atomstopp: ATOMLOS DURCH DIE MACHT beim Filmfestival Crossing Europe

Filmdokumentation von Markus Kaiser-Mühlecker über Entstehen und Wachsen der österreichischen Antiatom-Bewegung

ATOMLOS DURCH DIE MACHT ist eine filmische Collage auf den Spuren der österreichischen Antiatom-Bewegung, die mit dem Zwentendorf-Widerstand ihren Ursprung genommen hat. Was daraus alles entstehen hat können, ist weltweit einzigartig: Das ‚Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich‘ zum Beispiel, ein gesellschaftlicher wie auch parteiübergreifender Konsens, dass Atomkraft keine zukunftsfähige Form der Stromgewinnung darstellt und die Konsequenz daraus, auf erneuerbare Energien zu setzen.

Hier geht’s zum Trailer

atomstopp hat diesen Dokumentarfilm initiiert und als direkter Nachfolgeverein der ‚OÖ Plattform gegen Atomgefahr‘ gleich auch Material dafür aus dem reichen Fundus von mehr als 40 Jahren Antiatom-Arbeit geliefert. Die Premiere findet statt am 30. April 2019 um 18:00 Uhr im Ursulinensaal des OÖ Landeskulturzentrums Ursulinenhof – im Rahmen des Filmfestivals Crossing Europe.

„Es ist Markus Kaiser-Mühlecker gelungen, dieses bemerkenswerte Stück österreichischer Zeitgeschichte um Zwentendorf einzufangen und filmisch auch abzubilden, wie richtungsweisend diese Widerstandsbewegung war. Die Doku beschränkt sich nicht nur auf Erinnerungen, sondern erklärt auch den Einfluss der damaligen Entscheidung auf Gegenwart und Zukunft. ATOMLOS DURCH DIE MACHT bietet Rückblick und Einblick, zeigt auf, wie wichtig es war und immer noch ist, sich für eine enkeltaugliche Energiezukunft einzusetzen“, laden Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich herzlich ein, bei der Premiere dabei zu sein.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Wer trägt Antiatompolitik am besten nach Europa?

atomstopp stellt Fragen an Kandidat_innen zur EU-Wahl 2019

„Zur bevorstehenden EU-Wahl haben wir den wahlwerbenden Delegationen Fragen gestellt. Ganz spezifisch antiatompolitische natürlich, denn wir wollen für die Unterstützer_innen unseres Vereins herausfinden, was die möglichen zukünftigen Abgeordneten im Europaparlament für unsere Sache zu tun bereit sind“, lassen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich wissen.

„Österreichische Abgeordnete zum Europaparlament haben aus unserer Sicht eine besondere Verantwortung, den Atomausstieg auf EU-Ebene voranzutreiben – das nationale Atomsperrgesetz aus 1978 verpflichtet nachgerade dazu. Zuerst haben wir also die ganz grundsätzliche Haltung zur Atomkraft der Wahlwerber_innen abgefragt: Etwa ob sie Atomkraft als Beitrag zum Klimaschutz für vorstellb ar halten oder welchen Stellenwert eine Energiezukunft ohne Atomkraft überhaupt hat bzw. wie hoch die Bereitschaft ist, sich auch gestaltend in relevanten Ausschüssen zu engagieren“, erläutern Schweiger und Egger weiter.

„Besonders interessant sind für uns die EURATOM-kritischen Fragen. Werden angehende EU-Parlamentarier_innen aktiv anfechten, dass der EURATOM-Vertrag jede transparente und demokratische Beteiligung ihres Gremiums in alle wesentlichen Entscheidungsfindungen praktisch unterbindet? Wie stehen sie zur mittlerweile auch auf internationaler NGO-Ebene breit mitgetragenen Forderung nach Abschaffung des Vertrags-Relikts aus dem Jahr 1957? Wer würde auch einen einseitigen Ausstieg aus dem Vertrag als mögliches Veränderungspotenzial unterstützen?“, so Schweiger und Egger weiter.

„Letztlich gilt es auch noch, die Positionen und Handlungsoptionen in der Frage der Haftpflichtversicherung für AKW sowie zur Bekämpfung der hochbrisanten Tendenz zur Laufzeitverl ängerung veralteter Atomreaktoren zu ermitteln. Wir sind schon gespannt, wie die Antworten ausfallen und fordern die Wahlwerber_innen aller Listen auf, ihre Eingaben bis spätestens 15. Mai an uns zu senden. Auf jeden Fall werden wir noch rechtzeitig vor dem Urnengang die jeweiligen Resonanzen veröffentlichen!“, stellen Schweiger und Egger abschließend klar.

Ein ausführlicher Bericht zu den Fragen an die Kandidat_innen findet sich auch in unserer Radiosendung von 23.4. im Freien Radio Freistadt, nachzuhören HIER

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: Vorhang auf für Dokumentarfilm ATOMLOS DURCH DIE MACHT!

Doku von Markus Kaiser-Mühlecker beim Crossing Europe Filmfestival

Das Linzer Filmfestival Crossing Europe zeigt mit ATOMLOS DURCH DIE MACHT von Markus Kaiser-Mühlecker eine filmische Collage der Antiatom-Bewegung rund um das Beispiel Zwentendorf-Widerstand. Die OÖ Plattform gegen Atomgefahr / atomstopp_atomkraftfrei leben! liefert dazu Material aus dem reichen Fundus von mehr als 40 Jahren Antiatom-Arbeit. Premiere: 30. April 2019 um 18:00 Uhr im Ursulinensaal, OÖ Kulturquartier


““Am Anfang stand die Idee, 40 Jahre nach der Zwentendorf-Volksabstimmung eine filmische Bilanz zu ziehen, aufzurollen, was
sich abgelei tet aus dieser historischen Entscheidung bisher alles hat entwickeln können. Unser Archivmaterial füllt Kisten, Schränke und Festplatten – genug, um zumindest ein Stück weit aufbereitet zu werden”“, umreißen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich die Ansätze zu diesem Dokumentarfilm.

Für die Umsetzung gefragt wurde der Filmemacher Markus Kaiser-Mühlecker. Er hat sich darauf eingelassen und ist noch weiter gegangen: Die Spurensuche in der oberösterreichischen Antiatom-Bewegung, die schon vor dem bekannten corpus disputandi, dem Kernkraftwerk Zwentendorf, in St. Pantaleon nahe Enns ihren Ursprung genommen hat, ist nur ein Teil der reich bebilderten Aufarbeitung. Interviews mit Zeitzeug_innen wie Mathilde Halla und Friedrich Witzany erzählen vom Entstehen und Wachsen des Widerstands, Hannes Androsch, 1978 österreichischer Finanzminister und zumindest damals ein vehementer Befürworter der Atomenergie, kommt ebenso zu Wort wie Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer und Rudi Anschober.

Kaiser- Mühlecker spannt in seiner Dokumentation darüberhinaus einen Bogen ausgehend von der einstigen Aufbruchsstimmung, mit der Atomkraft quasi unhinterfragt als tragfähiges Modell der Energieversorgung fußfassen konnte, über die stetig lauter werdende Kritik daran, begleitet und belegt durch Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima. Der Umstieg auf nachhaltige Stromversorgung ist Thema, auch die Hürden dabei und der Umgang mit Ressourcen. Erneuerbare Energie-Pionier Fred Ebner erläutert eindrucksvoll seine Motivationen und Visionen, Redebeiträge aus verschiedenen Fachtagungen runden die Auseinandersetzung um die Energiezukunft jenseits von Atomkraft ab. Und auch ein Ausflug ins museale Kraftwerk Zwentendorf fehlt nicht.

„“Es scheint, dass mit diesem Film nicht nur gelungen ist, das Stück österreichischer Zeitgeschichte um Zwentendorf nebst Folgen in ein gut vermittelbares Medium einzubetten, sondern auch, diesen Auftakt eines breitest aufgestellten Antiatom-Konsenses in einem größeren Kontext darzustellen. Wir freuen uns auf die Premiere im Rahmen des Filmfestivals Crossing Europe im Linzer Ursulinenhof, auf viele interessierte Besucher_innen und auf ein anregendes Filmgespräch im Anschluss!““, laden Gabriele Schweiger und Roland Egger abschließend ein.

Ticketreservierung unter 0680 – 506 1 506

Informationen zum Film:
Markus Kaiser-Mühlecker, KM FILM, 07228-72720

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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atomstopp: 60 Läufer_innen gegen Atomkraft – und für atomstopp

EURATOM ABSCHAFFEN – lautet die Botschaft beim Linz-Marathon 2019

„Dutzende Läuferinnen und Läufer starten mit gewohntem Elan beim heurigen Linz-Marathon am Sonntag, 14. April, für atomstopp – und setzen damit ein kräftiges Zeichen für den europaweiten Atomausstieg! EURATOM ABSCHAFFEN lautet deshalb die heurige Botschaft, denn es ist sonnenklar, dass ein Aus für die Atomenergie nicht gelingen kann, solang es den EURATOM-Vertrag gibt. EURATOM, die Europäische Atomgemeinschaft, ist ein Relikt aus dem Jahr 1957 und legt vertraglich fest, dass Atomkraft in den EU-Staaten gegenüber allen anderen Energieformen bevorzugt werden soll. Logisch also, dass dieser Vertrag aus dem Weg geräumt werden muss, um dem europaweiten Atomausstieg zum Durchbruch zu verhelfen. Rund 60 hochambitionierte Sportler_innen scharren sozusagen schon für diese Mission in den Startlöchern!“, freuen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Alle EU-Staaten, die keine Atomkraft nutzen oder den Ausstieg beschlossen haben, müssen sich jetzt zusammen tun, um die Energieversorgung für Europa zukunftsfit und nachhaltig zu sichern. Vielerorts ist die Energiewende erfolgreich in Gang gesetzt, das ist gut, aber solange via EURATOM die Atomindustrie privilegiert und geschützt wird, kann sich am großen Ganzen nichts wirklich entscheidend wenden. Das Bewusstsein dafür muss auch in anderen Staaten geschärft werden. Der Grundstein für die internationale Vernetzung zu diesem Anliegen ist auf NGO-Ebene gelegt, Kampagnen für die Auflösung von EURATOM gibt es mittlerweile auch in Frankreich von R.E.C.H. und CRIIRAD sowie in Deutschland von Cattenom non merci oder .ausgestrahlt . Jetzt gilt es, diese Forderung nach Allianzen gegen EURATOM auch bei der Politik anzukurbeln“, so Schweiger und Egger.

„Um für EU-Verträge eine Veränderung in Richtung Zukunftstauglichkeit zu erreichen, braucht es natürlich Ausdauer und ein Ziel vor Augen – ganz so wie unsere Marathon-Läufer_innen das demonstrieren. Doch jeder Lauf beginnt auch mit ersten Schritten. Die Staats- und Regierungschefs der atomkritischen EU-Staaten sind gefragt, allen voran Bundeskanzler Kurz, denn dass Österreich noch immer unreflektiert Mitglied von EURATOM ist, kann rational sowieso nicht erklärt werden. Österreich mit seinem Atomsperrgesetz hat dabei eine besondere Veran twortung und ist nachgerade verpflichtet dazu, für das ABSCHAFFEN von EURATOM die ersten Schritte zu setzen!“, geben sich Schweiger und Egger abschließend überzeugt.

Hinweis: Aufgrund eines verletzungsbedingten Ausfalls können wir noch einen Startplatz anbieten – einfach rasch melden unter post@atomstopp.at

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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Nuclear Energy Conference 2019 zur Laufzeitverlängerung alter Atomreaktoren

atomstopp_atomkraftfrei leben!,
Anti Atom Komitee und
Mütter gegen Atomgefahr laden ein:

Internationale Tagung in Linz zu brandgefährlichen Plänen der Atomindustrie

LAUFZEIT.VERLÄNGERT.GEFAHR – unter diesem Titel wird heuer in Linz die bereits 6. Nuclear Energy Conference, die NEC 2019, über die Bühne gehen. Am 8. Mai treffen diesmal im oberösterreichischen Landeskulturzentrum Ursulinenhof internationale Expert_innen sowie Vertreter_innen aus Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um die aktuelle, brandgefährliche Tendenz zur Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren, die eigentlich am E nde ihrer designten Lebensdauer angekommen sind, zu erörtern, zu diskutieren – und vor allem, um geeignete Gegenstrategien zu entwickeln.

„Wie in vielen Bereichen herrscht auch im Umgang mit dem Auslaufmodell ‚Kernenergie‘ in Europa eine enorme Ungleichzeitigkeit. Während etwa in Deutschland der Ausstiegsbeschluss planmäßig Umsetzung findet und sich die Energiewirtschaft die klare Leadership in Sachen Energiewende gesichert hat, tritt man in anderen Staaten einfallslos, aber um so konsequenter auf der Stelle. Der Herausforderung an eine zukünftige Energieversorgung wird besonders in Frankreich, Finnland, Tschechien und mehreren anderen Ländern fatalerweise mit dem simplen Trick begegnet, die Abschalttermine für technisch längst überholte Atomreaktoren drastisch hinauszuzögern. Diese scheinbar billige Lösung ist aber in Wahrheit nicht nur finanziell desaströs, sondern stellt auch eine fahrlässige Gefährdung für ganz Europa dar!“, warnen Gabriele Schweiger und Rol and Egger vom Linzer Verein atomstopp, dem Hauptorganisator der NEC 2019. Gemeinsam mit dem Anti Atom Komitee und den Müttern gegen Atomgefahr aus Freistadt sorgen die 3 Organisationen für die erfolgreiche Abwicklung des Meetings, das vom Land Oberösterreich ermöglicht wird.

„Laufzeit verlängert, Gefahrzeit verlängert – ein logischer Schluss. Doch es bleibt nicht dabei, denn die Gefahr wird nicht nur verlängert, sondern auch erhöht. Jede technische Anlage, je komplexer desto sensibler, wird durch Materialabnutzung und Alterung störanfälliger. Gerade bei den ohnehin schon risikobehafteten Atomreaktoren hat dieses Phänomen eine besondere Tragweite. Bei der NEC2019 steht deshalb eine Studie dazu im Zentrum, die umfassend wissenschaftliche Belege dafür liefern wird. Wir freuen uns, dass einige der Studienautor_innen Ergebnisse ihrer Arbeit bei der NEC 2019 vors tellen werden“, so Schweiger und Egger.

In Auftrag gegeben wurde die Studie durch die von Landesrat Rudi Anschober initiierten ‚Allianz der Regionen‘, erstellt wird sie von der International Nuclear Risk Assessment Group INRAG, einer weltweit agierenden Plattform unabhängiger Expert_innen zur Erforschung und Entschärfung des nuklearen Risikos. Aus dieser Gruppe wird Wolfgang Renneberg, Physiker und Jurist, mit seiner Keynote-Rede zum Thema beitragen, Oda Becker und Nikolaus Müllner gehen in ihrem Referat speziell auf die technischen Details ein.

Weitere Vortragende stellen Situationen in einzelnen Atomstaaten dar: Dalibor Strasky für Tschechien, Leo Šešerko für Slowenien, József Kóbor für Ungarn, Ulla Klötzer für Finnland und Bruno Chareyron für Frankreich.

Einen weiteren, nicht unwesentlichen Aspekt der Laufzeitverlängerung von AKW beleuchtet der Schweizer Ökonom Kaspar Müller: Er beschäftigt si ch mit der fragwürdigen wirtschaftlichen Perspektive des künstlichen Hinauszögerns des Ablaufdatums von Reaktoren. Last not least wird Umweltaktivistin Patricia Lorenz von Global2000 und Friends of the Earth Einblick geben in die Reihe der rechtlichen Optionen sowie die Spielräume gesetzlicher Regelungen zum rechtzeitigen Aus für Kernkraftwerke.

„Wir freuen uns, dass wir auch heuer wieder aus einem reichen Pool an Expertisen schöpfen und so ein umfassendes Programm zusammenstellen konnten. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, die Anzahl der Registrierungen jedoch begrenzt. Wir laden deshalb ein, sich möglichst rasch für die NEC 2019 unter office@anti.atom.at anzumelden“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Hinweis: Mit der Nuclear Energy Conference, die 2014 gestartet wurde und die seither jährlich abwechselnd zwischen Prag und Linz stattfindet, konnte eine mittlerweile international höchst anerkannte Konferenzserie etabliert werden, die dem Diskurs zu wirtschaftlichen, technischen und juristischen Aspekten zum Europaweiten Atomausstieg Plattform bietet.

 

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