kaum Raum bleiben würde. Doch was aus den Ergebnissen der Zukunftskonferenz generell hervorgeht, lässt sich am besten mit ‚Dringender Reformbedarf‘ zusammenfassen. Und unbestreitbar sind für die Umsetzung der erarbeiteten Forderungen auch grundlegende Vertragsänderungen unumgänglich. Das lässt immerhin hoffen, dass es auch verkrusteten Strukturen wie dem EURATOM-Vertrag an die Substanz gehen kann«, stellen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich fest.

»Wir sehen nun die Kommission am Zug, ihren eigenen ambitionierten Plan einer Europäischen Zukunft unter Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger konsequent in ein umfassendes Reformierungs-Programm zu lenken. Mehr als 2000 Menschen haben unsere Petition ‚In Zukunft ohne EURATOM‘ unterschrieben, das EU-Parlament hat die Forderung längst als offizielle Petition in ihre Agenda aufgenommen. Diese Stimmen müssen zählen – alles andere wäre im wahrsten Sinne des Wortes unerhört!«, so Schweiger und Egger weiter.

»Interessantes Detail: Fast 900 Unterzeichnungen kamen aus Frankreich. EURATOM-Protest also aus genau jenem Land, welches die Privilegierungen der Atomindustrie durch EURATOM mit Abstand am meisten ausgenutzt hat. Das Ergebnis – eine hochgradige Abhängigkeit von Atomstrom und damit auch vom benötigen Uranbrennstoffen – alarmiert gerade jetzt ganz empfindlich, steht doch mit dem kriegstreibenden Russland auch ein essentieller Versorgungspartner auf dem Index«, betonen Schweiger und Egger.

»Der französische Präsident Emmanuel Macron war es auch, der ganz massiv für die Qualifizierung von Atomkraft als nachhaltige Energie lobbyiert hat. Der EURATOM-Vertrag gibt sinngemäß vor, alle Voraussetzungen zu schaffen für eine mächtige Atomindustrie in Europa. Genau auf dieses Ziel hat Macron sich in seiner Werbung für Atomkraft berufen und gemeint, die EU-Kommission solle gefälligst tun, was gesetzlich vorgegeben ist. Es wird also weiter unser vorrangiges Ziel bleiben, EURATOM, also die existenzsichernde Struktur für die Atomindustrie zu bekämpfen«, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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