atomstopp: Junge Atomgegner_innen laufen beim Linz Marathon gegen veraltete Reaktoren

Sie haben mittlerweile schon Tradition beim Linz Marathon – die Läuferinnen und Läufer von atomstopp in ihren sonnengelben „Raus aus Euratom“-Laufshirts. Mit dem Start beim Oberbank Marathon am 15. April wollen die atomstopp-Läufer_innen aber nicht nur ihre Sportlichkeit unter Beweis stellen, sondern auch ein sonnenklares Zeichen setzen – sie stellen ihren Lauf auch heuer wieder unter das Motto ‚Raus aus Euratom, für ein atomkraftfreies Europa!‘. Besonders viele – genau doppelt so viele wie im Vorjahr – gehen heuer für atomstopp an den Start: 54 Läuferinnen und Läufer werden gemeinsam fast 1.000 Kilometer zurücklegen.

Ein neuer Marathonrekord für atomstopp ist damit schon im Vorfeld aufgestellt: fast die Hälfte aller Läuferinnen und Läufer sind unter 30 Jahre. Und das steht im kompletten G egenteil zu den Atomkraftwerken in der EU – von den 127 derzeit aktiven Reaktoren sind fast alle älter als 30 Jahre und damit am Ende ihrer Laufzeit angekommen.

Atomstopp hat dazu vor kurzem auch eine App veröffentlicht, die ein umfangreiches Lexikon über die Atomkraft in und um Europa beinhaltet (zu finden im Google Play Store unter „atomstopp“).

Egal ob Marathon oder Engagement gegen die Atomkraft, Durchhaltevermögen braucht man für beides, wissen Roland Egger und Gabriele Schweiger von atomstopp oberoesterreich: „Der Kampf für ein atomkraftfreies Europa gleicht oft einem Marathonlauf. Schritt für Schritt bewegen wir uns Richtung Ziel, immer bereit, um im richtigen Moment einen Sprint einzulegen.“

Foto: https://tinyurl.com/ybaqmsjf © atomstopp
Rekordverdächtig: besonders viele junge Läufer_innen starten heuer für atomstopp beim Linz Marathon.

Rückfragen:
Gabriele Schweiger: 0680 / 33 33 625
Roland Egger: 0680 / 23 93 019

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4.4.1972, Zwentendorf: Spatenstich des Widerstands

zwentendorf_bannerklatomstopp widmet sich im Zwentendorf-Gedenkjahr in einer Ausstellung der Protestbewegung der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Mit dem Spatenstich für das AKW Zwentendorf am 4. April 1972 war nicht nur eine Großbaustelle, sondern auch eine der größten Protestbewegungen Österreichs eröffnet. Schließlich kam es am 5. November 1978 zur legendären Volksabstimmung und einem NEIN zum AKW Zwentendorf. Das schlüsselfertige Atomkraftwerk wurde in der Folge nie in Betrieb genommen, mehr noch: Wenige Wochen nach der Volksabstimmung wurde ein Atomsperrgesetz erlassen, das die atomkraftfreie Zukunft für Österreich festschrieb und 1999 schließlich in die Bundesverfassung aufgenommen wurde.

Widerstand für die Zukunft

Die 40 Jahre seither tragen die Spuren dieser zukunftsweisenden Entscheidung. Sie war der Startschuss für die gesellschaftliche und parteiübergreifende Antiatom-Haltung Österreichs, die weltweit einzigartig ist – bis heute. Die Anti-Atom-Bewegung und der Widerstand gegen die Atomindustrie wurden durch die Proteste rund um 1978 bis heute – und für die Zukunft! – geprägt.

Auch atomstopp_atomkraftfrei leben! hat seine Wurzeln in der Anti-Zwentendorf-Bewegung. Die Ausstellung „Zwentendorf.40 – Widerstand für die Zukunft“ widmet sich aber nicht nur den historischen Ereignissen, die schließlich zur Volksabstimmung führten, sondern auch den 40 Jahren danach. „Wir wollen den Weg zeigen, der die Antiatombewegung bis hierher gebracht hat und – der uns noch weiter bringen wird! Aus der Vergangenheit können wir lernen, für die Gegenwart und für die Zukunft“, sind Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich überzeugt.

Die Ausstellung wird von 5. Oktober bis 5. November 2018 im Linzer Wissensturm gezeigt, der Eintritt ist frei. Mehr Informationen auf zwentendorf40atomstopp.wordpress.com

Rückfragen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Brexit-Verhandlungen jetzt nutzen, Herr Kurz!

EURATOM in seiner jetzigen Form auflösen!

„Es ist nur allzu verständlich, wenn die Atomphantasten in Großbritannien schon jetzt, während der Austrittsverhandlungen, dem EURATOM-Vertrag nachweinen. Zu schön hat es sich die Atomindustrie mit der Schaffung der Europäischen Atomgemeinschaft durch ihre Lobby einrichten lassen. Dass nun dieser herrliche Zustand des Privilegientums und der Protektion für die britische Atomindustrie endet, schmerzt offensichtlich sehr!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf das Rumoren der letzten Tage in der britischen Politik. Im Oberhaus stemmt man sich vehement gegen die Pläne, gleichzeitig mit der Europäischen Union auch EURATOM zu verlassen und setzt damit die Regierung gehörig unter Druck.

„Für uns ist dies eine klare Bestätigung: EURATOM, bzw. deren Funktionen, die immer noch dem Geist der 1950er Jahre folgen, müssen schleunigst aufgelöst und alle Bestimmungen zum Umgang mit Radioaktivität in den allgemeinen EU-Vertrag übernommen und somit einem demokratischen Zugang geöffnet werden. Der BREXIT zeigt deutlich auf, wie diffus und intransparent sich die Abläufe in Nuklearfragen durch EURATOM haben manifestieren können. Das kann nicht im Interesse einer seriösen Staatengemeinschaft liegen!“, so Schweiger und Egger.

„Unsere Resolution für die Auflösung von EURATOM liegt schon bei Donald Tusk, dem Präsidenten des Europäischen Rates, um in genau diesem Gremium in Angriff genommen zu werden. Unser österreichischer Vertreter darin, Kanzler Sebastian Kurz wurde selbstverständlich über die Übermittlung und den Inhalt der Resolution zeitgerecht informiert. Nun liegt es auch an ihm, Schritte zu setzen, um der im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ formulierten Ansage, ‚Im Zuge der Brexit-Verhandlungen für eine Überarbeitung des EURATOM-Vertrags eintreten zu wollen’ auch Taten folgen zu lassen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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Fukushima-Gedenktag: atomstopp und Moviemento zeigen Furusato – Wunde Heimat

Am 8. März 2018 um 18:00 Uhr zeigen atomstopp und das Moviemento Linz zum Fukushima-Gedenktag den Film „Furusato – Wunde Heimat“ Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit Umweltlandesrat Rudi Anschober, Fotograf Harry Steinbichl und dem Japanologen und Autor Andreas Singler.

Furusato – Wunde Heimat beginnt, wo nach dem Super-GAU im AKW Fukushima die Berichterstattung in den Medien aufgehört hat. Der deutsche Filmemacher Thorsten Trimpop hat das Sperrgebiet rund um Fukushima über mehrere Jahre immer wieder besucht und Menschen begleitet, die in die radioaktiv verseuchte Sperrzone zurückgekehrt sind – obwohl sie von der tödlichen Gefahr dort wissen.

„In der preisgekrönten Dokumentation können wir diese Menschen ein Stück auf ihrem täglichen Kampf begleiten, beobachten, wie sie versuchen mit den Folgen von Fukushima fertig zu werden und wieder zu einer neuen Normalität zurückzufinden“, erzählen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Während wir uns gegen die Atomkraft wehren, vor den Risiken warnen, ist die Katastrophe in Japan längst alltägliche Wirklichkeit geworden. Wir laden ein, gemeinsam mit uns einen Blick auf diese Wirklichkeit zu werfen, um neu zu begreifen, warum der Kampf gegen die Atomkraft samt ihren Gefahren notwendiger und berechtigter ist denn je!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Um Reservierung unter www.reservierung.moviemento.at oder 0732/78 40 90 wird gebeten!

Rückfragen:
atomstopp_atomkraftfrei leben!
Gabriele Schweiger: 0680 / 33 33 625
Roland Egger: 0680 / 23 93 019

 

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atomstopp: Erfolgreiches Zusammenspiel aus NGO und Politik 

Haftpflichtversicherung für AKW wird mit Unterstützung österreichischer Europaabgeordneter Mandl und Waitz weiterverfolgt

„Es ist überaus erfreulich, dass die Petition für eine einheitliche und angemessene Haftpflichtversicherung für Atomanlagen im EU-Parlament erfolgreich verteidigt werden konnte und die Forderung damit sowohl vom Petitionsausschuss als auch von der Europäischen Kommission weiterverfolgt wird!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Besonders starke Unterstützung konnten wir durch die beiden österreichischen Abgeordneten Mag. Lukas Mandl und Thomas Waitz verzeichnen. Obwohl noch Neulinge im EU-Parlament, zeigen sie vorbildlich, wie engagiert österreichische Antiatomanliegen in Brüssel vertreten werden können!“, berichten die beiden Aktivistinnen Gabriele S chweiger und Anna Weinbauer, die persönlich an der Sitzung teilnehmen und ebenfalls mit einem Redebeitrag für die Petition argumentieren konnten.

MEP Mandl hatte schon im Vorfeld gegen ein Schließen der Akte interveniert und bekräftige in seiner Ausschussrede: „Eine verpflichtende Haftpflicht für Atomkraftwerke in Europa würde endlich zu mehr Kostenwahrheit bei Atomenergie führen“. Mandl verwies zusätzlich darauf, dass aktuell besondere Chancen für nachhaltige Veränderungen entstünden: „Mit Großbritannien verlässt ein starker Befürworter der Atomenergie die EU. Deutschland will die Euratom-Verträge einer Revision unterziehen. Aktuell ist viel in Bewegung.“

MEP Waitz legte ebenso klar und deutlich dar, dass, auch wenn die Sicherheit einzelner AKW um vielleicht ein Prozent erhöht würde, bei einem Atomunfall die Auswirkungen desaströs blieben. Die Kommission könne zwar nicht in den Energiemix der Staaten eingreifen, sehr wohl aber in diversen Fragestellungen eine Richtung vorgeben – zum Beispiel eben bei der Versicherung von Atomanlagen. Auch er empfehle – im Sinne des gemeinsamen Interesses – die Petition offen zu halten und weiter zu verfolgen.

„Wir legen großen Wert auf dieses Zusammenspiel aus NGO und Politik und werden in unserer Feber-Ausgabe von ‚atomstopp‘, dem monatlichen Informationsmagazin zum europaweiten Atomausstieg im Freien Radio Freistadt einen ausführlichen Bericht darüber bringen. Mit Originalbeiträgen soll nicht nur der aktuelle Stand des Petitionsverfahrens dokumentiert, sondern auch die beherzte Arbeit unserer Abgeordneten Mandl und Waitz hörbar gemacht werden!“, so die Sprecher von atomstopp_oberoesterreich abschließend.

Sendetermine im Freien Radio Freistadt (107,1/103,1/88,4MHz oder online): 27.2. 15:00h, 2.3. 10:00h, Sa, 3.3. 18:00h sowie im Internet zum Nachhören in der Radiothek!

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

 

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